von Cosmin Filker

Münchner Börsensegment auf dem Vormarsch

Münchner Börsensegment: So sieht es aus

Zwar ist die Superfusion der Deutschen Börse und der NYSE noch nicht in trockenen Tüchern, es wird jedoch ersichtlich, wo die Reise hingehen könnte.

Denn sollte die Börsenhochzeit tatsächlich doch noch klappen, würde die ohnehin schwache Stellung der Kleinanleger noch weiter geschwächt werden. Institutionelle Investoren und Arbitragehändler wurden seit jeher mit Vorteilen bedacht.

Das Mittelstandssegment

Doch besonders das Mittelstandssegment lebt von den Privatanlegern, da ja der Großteil der Unternehmen gar nicht erst auf dem Schirm der institutionellen Investoren auftaucht.

Im Rahmen dieser Publikation hatte ich bereits schon mehrfach die Entscheidung einiger regionaler Börsen, allen voran der Münchner Börse, begrüßt, die mit dem m:access ein Segment eigens für den deutschen Mittelstand geschaffen hat.

Erst kürzlich haben die Analysten des GBC eine Performanceauswertung dieses Mittelstandssegments vorgenommen und erkennen lassen, dass die beinhalteten Werte für Investoren attraktive Renditechancen ermöglichen.

So konnte der m:acces im Beobachtungszeitraum von einem Jahr ein Plus von +19 % erreichen. Dabei konnte die Entwicklung des DAX von +18,2 % leicht übertroffen werden.

Entry Standard zeigt gen Minus

Der vergleichbare Small-Cap-Index Entry Standard in Frankfurt war im Vergleichszeitraum mit einem Minus von 8,9 % sogar negativ und konnte durch den m:access deutlich outperformed werden.

Bei kleineren und mittleren Unternehmen, also beim deutschen Mittelstand, findet der m:access immer mehr Zuspruch. So wechselten innerhalb der letzten 12 Monate 9 Unternehmen in das Münchner Mittelstandssegment, während nur 3 Unternehmen den m:access verlassen haben.

So ist das Thema Wechsel in den m:access derzeit ein wesentlicher Treiber für das Wachstum des Segments. Für die Zukunft erwarten die Analysten des GBC zudem direkte Börsengänge in das Münchner Mittelstandssegment.

Ein neuer, aber äußerst dynamischer Trend ist derzeit im Bereich von Unternehmensanleihen zu beobachten.

Immer mehr Unternehmen aus dem deutschen Mittelstand wollen den Kapitalmarkt und damit die Börse für die Kapitalbeschaffung von Fremdkapital nutzen.

Öffnung des m:access

Diese Entwicklung hat auch die Bayerische Börse frühzeitig erkannt und den m:access nun aktiv auch für die sogenannten „Corporate Bonds“ geöffnet. Für den Bereich der Unternehmensanleihen als weiteres mögliches Wachstumsthema im m:access.

Analog zur Aktienemission bietet m:access auch hinsichtlich geplanter Anleihenemissionen für mittelständische Unternehmen eine gute und vergleichsweise unbürokratische Plattform, die zum anderen aber auch eine gute Transparenz vorschreibt und damit Investoren zugutekommt.

Das Team von Nebenwerte-Aktuell wünscht Ihnen frohe Osterfeiertage!

 
 

Autor:

Cosmin Filker

Der Chefredakteur des Newsletters "Nebenwerte aktuell" kann auf eine jahrelange Börsenerfahrung besonders im Nebenwerte-Bereich zurückblicken und durch seine berufliche Erfahrung beim Researchhaus GBC AG von der täglichen Präsenz am Markt profitieren.