Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Nach Air Berlin Pleite: Lufthansa, der lachende Konkurrent?

Der Bieterkampf um die Konkursmasse der in die Insolvenz gesegelten Fluggesellschaft Air Berlin ist voll entbrannt. Nachdem das Unternehmen im zurückliegenden Jahr bei einem Gesamtumsatz von 3,8 Mrd. € einen Rekordverlust von 782 Mio. € hatte hinnehmen müssen, bangen nun rund 8.000 Air Berlin-Beschäftigte um ihren Arbeitsplatz.

Die Liste der Interessenten ist lang. Neben Easyjet, Condor, Ryanair, dem Hostelbetreiber Alexander Skora und dem Logistikunternehmen Zeitfracht aus Berlin steht die Lufthansa in der 1. Reihe. Es geht um insgesamt ca. 140 Maschinen, eine entsprechende Anzahl von Flug- und Landerechten und nicht zuletzt um die Zukunft der etwa 8.000 Mitarbeitern.

Air Berlin: Lufthansa-Billigtochter Eurowings in den Startlöchern

Bei dem Interesse Lufthansa geht es in erster Linie um etwa ein Dutzend der 17 Langstreckenmaschinen für die Billigtochter Eurowings, mit denen Air Berlin unter anderem beispielsweise Abu Dhabi und Chicago angeflogen hat. Alles zusammen genommen bietet die Lufthansa nach Angaben von Insidern für bis zu 90 der etwa 140 Flugzeuge, einschließlich der Maschinen der österreichischen Airline Niki.

Offenbar plant die Lufthansa bis zu 3.000 der Air Berlin-Beschäftigten (ausschließlich fliegendes Personal) zu übernehmen. Über die bestehenden Langstreckenverbindungen hinaus möchte der deutsche Marktführer mit dem zusätzlichen Personal und Equipment Ziele an der Ostküste der USA wie Washington und New York anfliegen.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Lufthansa an Air Berlin interessiert – aber die Konkurrenz schläft nicht

Bevor die Angebotsfrist für Air Berlin am 15. September 2017 endet, hat sich mit dem Logistikunternehmen Zeitfracht ein ernsthafter Konkurrent für Lufthansa zu Wort gemeldet. Zeitfracht möchte die insolvente Fluggesellschaft möglichst als Ganzes erhalten. Im Cargo-Bereich sieht die Logistikgesellschaft  große Wachstumschancen und Erlöspotenziale. Nach eigenen Angaben weist Zeitfracht 800 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von mehr als 100 Mio. € aus.

Dabei scheinen die Politiker die Lufthansa als potentiellen Käufer zumindest von Teilen von Air Berlin zu favorisieren. So hat beispielsweise Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) vor dem Verkauf an Ryanair gewarnt. Ryanair sei ein wenig arbeitnehmerfreundliches Unternehmen und besitze  ein „frühkapitalistisches Geschäftsmodell“. Auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet möchte nach der Insolvenz der Airline möglichst viele Jobs erhalten.

Darüber hinaus erklärte das Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Verdi, Christine Behle, dass bei der Insolvenz von Air Berlin es nicht ausschließlich „um den Verkauf von Blech“ gehe, sondern um die Menschen. Nach dem Ablauf der Bieterfrist will der Gläubigerausschuss am 21. September darüber entscheiden, welcher Interessent  den Zuschlag erhält.

Ob die Lufthansa das Rennen macht, wird sicherlich auch davon abhängen, wie lukrativ das Angebot im Hinblick auf die Offerten der Konkurrenz ausfällt. Dabei wird wohl auch die Politik, die einen Überbrückungskredit in Höhe von 150 Mio. € in Aussicht gestellt hat, ein gewichtiges Wort mitreden.

7. September 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt