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Nach diesen Kriterien lassen sich ETFs auswählen

ETFs sind eine denkbar einfache und extrem kostengünstige Art, indirekt zu investieren. Mit einem Indexfonds kann man von der Wertentwicklung verschiedenster Märkte profitieren.

Durch die Abbildung kompletter Indizes ist das Risiko in einem ETF-Portfolio automatisch breit gestreut. Und mit ihrer Flexibilität lassen sich die verschiedensten Anlageziele umsetzen.

ETF-Bewertung – kein einheitliches Schema

Natürlich gibt es auch bei ETFs Qualitätsunterschiede. Doch der Versuch einer ETF-Bewertung ist schwierig und vom Einzelfall abhängig. Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und das große Angebot erlauben kein ganz einheitliches Schema zur ETF-Bewertung.

Auch die Idee, hilfsweise Ratingansätze für aktiv gemanagte Fonds analog anzuwenden, schlägt fehl. ETFs sind passiv und funktionieren völlig anders. Allerdings können durchaus einige grundlegende Kriterien zu Rate gezogen werden.

Kosten und Aufwand:

Zentraler Ansatz bei der Auswahl von ETFs und ihrer Bewertung mit Blick auf einen möglichst effizienten Einsatz sind die Kosten. Im Vergleich zu exotischen Märkten kosten ETFs auf große, marktbreite Indizes weniger. Generell: Je geringer die Kosten für Transaktionen durch Umschichten sowie Swap- oder Lizenzgebühren, desto mehr bleibt von der Rendite übrig. Swap-ETFs bilden einen Index durch Wertpapiertausch indirekt ab. In vielen Fällen arbeiten sie günstiger.

Etliche Strategie-ETFs wiederum sind wegen ihres höheren Pflege- und Managementaufwands erst ab einer bestimmten Mindestanlagesumme rentabel. Abzuraten ist von Fondsanbietern, die sich vorbehalten, Vertriebsprovisionen an Vermittler oder Banken zu zahlen. In Sachen Verwaltungskosten gibt zur ETF-Bewertung die Total Expense Ratio (TER) einen groben Überblick. Was hinzukommt, sind die Handelskosten.


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Liquidität und Spreads:

Werden Fondsanteile gehandelt, so ist außer den niedrigen Ordergebühren auch der Spread wichtig, der Unterschied zwischen An- und Verkaufskosten. Je liquider die Papiere, desto günstiger. Bei Nebenwerten oder exotischen Märkten sieht das mitunter anders aus. Stellen mehrere Market-Maker, die Kurse, so begünstigt das den Handel und senkt Kosten.

Zusatzerträge:

Kostensenkend wirken auch Einnahmen aus Wertpapierleihe und Zinsen. Sie gleichen die Kosten für das Grundmanagement eines ETF aus und halten die Wertentwicklung auf Kurs des Basisindex. Die Fondsanbieter verleihen üblicherweise Wertpapiere an Dritte, und zwar gegen eine Gebühr und gegen entsprechende Sicherheiten.

Bei ETFs, die einen Index direkt mit sämtlichen Papieren abbilden, ist dieser Zusatzertrag oft höher. Auch Dividenden können den Ertrag steigern. Im Idealfall kann ein ETF mit seinen Zusatzerträgen leicht über der Entwicklung des Index liegen. Negative Abweichungen indes sollten nicht über 1% betragen.

Ertragsverwendung:

Was bei Aktien Dividenden sind, sind bei Anleihen Zinsen. Hier kann man sich als Anleger entscheiden: Entweder werden sie ausgezahlt oder thesauriert, also direkt in den Fonds reinvestiert. Der Vorteil thesaurierender ETFs: Die Reinvestition läuft automatisch. Die Steuer greift erst nach Ablauf des Investments.

Maximum Drawdown:

Der maximale Verlust in einem bestimmten Zeitraum zeigt, wieviel Verlust ein Investor in der Vergangenheit hinnehmen musste. Er bezieht sich auf einen bestimmten Beobachtungszeitraum und kann ein Hinweis auf Veränderungen im Risikoprofil sein.

Fondsvolumen:

Größere Fonds sind tendenziell sicherer und können günstig angeboten werden. Größere Volumina sorgen für eine bessere Handelbarkeit und vermindern das Risiko einer Fondsschließung.

Fondsqualität:

Wichtig ist die Einschätzung des Gegenparteirisikos bei Derivaten (Swaps) oder der Wertpapierleihe. Zur ETF-Bewertung kommt es hier auf die Kreditwürdigkeit und Besicherung an. Mindestens 3 Swap-Anbieter sollten miteinander konkurrieren. Bei Swap-ETFs ist zudem die Anzahl von Derivaten interessant. Generell ist bei allen Fonds zudem auf das Währungsrisiko zu achten.

Kriterien beim Anbieter abrufbar

Kosten, Sicherheiten, Fondsvolumen, Ertragsverwendung oder Indextypen, Index-Titel und Wertentwicklung – sämtliche Daten finden sich auf den Internetseiten der jeweiligen Anbieter. Die Qualität der Präsentation und Aufbereitung ist jedoch nicht einheitlich.

Im Abgleich zu aktiv gemanagten Fonds erscheint bei ETFs die Bewertung relativ eindeutig: Durch den geringen Transaktionsaufwand entstehen weniger Kosten, die am Ertrag nagen. Bei angenommener gleicher Performance und einem Kostenunterschied von 1,5% durch höhere Gebühren haben Anleger aufgrund der Zinseffekte schon nach 10 Jahren einen Renditenachteil von ca. 20%.

25. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.