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Nachgezogene StopLossLimits: Die beste Art ihr Geld zu sichern

Der Idealfall zur Risikobegrenzung und zugleich zur Gewinnsicherung ist die Einrichtung von so genannten nachgezogenen StopLossOrders.

Mehr dazu: Stop-Loss gehört zum Aktienmarkt dazu

Dabei siedeln Sie Ihren StopKurs beispielsweise um 10% unterhalb des zuletzt gesehenen Höchstkurses der Aktie oder des Optionsscheins an und ziehen dieses VerkaufsLimit jeweils nach, sobald der Wert danach wiederum einen höheren Kurs erreicht hat.

Auf diese Weise sichern Sie sich einen Ausstieg um 10% unterhalb des letzten Höchstkurses und geraten nicht so sehr in die Gefahr, einmal aufgelaufene Gewinne völlig wieder abzugeben. Eine solche Strategie eignet sich für Sie vor allem in den Fällen, in denen Sie mit Ihrem Investment hoch im Gewinn sind.

Schwierigkeiten der nachgezogenen StopLossAufträge

Gleichwohl sind solche nachgezogenen StopLossAufträge, deren Veränderungen Sie ständig beobachten und im Idealfall sofort an Ihre Bank weiterleiten müssten, mit einigen Schwierigkeiten verbunden.

Neben dem zeitlichen Aufwand, den das fortgesetzte Nachziehen mit sich bringt, entstehen Ihnen darüber hinaus mitunter ganz erhebliche Kosten für die ständige Einrichtung (und gegebenenfalls auch die Löschung) der Bankaufträge.

Auch dann werden Sie die dauernde Rechnerei für die Ermittlung der neuen Limits kaum ohne Computer ausführen können, wenn es denn nicht nur um 1 oder 2 Werte Ihres Depots, sondern um eine größere Anzahl von Positionen geht.


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Solche nachgezogenen StopLoss Strategien sollten Sie nur im Rahmen Ihrer persönlichen Depotverwaltung vornehmen.

Dabei richten Sie Ihr Depot beispielsweise mithilfe eines auf den meisten PCs bereits vorinstallierten Kalkulationsprogramms wie Excel ein und ermitteln die neuen nachgezogenen StopLossKurse automatisch.

Sobald dann der aktuelle Kurs in die Nähe des ausgewiesenen neuen Limits kommt, geben Sie Ihrer Bank einen entsprechend limitierten Verkaufsauftrag.

Auf diese Weise verhindern Sie auch, dass Sie durch die nach Erreichen der StopKurse bei StopLossAufträgen vorgenommene automatische Umstellung auf eine „bestensOrder“ über den Tisch gezogen werden.

Nutzen Sie börsengehandelte Fonds als Anlagealternative

Aus alldem folgt, dass Sie StopLimits bei den normalen Investmentfonds nur als MentalStops einrichten können.

Mehr dazu: Mental-Stops sind oft die bessere Absicherungsvariante

Nur bei den so genannten börsengehandelten Tradingfonds, wie Sie in einer Vielzahl etwa von der DWS angeboten werden, und bei den börsengehandelten Indexfonds (XTFFonds) werden (auch) an der Börse fortlaufende Kurse gestellt.

Solche Fonds bieten Ihnen daher all die Möglichkeiten für eine Kurssicherung, wie ich Sie Ihnen oben für die anderen Finanzinstrumente dargestellt habe.

Checkliste: So setzen Sie StopStrategien richtig ein

  • Verwenden Sie die im Beitrag erläuterten StopStrategien vor allem, um sich vor größeren Kursverlusten zu schützen oder sich aufgelaufene Kursgewinne zu sichern.
  • Richten Sie automatische StopLossLimits ein, und zwar vorzugsweise bei solchen Aktien, bei denen Sie nicht Gefahr laufen, dass man Ihnen wegen zu geringer Umsätze ungünstige, weit unterhalb Ihres Limits angesiedelte Kurse abrechnet.In diesem Fall sollten Sie StopKurse nur als Erinnerungsstütze verwenden (= MentalStop) und nach Erreichen des StopKurses einen limitierten Auftrag vergeben.
  • Greifen Sie bei Optionsscheinen, deren Kursschwankungen sehr viel stärker ausfallen als bei Aktien und deren Umsätze gering sind, möglichst nur auf MentalStops zurück, da Sie bei einer automatischen Umwandlung Ihrer StopLossOrder in einen unlimitierten Verkaufsauftrag sehr leicht über den Tisch gezogen werden können.
  • Da Sie Kauf und Verkaufsaufträge nur bei den börsennotierten Tradingfonds, aber nicht bei den normalen Investmentfonds limitieren können, ist es bei den Letzteren auch nicht möglich, StopLossAufträge zu erteilen.Um dennoch die Vorteile von StopStrategien zu nutzen, richten Sie sich MentalStopLimits ein, und erteilen Sie bei Erreichen dieser Limits entsprechende Verkaufs/ Kaufaufträge.
  • Machen Sie sich klar, dass der Ausführungskurs Ihres StopAuftrags möglicherweise erheblich von dem von Ihnen vorgegebenen Limit abweichen kann. Setzen Sie daher das Limit von vornherein so an, dass auch die Ausführung mit einer größeren Abweichung vom Limit für Sie vorteilhaft ist.

7. November 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.