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Nachkauf zum Verbilligen kann zum Aus an der Börse führen

Manchmal gibt es Aktien und Call-Optionen zum Schnäppchenpreis.

Durch einen Nachkauf im Depot vorhandener Aktien oder Call-Optionen lässt sich – je nach Kaufkurs – der durchschnittliche Kaufpreis deutlich senken.

Umso eher läuft dann die Gesamtposition in den Gewinn.

So weit, so gut. So mag es immer mal wieder funktionieren. Und doch empfehle ich Ihnen, so nicht vorzugehen.

Nachkauf zum Verbilligen nicht, wenn es nicht direkt eingeplant war

Das Nachkaufen empfehle ich zwar gelegentlich auch, aber sehr selten. Dann muss es aber von Anfang an, also schon beim Einstieg in eine Aktie  oder Option, geplant sein.

Dazu gleich mehr…

Ansonsten lautet meine Empfehlung:

Sie sind investiert und wenn die Rechnung aufgeht, erzielen Sie einen hohen Gewinn. Kaufen Sie nicht nach, nur um zu verbilligen.

Der Nachkauf bietet Ihnen zwar die Chance auf schnellere Gewinn-Realisierung.

Es gibt immer wieder deutliche Abwärtskorrekturen, die zum Crash ausarten können.


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Da birgt die Strategie „Nachkaufen zum Verbilligen“ das Risiko, so hoch in einige wenige Werte investiert zu sein, dass es das Aus für Ihre Börsenkarriere bedeuten kann, wenn sich keine schnelle Kurserholung zeigt.

Nachkauf o.k., wenn von Anfang an geplant: gestaffelter Kauf

Ich empfehle, mit einem Plan an jeden Kauf zu gehen. Dazu gehört das Money-Management.

Dabei sollten Sie vor einem Kauf festlegen, wie viel Geld Sie in einen einzelnen Trade investieren wollen. Danach gibt es keinen Grund, von dieser Regel des Money-Managements abzuweichen.  Deshalb rate ich vom Nachkauf zum Verbilligen ab.

Etwas anderes ist es, wenn Sie Ihr Money-Management von Anfang an auch auf Nachkauf ausgerichtet haben. Ich nenne das dann den gestaffelten Kauf.

Das bedeutet: Sie planen z.B. 1.000 € in einen Trade zu investieren.

Wenn die Marktlage aber unsicher ist, nehmen Sie zuerst die Hälfte (hier also 500 €) oder ein 1/3 (hier also rund 333 €) und kaufen die entsprechende Anzahl Wertpapiere.

Steigen die Kurse danach: prima! Sie sind dabei!

Fallen die Kurse aber, nehmen Sie den von Anfang an geplanten nächsten Kauf vor und kaufen für weitere 50 % oder 33 % des ursprünglich für diesen Trade geplanten Kapitals.

Beim gestaffelten Kauf in 2 Schritten ist Ihre Position damit vollständig. Beim gestaffelten Kauf in 3 Schritten wiederholen Sie den Vorgang gegebenenfalls nochmals, falls die Kurse weiter rückläufig sind.

2 dazu passende Regeln des Money-Managements

Ich empfehle Ihnen die Beachtung dieser beiden Regeln des Money-Managements:

  • Kein Nachkauf zum Verbilligen
  • Der von Anfang an geplante gestaffelte Kauf ist eine gute Strategie

Zum guten Schluss: Der Schweizer Schriftsteller und Pfarrer Albert Bitzius, bekannt unter seinem Pseudonym Jeremias Gotthelf, sagte einmal:

„Schwerer Anfang ist zumeist zehnmal heilsamer als leichter Anfang.“

Worte eines Kirchenmannes, die klingen, als seien sie für uns Börsianer geschrieben.

Anleger, die mit ihren ersten Trades sofort Gewinne erzielen, meinen oft, sie haben die Börse verstanden. Das führt nicht selten „ins Verderben“. Sie riskieren zu viel und verlieren alles.

Wer jedoch zum Start Schwierigkeit überwindet und auch Verluste kennenlernt, hat Respekt vor der Börse – ein Start, der oft ein erfolgreiches Börsenleben nach sich zieht.

Und genau das, ein erfolgreiches Börsenleben, das wünsche ich Ihnen!

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

22. Oktober 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.