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Namensaktien: Bedeutung und Unterschiede zu anderen Aktienarten

Mit Aktien kann ein Anleger einen Anteil am Grundkapital  eines Unternehmens erwerben. Mit dem Erwerb einer Aktie werden dem Aktionär verschiedene Rechte und Pflichten zugesprochen, welche im Aktiengesetz der Bundesrepublik Deutschland festgeschrieben sind.

Aktien sind aber nicht gleich Aktien. Es gibt verschiedene Gattungen mit unterschiedlichen Rechten und Handelsmöglichkeiten.

Namensaktien als eine der Aktiengattungen

Unternehmen können unterschiedliche Gattungen von Aktien wählen, die sie an ihre Aktionäre ausgeben, und ihnen somit verschiedene Rechte einräumen.

So gibt es Nennwert- und Stückaktien, welche sich im erworbenen Unternehmensanteil unterscheiden. Vorzugsaktien und Stammaktien dagegen räumen dem Aktionär verschiedene Stimmrechte ein. Es gibt auch eine Unterscheidung bei Aktien nach dem Emissionszeitpunkt – man spricht hier von „jungen“ und „alten“ Aktien.

Wir schauen uns hier die Unterscheidung nach der Übertragbarkeit von Aktien näher an, den Unterschied zwischen Namens- und Inhaberaktien.


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Namensaktien werden im Aktienregister eingetragen

Besitzer von Namensaktien müssen, im Gegensatz zu Inhaberaktien, laut Paragraph 67 Aktiengesetz im Börsenregister des Unternehmens mit Namen, Geburtsdatum und Adresse erfasst werden.

Diese Datenerfassung hat mehrere Gründe. Als Aktien noch in Papierform emittiert wurden, wurde so sichergestellt, dass niemand, der die Papiere unrechtmäßig in seinen Besitz gebracht hat, die Rechte des Aktieninhabers missbraucht.

Auch wenn heute Aktien nicht mehr in Papierform ausgegeben werden, gibt es weiterhin gute Gründe, warum Namensaktien wieder vermehrt im Umlauf sind.

Namensaktien: Sicherheit und Information für das Unternehmen

Für das Unternehmen bietet die Ausgabe von Namensaktien Informationen über die Aktionärsstruktur. Mit Hilfe der Daten von Wohnort und Alter lassen sich für die Investor Relations-Abteilungen der Unternehmen wichtige Informationen gewinnen und man kann gezielt auf Änderungen in der Aktionärsstruktur reagieren.

Wichtiger jedoch ist die Absicherung des Unternehmens gegenüber Konkurrenten. Bei Namensaktien lässt sich leicht erkennen, wenn ein im Wettbewerb stehendes Unternehmen eigene Aktien aufkauft und somit einen unerwünschten Einfluss erreichen oder gar eine feindliche Übernahme planen könnte.

Namensaktien können vinkuliert werden

Durch die Vinkulation (vom lateinischen Wort für binden, fesseln) können von Anfang an unerwünschte Personen und Unternehmen vom Namensaktienerwerb ausgeschlossen werden.

Einige Unternehmen wie etwa die Deutsche Lufthansa AG geben vinkulierte Namensaktien aus, um den Ansprüchen des Luftverkehrsabkommens und EU-Richtlinien nachkommen zu können, in denen festgelegt ist, dass die Deutsche Lufthansa mehrheitlich im Besitz deutscher Aktionäre sein muss.

Namensaktien haben international eine höhere Akzeptanz

Für Unternehmen, die weltweit aufgestellt sind, zählt auch der Ruf, den ihr Unternehmen hat. Das betrifft auch die Art der Aktien, die ausgegeben werden. So haben in den USA und in Japan Namensaktien ein höheres Ansehen als Inhaberaktien. Dies kann damit erklärt werden, dass Inhaberaktien leicht in Verbindung mit Begriffen wie dem grauen Kapitalmarkt und Steuerhinterziehung gebracht werden.

In den USA ist zwar die Ausgabe von Inhaberaktien möglich, allerdings können diese aufgrund der dortigen Bestimmungen nicht an der größten Börse, der New York Stock Exchange, gelistet werden.

 Namensaktien: Keine Hürden für Privatanleger

Wer nun von diesen Eintragungen in das Aktienregister abgeschreckt sein sollte oder vermutet, der Erwerb von Namensaktien erfordere einen höheren Aufwand, der sei beruhigt.

Der „normale“ Anleger merkt den Unterschied zwischen Namensaktien und Inhaberaktien nicht. In den meisten Fällen ist dies durch ein sogenanntes Blankoindossament geregelt, welches, vereinfacht gesagt, bezüglich der Handlungsfähigkeit Namensaktien mit Inhaberaktien gleichstellt.

15. Januar 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.