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Nasdaq: Die wichtigsten Fakten zur größten vollelektronischen Börse der Welt

Die Nasdaq ist die erste und größte elektronische Wertpapierbörse der Welt. Zu den über 3200 gelisteten Werten zählen unter anderem Technologie- und Biotech- Giganten wie Apple, Google, Microsoft, Oracle, Amazon, Intel und Amgen.

Die Nasdaq wurde 1971 von der National Association of Securities Dealers (NASD), der US-Aufsichtsbehörde für Wertpapierhändler, mit dem Ziel gegründet, den Wertpapierhandel zu beschleunigen und transparenter zu machen. Das AQ in Nasdaq steht dabei für Automated Quotations, was auf Deutsch so viel bedeutet wie automatisierte Angebotserstellung.

Seit der Fusion mit der schwedischen Börse OMX im Jahre 2008 wird die Nasdaq von der Nasdaq OMX Group betrieben. Die Nasdaq Hauptbörse hat ihren Firmensitz in den New York, mit Tochter-Unternehmen in Japan und Kanada. Die Nasdaq unterhält zwar enge Beziehungen zu den europäischen Börsen, eine vergleichbare Handelsplattform gibt es in Europa jedoch nicht.

So funktioniert der Handel mit Nasdaq-Werten

Der Handel mit Nasdaq-Werten wird entweder direkt oder über sogenannte Marktpfleger (engl. „market maker“) abgewickelt – meist Investmentbanken und Wertpapierhandelshäuser. Die Marktpfleger sorgen für ständige Liquidität am Markt, indem sie immer eine Mindestmenge an Aktien eines bestimmten Nasdaq-Unternehmens halten.

Privatanleger, die Aktien zum aktuellen Kurs erwerben möchten, erteilen ihrem Broker eine Wertpapierorder (auch „market order“ genannt). Im Gegensatz dazu bezeichnet eine „limited order“ den Kaufauftrag für eine bestimmte Anzahl von Nasdaq-Aktien zu einem bestimmten Kurs.

Chancen und Risiken: Worauf Sie als Privatanleger achten sollten

Privatanleger profitieren beim elektronischen Handel aufgrund von Echtzeitkursen von der Tatsache, dass Kurse von der ersten Handelsminute an vorhanden sind. Für Werte, die in geringen Stückzahlen gehandelt werden, kann es jedoch zu enormen Preisschwankungen kommen, die für den Privatanleger nur schwer nachvollziehbar sind. Der Grund hierfür ist, dass im Gegensatz zu den Parkettbörsen niemand für einen Eröffnungspreis sorgt.

Für Werte mit geringen Umsatzvolumina kann es für deutsche Privatanleger trotz höherer Gebühren und Währungsrisiken empfehlenswert sein, Werte direkt an der Nasdaq anstatt über einen deutschen Marktmacher zu handeln.

NASDAQ Composite Definition: Index für die Wertentwicklung der aller gehandelten Werte

Der BegriffNasdaq wird mittlerweile häufig synonym mit dem sogenannten Nasdaq Composite verwendet. Der Nasdaq Composite ist als Index definiert, der die Kursentwicklung aller an der Nasdaq gehandelten Werte widerspiegelt und liegt als Basiswert verschiedenen Zertifikaten und anderen Derivaten zugrunde.

Subindizes des Nasdaq

Über dem Nasdaq werden weitere Subindizes definiert. So gibt es Branchenindizes für die Bereiche Banken, Biotechnologie, Computer, Finanzwesen, Industrie, Versicherung, Telekommunikation und Transport. Der Nasdaq-100-Index hingegen liefert ein Marktbarometer für die nach Marktkapitalisierung 100 größten gehandelten Werte des Nasdaq. Allerdings werden im Nasdaq-100 Index Finanz-Unternehmen ausgeklammert.

Vorsicht vor Volatilität und Währungsrisiko

Der Nasdaq zählt mit seinen rasant wachsenden Tech-Unternehmen zu einem der lukrativsten Anlageplätzen für deutsche Investoren überhaupt. Nasdaq-Werte zeichnen sich aber nicht nur durch hohe Wachstumschancen aus, sondern weisen eine vergleichsweise hohe Volatilität auf. Auch das Währungsrisiko sollte von Privatanlegern nicht unterschätzt werden. Hier kann es sinnvoll sein, das Währungsrisiko durch Optionen oder „Quantos“ abzusichern.

2. Oktober 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Nina Tack
Von: Nina Tack. Über den Autor

Nina Tack ist Volkswirtin und beschäftigt sich seit mehreren Jahren intensiv mit den Themen Wirtschaft und Finanzen.