MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Negative Eigenkapitalrentabilität entsteht durch Verluste

Die Eigenkapitalrentabilität ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl und gibt Aufschluss darüber, wie wirtschaftlich ein Unternehmen arbeitet.

Die Eigenkapitalrentabilität wird auch Eigenkapitalrendite genannt.

Was die Eigenkapitalrentabilität aussagt

Bevor ein Anleger in ein Unternehmen investiert, ist es unerlässlich, die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen des Unternehmens genau zu prüfen.

Denn nur durch einen Blick in die Bilanz, die Überprüfung der Eigenkapitalquote und vieler weiterer Faktoren ist es möglich herauszufinden, ob das Unternehmen, in das investiert werden soll, rentabel wirtschaftet.

Mehr zum Thema: Eigenkapitalrentabilität: Aussage über Zinsertrag in einer Rechnungsperiode

Schließlich möchte niemand sein Geld in eine Firma stecken, die kurz vor der Pleite steht.

Für Anleger ist es durch die Berechnung der Eigenkapitalrentabilität möglich festzustellen, ob eine Investition lohnenswert ist. Sie dokumentiert die Verzinsung der Investition innerhalb einer Rechnungsperiode.

Auch ein Blick auf die Gesamtkapitalrentabilität und den Cashflow vermittelt dem Anleger einen soliden Eindruck über die Ertragskraft des Unternehmens.

Wie eine negative Eigenkapitalrentabilität entsteht

Die Eigenkapitalrentabilität muss nicht immer positiv sein. Hat ein Unternehmen zu viele Verluste eingefahren und Schulden gemacht, so kann von einer negativen Eigenkapitalrentabilität gesprochen werden.

Beispiel:

Eigenkapitalrentabilität = Jahresüberschuss / durchschnittliches Eigenkapital x 100

Die Eigenkapitalrentabilität ist dabei aber nicht gleich der Rendite, die der Anleger erhält. Diese individuelle Rendite ist abhängig von der Höhe der Kosten der Anteile am Unternehmen.

Mehr zum Thema: Eigenkapitalrentabilität: Interessante Kennzahl bei Investments

Beträgt die Eigenkapitalrentabilität eines Unternehmens 20%, so wurden für jeden Euro Eigenkapital im Rechnungszeitraum 20 Cent erwirtschaftet. Der Wert sollte mindestens bei 0% liegen, sonst kann von einer negativen Eigenkapitalrentabilität gesprochen werden.

Prinzipiell gilt: Je höher die Eigenkapitalrentabilität ist, desto stärker ist das Unternehmen.

Jedoch liegt diese Einschätzung nicht zwangsläufig vor. Die Kennzahl ist von Branche zu Branche unterschiedlich aussagekräftig und sollte im jährlichen Vergleich analysiert werden.

Eine stetig steigende Eigenkapitalrentabilität spricht beispielsweise für eine gute Unternehmensführung. Eine sinkende Zahl kann ein Zeichen für unrentabel gebundenes Kapital oder ein Indiz für überbewertetes Anlagevermögen sein.

Leverage-Effekt hat Auswirkungen auf die Eigenkapitalrendite

Die Eigenkapitalrentabilität kann gesteigert werden, indem Fremdkapital aufgenommen wird. Auch der Gewinn kann sich dadurch erhöhen.

Dies ist aber nur möglich, wenn das Fremdkapital von einem Anleger günstiger aufgenommen werden kann, als die Gesamtkapitalrentabilität der Investition sein wird.

Dieser sogenannte Leverage-Effekt heißt auch Hebel-Effekt und bedeutet, dass starke Effekte im Ergebnis schon durch kleine Veränderungen an einzelnen Variablen erzeugt werden können.

Mehr zum Thema: Leverage Effekt berechnen: Die Formel für den Fremdfinanzierungshebel

Der Leverage-Effekt kann umgangen werden, indem zusätzlich noch die Gesamtkapitalrentabilität berechnet wird. Die Gesamtkapitalrentabilität gibt die Effizienz einer Investition in einer festgelegten Periode an.

26. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.