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Neubauten und die Prüfung alternativer Energieversorgungssysteme

Bei der Errichtung neuer Gebäude (Wohn- und Nichtwohngebäude) soll laut EnEV (Energieeinsparverordnung) 2009 die Prüfung alternativer Energieversorgungssysteme bereits ab einer Nutzfläche größer 50 m² Pflicht sein.

Bisher galt diese Pflicht – wie in der EnEV 2007 definiert – erst ab einer Nutzfläche größer als 1.000 m².

Welche Austausch- und Nachrüstverpflichtungen gibt es?

Für Austausch- und Nachrüstverpflichtungen von Heizkesseln, Dämmung von Heizungs- und Warmwasserrohren sowie die Dämmung der obersten Geschossdecke sollen Ausnahmeregelungen gestrichen werden.

Heizkesselaustausch: Die bisher geltenden Ausnahmen von der Austauschverpflichtung sollen aufgehoben werden: Diese betreffen Heizkessel von vor 1978 und gelten für die meisten selbstgenutzten Ein- und Zweifamilienhäuser.

In allen anderen Gebäuden müssen bereits nach geltenden Vorschriften bis zum 01.01.2009 alle Heizkessel, die vor dem 01.01.1978 aufgestellt wurden, ausgetauscht werden.

Dämmung von Heizungs- und Warmwasserrohren: Auch hier sollen in allen Ein- und Zweifamilienhäusern bisher ungedämmte, zugängliche Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen bis 01.01.2012 mit einem Mindestwärmeschutz versehen werden.

Dämmung der obersten Geschossdecke: Bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume sollen bis 01.01.2012 mit einem Mindestwärmeschutz versehen werden. Alternativ kann stattdessen das darüber liegende Dach gedämmt werden.

Außerbetriebnahme von elektrischen Nachtspeicherheizungen: Elektrische Speicherheizsysteme – sogenannte Nachtspeicherheizungen – müssen in Wohngebäuden ab 6 Wohneinheiten und normal beheizten Nichtwohngebäuden bis spätestens 31.12.2019 außer Betrieb genommen werden.

Dies gilt, wenn diese in Wohngebäuden das einzige Heizsystem darstellen bzw. in Nichtwohngebäuden mehr als 500 m² Nutzfläche beheizen.

Geräte, die ab 1990 aufgestellt oder eingebaut wurden, dürfen noch länger in Betrieb bleiben: Sie müssen spätestens 30 Jahre nach Einbau oder Aufstellung oder – bei Erneuerung von wesentlichen Bauteilen – spätestens 30 Jahre nach der Erneuerung außer Betrieb genommen werden.

Ausnahmen sind für den Austausch vorgesehen, wenn der Austausch unwirtschaftlich wäre oder das Gebäude mindestens den Anforderungen der Wärmeschutzverordnung von 1995 entspricht. Hierfür müsste der Bauantrag oder eine Sanierung nach dem 01.01.1995 erfolgt sein.


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Was ändert sich beim Energieausweis?

Auch in diesem Jahr müssen Sie sich als Hauseigentümer auf einige rechtliche Neuerungen der Energieeinsparverordnung einstellen. Manche Änderungen sind bereits beschlossen, andere sind geplant.

Die Regelungen zum Energieausweis aus der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2007 bleiben im Wesentlichen unverändert.

Ab 1. Januar 2009 müssen auch die Eigentümer von Wohngebäuden ab Baujahr 1966 Miet- und Kaufinteressenten einen Energieausweis vorlegen. Eigentümer von Häusern mit mehr als 4 Wohneinheiten dürfen weiterhin zwischen Bedarfs- und Verbrauchsausweis wählen.

Bei kleineren Gebäuden gilt das Wahlrecht nur, wenn der Bauantrag nach dem 1. November 1977 gestellt wurde.

Bezirksschornsteinfegermeister sollen künftig überprüfen, ob die Nachrüstverpflichtungen (Austausch alter Heizkessel und Dämmung von Verteilungsleitungen und Armaturen) und die Anforderungen beim Einbau einer neuen Anlage (Regelung zur Nachtabsenkung und der Umwälzpumpe, Anforderungen an Verteilungsleitungen und Armaturen) eingehalten wurden.

Bei Nichteinhaltung der Anforderungen gemäß EnEV setzt der Bezirksschornsteinfegermeister dem Bauherrn oder Eigentümer eine Frist zur Nacherfüllung.

Was ändert sich im Vergleich zur EnEV 2007?

Nachdem mit der EnEV 2007 im Wesentlichen Regelungen für Energieausweise für Bestandsgebäude eingeführt worden sind, wird mit der neuen EnEV 2009 das Anforderungsniveau an Neubauten und Bestandsgebäude verschärft.

Die Anforderungen an den JahresPrimärenergiebedarf und die Wärmedämmung energetisch relevanter Außenteile werden erhöht. Bei Neubauten und Sanierungen gelten nun strengere Grenzwerte für den Energieverbrauch. An die Dämmung werden höhere Anforderungen gestellt.

Die wesentlichen Änderungen der EnEV 2009 sind:

  • Verschärfung der energetischen Anforderungen (Gesamtenergieeffizienz) um durchschnittlich 30%.
  • Verschärfung der energetischen Anforderungen an Außenbauteile im Fall wesentlicher Änderungen am Gebäude um ebenfalls durchschnittlich 30%.
  • Einführung des Referenzgebäudeverfahrens für Wohngebäude. Der maximal zulässige Primärenergiebedarf wird für das Gebäude individuell anhand eines Referenzgebäudes ermittelt.
  • Ausweitung einzelner Nachrüstungspflichten bei Anlagen und Gebäude.
  • Regelungen, um Nachtstromspeicherheizungen stufenweise außer Betrieb zu nehmen.
  • Die anlagentechnischen Mindestanforderungen sind nicht mehr nur auf Gas- und Heizölheizkessel begrenzt, sondern gelten nun auch für alle Wärmeerzeugersysteme, beispielsweise auch Wärmepumpensysteme und Holzpelletheizungen.

Was ändert sich bei Anforderungen an Wohngebäude?

Die Anforderungen an die energetische Qualität der Gebäudehülle werden nun nicht mehr nur über einen durchschnittlich einzuhaltenden UWert über die gesamte Gebäudehülle ermittelt, sondern über einen Einzelbauteilnachweis (Bauteilverfahren).

Jedes Bauteil der thermischen Hüllfläche muss einen Höchstwert für den Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) einhalten.

Die Anforderungen an die Qualität der Gebäudehülle werden um durch schnittlich 30% verschärft. Ein geändertes Bauteil darf festgelegte U-Werte nicht überschreiten. Das Anforderungsniveau der U-Werte wurde je nach Bauteil in unterschiedlicher Höhe verschärft, z. B. für Außenwände um 30–45%, für Fenster um 24%.

Die durchschnittliche Erhöhung der Anforderungen beträgt 30%. Mussten nach EnEV 2007 keine Anforderungen erfüllt werden, wenn weniger als 20% einer Bauteilfläche geändert wurde, liegt die Grenze zukünftig bei 10% der Gesamtfläche eines Bauteils.

Der Maximalwert kann auch anhand eines identischen Referenzgebäudes ermittelt werden. Der für dieses Referenzgebäude ermittelte Primärenergiekennwert ergibt den maximal einzuhaltenden Wert für das jeweilige Gebäude.

Der maximal zulässige Primärenergiebedarf wird gegenüber der EnEV 2007 um 30% verringert. Bei der Änderung bestehender Wohngebäude kann als Nachweis der Einhaltung der EnEV wahlweise entweder das Bauteilverfahren oder das Referenzgebäudeverfahren angewendet werden.

21. Dezember 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.