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Neuemissionen bei Aktienanleihen: Darauf sollte man achten

Der Begriff Aktienanleihe darf nicht in die Irre führen. Eine Sicherheit wie bei Anleihen gibt es nicht. Gleichzeitig überwiegt das typische Aktienrisiko.

Bleiben die Zinsen.

Doch im Vergleich zur direkten Aktieninvestition sind die Zinserträge nur in bestimmten Konstellationen interessant

Aktienanleihen – jeden Monat Tausende von Neuemissionen

Die Zahl der monatlichen Neuemissionen bei Aktienanleihen ist hoch. Allein im Februar 2013 waren es über 15.000. Die Anleger werden von einem Produkt angelockt, das die Sicherheit einer Anleihe mit hohen berechenbaren Zinserträgen verspricht.

Mehr dazu:Aktienanleihen verstehen und handeln

Aktienanleihen sind aber keine Anleihen sondern Zertifikate. Sie beziehen sich auf einen Basiswert – meist Aktien.

Sie haben eine bestimmte Laufzeit und einen Zinskupon.

Wichtig ist der Basispreis, der sich nach dem anfänglichen Kurswert der Aktie richtet.

Liegt deren Kurs am Laufzeitende darüber, bekommt man sein investiertes Geld zurück plus die festen Zinsen.

Die erhält man auch, wenn der Kurs darunter liegt.

Allerdings bekommt man dann statt seines Geldes die Aktien und wird ungewollt zum direkten Aktieninvestor mit allen Risiken.


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Aktienanleihen – Zins ist die einzig feste Größe

Relativ sicher ist nur der Zins. Selbst bei Rückzahlung kann man nicht vom Kursanstieg profitieren. Bleibt der Idealfall einer Seitwärtsbewegung.

Der Kurs hat sich nicht bewegt, und man bekommt trotzdem die oft satten Zinsen.

Wer sich nach Neuemissionen umsieht, sollte also eine klare Marktmeinung haben. Das heißt, er sollte Aktien aussuchen, die sich kaum bewegen.

In der Masse von Neuemissionen gibt es etliche „Mauerblümchen“, die von der breiten Masse kaum beachtet werden.

Aktienanleihen – Neuemissionen werben mit Hochprozentigen

Was Aktienanleihen interessant macht, sind die hohen garantierten Zinsen. Die liegen zwischen 5% und über 20%. Gerade bei Neuemissionen wird mit gerne zweistelligen Zinsen geworben.

Doch erstens muss man aufpassen, ob vielleicht Wackelkandidaten gepuscht werden sollen, deren Kurs mit ziemlicher Sicherheit abstürzt. Und zweitens ist die schiere Höhe des Zinskupons nicht alleine ausschlaggebend.

Manchmal sind die Zinsen nur deshalb niedriger, weil eine Aktienanleihe im Gegenzug eine zusätzliche Sicherheits-Barriere hat.

Die Aktie darf dann getrost deutlich unter den Kurs vom Basispreis rutschen. Solange sie die Barriere von 20% oder auch 60% unter Null nicht erreicht, bekommt man trotzdem sein Geld plus Zinsen.

Bei Neuemissionen ist zudem zu beachten: Die genaue Höhe einer Barriere wird meist kurz vor Start der Neuemission festgelegt.

Wenn man den Starttermin einer Aktienanleihe verpasst hat, muss der Basispreis im vernünftigen Verhältnis zum aktuellen Kurs stehen. Liegt der Kurs darüber, umso besser.

Aktienanleihen – Neuemissionen mit etlichen Spielvarianten

Wer ohne Erfahrung durch angebotene Neuemissionen blättert, muss wissen, dass es Aktienanleihen in den verschiedensten Spielvarianten gibt.

Und je nach dem unterscheiden sich auch die Konditionen. Immer auch das Kleingedruckte lesen!

Aktienanleihen mit einer Barriere laufen in der Regel unter der Zusatzbezeichnung Protect. Aktienanleihen müssen sich nicht nur auf eine Aktie beziehen.

Sind mehrere Aktien im Korb, handelt es sich um eine Multi-Aktienanleihe. Hier gibt es unterschiedliche Basispreise in einem Produkt.

Die Rückzahlung orientiert sich z.T. an der Aktie mit dem schlechtesten Schlusskurs.

Aktienanleihen, die sich auf einzelne Aktien beziehen, machen mit 95% aller Neuemissionen den Löwenanteil aus. Weniger verbreitet sind Aktienanleihen, die sich auf einen Index, wie den DAX beziehen.

Hier stellt sich die Situation insofern anders dar, als bei Schlusskursen unter Basispreis kein Index geliefert werden kann.

Deshalb bekommen Anleger auch dann neben dem Zins ihr Geld ausgezahlt. Allerdings mit entsprechenden Abschlägen. Hat die Indexperformance hingegen kräftig zugelegt, sind auch hier keine Gewinnmitnahmen möglich.

Totalverlustrisiko und gedeckelte Gewinnchance: Ein seltsames Paar

Fazit: Auch wenn zahlreiche Neuemissionen von Aktienanleihen mit hohen Zinskupons locken – kein Anleger sollte nur wegen der attraktiven Zinsen zulangen.

Ohne Informationen über das Underlying, auf die eine Aktienanleihe sich bezieht, geht nichts. Auch nicht ohne eindeutige Marktmeinung. Eigentlich sind nur Seitwärtsphasen interessant.

Und nie das ungewöhnliche Risiko-Rendite-Verhältnis vergessen: Der Anleger trägt das Risiko des Totalverlusts, begrenzt aber seine Chancen auf den festen Zins.

28. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.