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Neuer Kurstreiber: Krankenkassen sollen Aktien kaufen

Die folgende Meldung besitzt das Potenzial, den deutschen Aktienmarkt nachhaltig positiv zu beeinflussen:

Krankenkassen sollen demnächst in Aktien investieren.

Denn die Niedrig-Zinsen machen seit geraumer Zeit nicht nur den Versicherern zu schaffen, sondern auch den Krankenkassen.

Über die Auswirkungen der Niedrig-Zinsen für die Versicherer (insbesondere für Lebensversicherungen), habe ich schon einige Male berichtet.

Daher widme ich mich hier an dieser Stelle den Krankenkassen.

Neues Gesetz soll Aktien-Geschäfte für Krankenkassen erlauben

Ein neues Gesetz soll es gesetzlichen Krankenkassen zukünftig ermöglichen, einen Teil ihrer Finanz-Rücklagen in Aktien investieren zu dürfen, um für langfristige Anlagen bessere Renditen zu erwirtschaften.

Das Bundesgesundheits-Ministerium bestätigte im Mai 2016 einen entsprechenden Gesetzes-Entwurf, über den zuvor bereits die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet hatte.

Allerdings soll das Aktien-Engagement auf 10% des Anlage-Betrages begrenzt werden.


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Zudem sollen die Krankenkassen nur Aktien in Euro kaufen dürfen, bevorzugt über passive Indexfonds (ETFs).

Das Management müsse passiv und indexorientiert sein, hieß es. Bisher ließ Berlin riskantere und potenziell lukrativere Anlagen wie Aktien in den Alters-Rückstellungen nicht zu.

Krankenkassen wollen mehr in Aktien investieren

Den Krankenkassen geht die geplante Aktienquote von 10% allerdings nicht weit genug.

Angesichts der derzeitigen negativen Zinsvorgaben der Europäischen Zentralbank (EZB) führe eine solch niedrige Quote nicht zu einer Entspannung, warnte Jürgen Hohnl, Geschäftsführer des Vereins der Innungskrankenkassen.

Der Spitzenverband der Kassen plädiert für einen Aktienanteil von bis zu 20% der Rücklagen. Die Ortskrankenkassen (AOK) machen sich sogar für eine Aktienquote von 30% stark.

Institutionelle Anleger leiden unter Anlage-Notstand

Viele institutionelle Anleger wie Versicherer und Pensionskassen leiden unter einem sogenannten Anlage-Notstand.

Sie haben den Großteil ihrer Gelder in festverzinsliche Wertpapiere investiert, die immer weniger Rendite bringen.

Denn viele höher verzinste Anlagen laufen aus bzw. sind schon ausgelaufen und neue Zinspapiere bringen aufgrund der aktuellen Null-Zins-Politik der Notenbanken immer weniger Rendite.

Bleiben die Zinsen auch in den kommenden Jahren so niedrig (, was zu erwarten ist), drohen Versicherern und Pensionskassen von Firmen existenzielle Probleme.

Es ist richtig, dass Krankenkassen Aktien beimischen dürfen

Aus meiner Sicht geht der Gesetzes-Entwurf, nach dem die Krankenkassen zukünftig 10% ihrer langfristigen Anlagen in Aktien investieren dürfen, in die richtige Richtung.

Denn nur so kann in Zeiten historisch niedriger Zinsen noch eine unterm Strich positive Rendite erzielt werden. Was für Sie als Privat-Anleger gilt, gilt auch für institutionelle Anleger (wie Versicherer und Pensionskassen).

Da es sich dabei um langfristige Anlagen handeln soll, sind auch die Risiken, die Investitionen in Aktien mit sich bringen, überschaubar.

Denn kurzfristig ist die Börse zwar ganz sicher keine Einbahnstraße (die Kurse schwanken stark), doch auf lange Sicht darf der Aktienmarkt schon als Einbahnstraße bezeichnet werden.

Der deutsche Leitindex DAX brachte seit der Gründung im Jahr 1988 eine jährliche Durchschnitts-Rendite von rund 8%.

Der Dow Jones, der wichtigste US-amerikanische Aktienindex, kommt inklusive Dividenden sogar über einen Zeitraum von mehr als 100 Jahren auf eine jährliche Durchschnitts-Rendite von rund 8%.

Wenn die Krankenkassen demnächst bis zu 10% ihrer langfristigen (!) Anlagen in Aktien investieren, profitieren auch Sie als Privat-Anleger davon. Denn durch das zusätzliche Kapital, das in Aktien fließen wird, steigen die Aktienkurse.

27. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.