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Neues Provisionsrecht – Hat das Auswirkungen in meinem Maklerbüro?

In der vergangenen Woche habe ich auf einer Veranstaltung für Existenzgründer als Immobilienmakler einen Vortrag gehalten.

In der anschließenden Diskussion wurde ich gefragt, ob sich die geplante Neuregelung der Provision bei der Vermietung nachteilig für Existenzgründer auswirken wird.

Sie lesen heute keine guten Nachrichten in dieser Ausgabe meiner Kolumne.

Es ist eine Frage, die viele Maklerbüros derzeit interessiert:

Hat die geplante Neuregelung der Maklerprovision bei der Vermietung Auswirkungen auf mein Büro?

Selbstverständlich ist es so, dass das geplante Bestellerprinzip, das aktuell in dem Gesetzentwurf der Bundesregierung steht, Auswirkungen auf die Provisionen bei Immobilienmaklern haben wird.

Sollte dieser Plan wirklich Gesetz werden, dann werden Immobilienmakler vom Mieter nur noch in den aller seltensten Fällen eine Provision verlangen können.

Bitte lesen Sie den Gesetzentwurf zum Bestellerprinzip oder die Ausgabe meiner Kolumne* dazu noch einmal gründlich. Sie müssen sich darauf einstellen, dass sich bei der Provision für die Immobilienmakler im kommenden Jahr etwas tut.

Was will die Bundesregierung?

Warum das so ist? Die Bundesregierung will, dass Mieter nicht mehr die Provision des Maklers bei der Vermietung von Wohnungen bezahlen.

Deshalb ist der Gesetzentwurf auch mit so vielen Barrieren ausgestattet, wenn es um die Provision vom Mieter geht:


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  • Suchauftrag in Textform
  • Danach Auftrag vom Vermieter zur Vermietung einer Wohnung
  • Abweichende Vereinbarungen sind unwirksam
  • Mieter muss auch kein anderes Entgelt an den Makler bezahlen

All das steht in dem neuen Vorschlag für die Provisionsregelung nach dem Entwurf des Wohnungsvermittlungsgesetzes.

Was bedeutet das für Sie als Gründer?

In Ihrem Businessplan werden Sie die Maklerprovision bei der Vermietung von Wohnungen nicht mehr als vom Mieter bezahlt einplanen können.

Sie müssen damit rechnen, dass diese Provision vom Vermieter bezahlt wird.

Ob der Vermieter zwei Monatsmieten Provision an Sie bezahlen wird, hängt von Ihrem Verhandlungsgeschick, von der Überzeugung, mit der Sie Ihre Leistungen verkaufen, ab.

Das bedeutet, dass Sie Ihre Planung bei den Einnahmen aus der Vermietung von Wohnungen überdenken sollten.

Und was machen die 15.000 Maklerbüros in Deutschland jetzt?

Das gilt nicht nur für Existenzgründer. Das gilt für jedes Maklerbüro in Deutschland.

Wer jetzt noch denkt, dass nichts so heiß gegessen wie gekocht wird, der entzieht sich seiner Verantwortung als Unternehmer/-in.

Deshalb lautet mein eindeutiger Hinweis an alle Maklerbüros – egal ob alter Hase, Newcomer, Existenzgründer, Vermietungsprofi, Franchisebüro, Lizenzpartner, Platzhirsch oder aufstrebendes Immobilienbüro:

Überdenken Sie Ihre Strategie bei der Vermietung von Wohnungen rechtzeitig. Planen Sie die Umsätze aus diesem Segment neu.

Überprüfen Sie die Verträge mit Mitarbeitern in Ihrem Büro rechtzeitig und nicht erst dann, wenn die ersten Vermietungskunden nach der Unterzeichnung eines Mietvertrages die Zahlung der Provision verweigern.

Das sind keine guten Nachrichten. Seien Sie gerüstet.

* Die vorangegangenen Artikel zur Reihe “Der neue Gesetzentwurf zu Mietpreisbremse und Maklerprovision” finden Sie unter den folgenden Links:

Teil 1: Mietpreisbremse und Maklerprovision

Teil 2: ACHTUNG: Es kommt kein Bestellerprinzip

Teil 3: Protest-Zahl der Woche: 571 Millionen Euro

Teil 4: Wie geht die Bundesregierung mit den Kleinbetrieben um?

Teil 5: Mietpreisbremsengesetz leider kein April-Scherz

2. April 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sven Johns. Über den Autor

Sven R. Johns ist Rechtsanwalt und war 15 Jahre Bundesgeschäftsführer des Immobilienverband IVD (bis Mitte 2012). Seit fast 20 Jahren ist er zunächst als Rechtsanwalt und dann als Geschäftsführer im Immobiliengeschäft vertraut.