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Neuvermietung: Welche Fragen Mietinteressenten beantworten müssen

In der letzten Beratungsstunde rief mich ein Vermieter an, der beabsichtigt seine Eigentumswohnung neu zu vermieten. Er wollte wissen, welche Auskünfte er von Mietinteressenten verlangen kann und welche Fragen erlaubt sind. Eine „Selbstauskunft“ von Bewerbern für eine zu vermietende Wohnung zu verlangen, ist heutzutage üblich.

Obwohl die Beantwortung freiwillig ist, werden ernsthafte Mietinteressenten meistens alle Ihre Fragen als Vermieter beantworten. Dabei wird es mit der Wahrheit aber nicht immer so genau genommen.

Zwar kann eine im Fragebogen nachweislich falsch gemachte Angabe Sie später zur Aufhebung des Mietvertrages berechtigen. Sie können einem späteren Mieter aber nicht aus jeder Lüge „einen Strick drehen“.


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Nur Fragen, an denen Sie als Vermieter ein berechtigtes Interesse haben, müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden. Das sind insbesondere Fragen nach dem Einkommen und nach dem Arbeitsplatz; Fragen also, mit denen abgeklärt werden soll, ob Ihr zukünftiger Mieter die Wohnung bezahlen kann.

Ein Mietinteressent muss auch wahrheitsgemäß angeben, wie viele Personen in die Wohnung einziehen werden. Anders sieht es aber bei Fragen aus, die mit dem Mietverhältnis nicht unmittelbar etwas zu tun haben.

Beispielsweise ist es unzulässig zu fragen, ob Kinder geplant sind, ob die Partnerin schwanger ist, ob der Ehepartner Ausländer ist, ob Vorstrafen vorliegen, wie oft Besuch erwartet wird, welche Musikrichtung bevorzugt wird, welche Einstellung der Bewerber zu Tieren hat oder ob er Raucher ist.

Kurzum: Insbesondere über Privates oder gar Intimes muss ein Bewerber keine Auskunft erteilen.

12. Juni 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Tobias Mahlstedt. Über den Autor

Dr. Tobias Mahlstedt ist Chefredakteur vom „Immobilien-Berater“, „VermieterRecht aktuell“ und „Der Eigentümer Brief“. Außerdem ist er Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht und Wirtschaftsmediator. Dr. Mahlstedt ist Rechtsanwalt in der auf das gesamte Bau- und Immobilienrecht spezialisierten Kanzlei BÖRGERS Fachanwälte & Notare in Berlin und Herausgeber/Fachautor zahlreicher Publikationen zum Immobilienrecht.