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Nicht jede Geräuschentwicklung ist auch eine Lärmbelästigung

Vorab sollten Sie wissen, dass nicht alles, was man aus der Nachbarwohnung hören kann, unter den Begriff Lärmbelästigung fällt.

Gerade dort, wo viele Menschen beisammen wohnen, gehören ortsübliche und unvermeidliche Geräuschentwicklungen zum normalen Wohngebrauch und müssen als solche vom Nachbarn hingenommen werden.

Erst wenn die Lärmbelästigung objektiv das Wohlbefinden Ihres Mieters oder gar dessen Gesundheit erheblich beeinträchtigen kann, ist die Grenze erreicht: Das muss Ihr Mieter nicht mehr erdulden.

Bei einer tatsächlich vorliegenden Lärmbelästigung hat Ihr Mieter das Recht, seine Miete zu mindern. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich weitere Mieter gestört fühlen und ebenfalls eine Mietminderung geltend machen.

Mehr noch: Es kann zu – aus Ihrer Sicht ebenfalls unerwünschtem – allgemeinem Unfrieden im Haus kommen.

Beschwert sich Ihr Mieter über Lärm aus der Nachbarwohnung, ist zügiges Handeln Ihrerseits gefragt.

Unabhängig davon, was Sie unternehmen: Geben Sie Ihrem Mieter auf jeden Fall das Gefühl, dass Sie seine Beschwerde ernst nehmen, und informieren Sie ihn darüber, was Sie unternehmen.


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Stellen Sie das Ausmaß der Lärmentwicklung vor Ort fest

Klären Sie als erstes unverzüglich das Ausmaß der Lärmentwicklung ab.

Prüfen Sie selbst vor Ort, ob es sich tatsächlich um eine Lärmbelästigung handelt, deren Unterlassen Sie verlangen können, oder ob Ihr Mieter die Lärmentwicklung hinnehmen muss.

Hält sich z. B. ein Mitmieter nicht an die Ruhezeiten und dreht er seine Stereoanlage weit über Zimmerlautstärke auf, können Sie verlangen, dass er dies in Zukunft unterlässt.

Beschwert sich Ihr Mieter dagegen über ständiges lautes Kinderlachen und Spielgeräusche, müssen Sie ihm klarmachen, dass er das hinzunehmen hat.

Besteht tatsächlich eine nicht hinzunehmende Lärmbelästigung, verzichten Sie darauf, dem störenden Mieter einen bösen Brief zu schreiben. In der Regel ist nämlich diese Maßnahme wenig hilfreich.

Vielversprechender ist es, wenn Sie dem Störenfried die Problematik in einem persönlichen oder telefonischen Gespräch darlegen und ihn zur Einstellung der Lärmbelästigung bewegen.

Mahnen Sie den störenden Mieter ab

Haben Sie mit Ihrem persönlichen Gespräch keinen Erfolg, greifen Sie zum Mittel der Abmahnung. Schreiben Sie dem Störer einen sachlichen Brief, in dem Sie ihm die Lärmbelästigung konkret nach Art und Umfang vorhalten.

Teilen Sie ihm mit, dass es sich bei seinem Verhalten um einen Vertragsverstoß handelt, den Sie nicht weiter hinnehmen werden.

Sofern der sich beschwerende Mieter seine Miete bereits gemindert hat, können Sie den geminderten Betrag von dem störenden Mieter zurückverlangen. Führen Sie auch dies in Ihrer Abmahnung auf.

Schlimmstenfalls können Sie das Mietverhältnis kündigen

Bringt auch Ihre Abmahnung keine Besserung der Situation, können und müssen Sie das Mietverhältnis mit dem störenden Mieter beenden. Kündigen Sie das Mietverhältnis fristlos. Beachten Sie aber, dass Ihre Kündigung nur erfolgreich sein wird, wenn Sie Art und Ausmaß der Lärmbelästigung darlegen können.

Bitten Sie den durch den Lärm belästigten Mieter, ein Lärmprotokoll anzufertigen, in dem er die Zeiten der Lärmbelästigung penibel ausweist.

Als Vermieter sind Sie stets betroffen

In Mehrfamilienhäusern kommt es immer wieder zu Streit unter den Nachbarn, weil sich der eine durch den anderen gestört fühlt.

Hierbei muss es sich nicht immer direkt um Musik- oder Partylärm, stundenlanges Musizieren oder einen dröhnenden Fernsehapparat handeln.

Ihr Mieter kann auch das Staubsaugen zur falschen Stunde, Kindergeschrei oder häufiges lautes Streiten als Ärgernis empfinden.

Auch wenn Sie nicht im Haus wohnen, sind Sie als Vermieter stets betroffen, wenn sich ein Mieter durch den anderen gestört fühlt. Der verärgerte Mieter wird sich nämlich früher oder später bei Ihnen beschweren und Sie müssen etwas unternehmen.

Reagieren Sie in dieser Situation falsch, provozieren Sie unter Umständen eine Mietminderung und Sie können bares Geld verlieren.

21. Dezember 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.