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Trend-Linien im Bedarfsfall neu justieren: So geht’s

Immer wieder einmal werde ich von Lesern gefragt, ob die von Ihnen in einem Chart eingezeichneten Trend-Linien denn wohl „richtig gezogen“ worden seien.

Tatsächlich gibt es zum Ziehen konsistenter Trend-Linien eine simple Regel.

Wenn Sie diese beachten, können Sie eigentlich keine Trend-Linien mehr „falsch“ einzeichnen.

Vorab sollten Sie aber noch einen wichtigen Punkt verinnerlichen: Trend-Linien sind nicht „in Stein gemeißelt“.

Das bedeutet: Es gibt Situationen, in denen Sie eine zu einem früheren Zeitpunkt einmal eingezeichnete Trend-Linie „nachjustieren“ müssen, wie ich es nenne.

Ganz nebenbei können Sie daraus sogar noch wertvolle Erkenntnisse ziehen. Was ich damit meine, zeige ich Ihnen gleich anhand eines konkreten Beispiels.

Doch zunächst möchte ich Ihnen kurz die Regel weitergeben, mit der Sie künftig Trend-Linien im Chart stets korrekt und konsistent ziehen:

Regel für das Ziehen von Trend-Linien

„Eine Aufwärtstrend-Linie verbindet stets den tiefsten Punkt einer vorherigen Abwärtsbewegung mit dem höchsten Tief der anschließenden Aufwärtsbewegung, das dem letzten Hoch vorangeht.


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Für den Abwärtstrend gilt das Gleiche, nur umgekehrt:

Eine Abwärtstrend-Linie verbindet stets den höchsten Punkt einer vorherigen Aufwärtsbewegung mit dem tiefsten Hoch der anschließenden Abwärtsbewegung, das dem letzten Tief vorangeht.“

Aus dieser Regel ergibt sich dann in der Konsequenz:

Wird eine Aufwärtstrend-Linie nach unten durchbrochen, ABER der Markt erreicht danach ein neues Top, dann muss diese Aufwärtstrend-Linie neu justiert werden.

Auch hier gilt im Umkehrschluss:

Wird eine Abwärtstrend-Linie nach oben durchbrochen, ABER der Markt erreicht danach ein neues Tief, dann muss diese Abwärtstrend-Linie neu justiert werden.

Diese Indizes haben die Marktführung übernommen

Ein Vergleich mehrerer wichtiger Indizes aus den USA und Europa macht diese Regel deutlich:

marktüberblick usa und europa-11-11-2014

Marktüberblick USA und Europa: Trend-Linien teilweise neu justiert

Die pinkfarbenen Linien in den einzelnen Beispiel-Charts markieren die Jahreshochs bzw. Allzeithochs (Stand: Herbst 2014).

So wird schnell sichtbar, welcher Index ein neues Top erreicht hat.

Im Dow Jones habe ich beispielhaft die alte (gestrichelte) Aufwärtstrend-Linie neben der neu justierten Aufwärtstrend-Linie im Chart belassen.

Auf diese Weise wird deutlich, was mit dem Neu-Justieren einer Trend-Linie aufgrund der oben genannten Regel gemeint ist.

Ergebnis

Tatsächlich wurden in den oberen 4 Indizes sowie im Schweizerischen SMI Kursindex Anfang November 2014 die Trend-Linien neu verankert. Bei den beiden Nasdaq-Indizes wurden die „inneren“ (gestrichelten) Trend-Linien nachjustiert.

Die Erkenntnis, die Sie aus dieser Charttechnik-Feinarbeit ziehen können:

Sie sehen auf einen Blick, welche Aktien-Indizes gerade die Marktführung übernommen haben.

Und Sie erkennen im konkreten Beispiel sofort, dass die US-Nebenwerte (S&P SmallCap 600) sowie der DAX 30 und der österreichische ATX dem Trend zum gewählten Zeitpunkt noch hinterher „hinken“.

11. November 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.