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Niedrige Kosten erhöhen Ihre Börsengewinne

Viele Online-Broker locken potenzielle Neukunden derzeit mit – auf den ersten Blick – Wahnsinnsangeboten. Comdirect beispielsweise zahlt Neukunden 1% des übertragenen Fonds- und ETF-Volumens. Die Prämie kann bis zu 250 Euro betragen. Wer zur 1822direkt wechselt, kann 100 Euro Wechselprämie einstreichen.

Die Vertriebsstrategen von anderen Online-Brokern zeigen sich ebenfalls erfinderisch: Der SBroker und die Onvista-Bank schenken Wechselkandidaten ein neues iPad und die Targobank lockt mit Frei-Trades und Sonderkonditionen beim Tagesgeld. Der derzeitige Zinssatz bei der Targobank ist mit 2,5% fast doppelt so hoch wie beim aktuell besten Tagesgeld-Anbieter.

Sie sollten sich allerdings nicht „blind“ von solchen Angeboten locken lassen. An dieser Stelle der meiner Ansicht nach wichtigste Satz im Zusammenhang mit der Wahl des Online-Brokers: Es gibt nicht den einen besten oder günstigsten Online-Broker für alle.

Stattdessen müssen Sie sich fragen, welcher Online-Broker für Ihr persönliches Nutzungs- oder Anforderungsprofil der günstigste ist. Und dafür ist es im ersten Schritt notwendig, dass Sie sich die jetzt folgenden Fragen stellen, die dazu dienen, herauszufinden, welcher Nutzertyp Sie sind.

Welcher Nutzertyp sind Sie?

Typ „häufige Order“: Ordern Sie häufig Wertpapiere, ist es wichtig, einen Broker zu wählen, der günstige Transaktionsgebühren anbietet. Wenn Sie hingegen selten eine Kauf- oder Verkauforder aufgeben, ist dieser Punkt für Sie nicht so wichtig.

Typ „auslandsaktiv“: Haben Sie viele Auslandsaktien, dann sollten Sie darauf achten, dass Sie Ihr Depot nicht bei einer Bank unterhalten, die zum Beispiel für den „Kapitaltransfer“ von Dividenden ins Inland Geld verlangt. Oder noch extremer: Einige „Billig-Broker“ bieten Auslandsbörsen erst gar nicht an. Prüfen Sie daher vor der Depot-Eröffnung, welche Auslandsbörsen im Angebot sind und wie hoch die Kostenbelastungen sind.


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Typ „Stop-Loss“: Wenn Sie Ihre Positionen mit Stop-Loss-Marken absichern, kann das für Sie unter Umständen richtig teuer werden. Denn manche Broker erheben Gebühren auf unausgeführte Orders. Dann müssen Sie dafür tief in die Tasche greifen. Andere Broker bieten diesen Service dagegen gratis an.

Typ „Hauptversammlung“: Bei manchen Brokern ist es die Regel, dass sie für die Bestellung und das Zusenden der Karten für die Hauptversammlung Geld verlangen. Wenn Sie also gerne Hauptversammlungen besuchen, sollten Sie einen Broker wählen, der die Bestellung der Eintrittskarten kostenlos oder vergleichsweise günstig anbietet.

Tappen Sie nicht in eine Kostenfalle

Damit Sie in keine Kostenfalle tappen, ist das Preis und Leistungsverzeichnis Ihres Brokers für Sie absolute Pflichtlektüre. Und auch hier gilt die Faustregel: Wichtig sind vor allem die Preise der Leistungen, die Sie besonders oft in Anspruch nehmen.

Daher ist es so wichtig, dass Sie sich im Vorfeld bewusst machen, welche Ansprüche Sie haben bzw. welche Kriterien für Sie persönlich besonders wichtig sind. Eine Aufstellung der wichtigsten Kostenfaktoren im Zusammenhang mit der Wahl eines Brokers finden Sie in der entsprechenden Studie im Kunden-Login-Bereich auf www.gevestor.de.

Online-Broker sind grundsätzlich günstiger als Filialbanken

Bei der Wahl des richtigen Online-Brokers müssen Sie also sehr genau hinschauen und sich zunächst nach Ihrem Nutzungsverhalten einordnen. Erst dann können Sie für sich entscheiden, welcher Online-Broker für Sie der beste bzw. günstigste ist. Anders sieht es aus, wenn Sie Online-Broker mit Filialbanken vergleichen. Hier ist – zumindest unter Kostengesichtspunkten – der eindeutige Sieger in jedem Fall der Online-Broker.

Das heißt: Bei diesem Vergleich lässt sich die günstigere Variante pauschal ermitteln. Ich möchte an dieser Stelle jedoch noch auf einen Punkt hinweisen: Wenn Ihnen größtmöglicher Service und ein persönlicher Ansprechpartner vor Ort wichtig sind, sollten Sie sich gegebenfalls trotz der Nachteile im Hinblick auf die Kosten für eine Filialbank entscheiden.

Ist Ihnen der größtmögliche Service nicht so wichtig, sollten Sie auf einen Online-Broker zurückgreifen. Denn das große Serviceangebot lassen sich die Filialbanken zum Teil fürstlich entlohnen. Im Zusammenhang mit einem Wechsel von einer Filialbank zu einem Online-Broker sagte Max Herbst, Inhaber der FMH Finanzberatung, kürzlich dem Handelsblatt:

„Ein Wechsel kann bei aktiven und vermögenden Kunden eine Ersparnis im vierstelligen Eurobereich bringen.“ Gemeint ist hier übrigens eine jährliche Ersparnis im vierstelligen Eurobereich. Die jetzt folgenden Zahlen verdeutlichen, wie groß die Ersparnis tatsächlich sein kann.

Musterfälle, die das Einsparpotenzial exemplarisch verdeutlichen sollen

Die FMH Finanzberatung hat einen Test durchgeführt und im Rahmen dessen für verschiedene fiktive Anlegertypen einige Online-Broker und Filialbanken hinsichtlich der Kosten miteinander verglichen. Hier das Ergebnis:

Anlegertyp 1: Der konservative,vermögende Kunde

Ein Anleger, der sechs Orders pro Jahr mit einem durchschnittlichen Volumen von jeweils 10.000 Euro aufgibt und einen durchschnittlichen Depotwert von 120.000 Euro hat, hat folgende Kosten: Die Gesamtkosten belaufen sich bei dem günstigsten getesteten Online-Broker auf 35,40 Euro pro Jahr und bei der teuersten Filialbank auf 770 Euro. Das bedeutet: Wenn der Anleger sich für den günstigsten Online-Broker entscheidet, spart er 734,60 Euro im Vergleich zur teuersten Filialbank.

Anlegertyp 2: Der aktive Kleinanleger

Ein Anleger, der 16 Orders pro Jahr mit einem durchschnittlichen Volumen von jeweils 2.500 Euro tätigt und einen durchschnittlichen Depotwert von 35.000 Euro hat, hat folgende Kosten: Die Gesamtkosten belaufen sich bei dem günstigsten getesteten Online-Broker auf 47,20 Euro pro Jahr und bei der teuersten Filialbank auf 557,50 Euro. Das bedeutet: Wenn der Anleger sich für den günstigsten Online-Broker entscheidet, spart er 510,30 Euro im Vergleich zur teuersten Filialbank.

Fazit: Ein Wechsel zu einem Online-Broker kann Ihnen eine Menge Kosten ersparen

Sie sehen also: Ein Wechsel von Ihrer Filialbank hin zu einem Online-Broker kann für Sie eine enorme Kostenerparnis und damit mehr Gewinn bedeuten. Wenn Sie den umfassenden aber auch teuren Service einer Filialbank nicht benötigen, sollten Sie über einen Wechsel nachdenken. Wie schon geschrieben, sollten Sie bei der Wahl eines Online-Brokers aber zunächst unbedingt Ihr Nutzungsverhalten mit der Kostenstruktur des Brokers abgleichen.

22. Oktober 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.