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Niedrige Zinsen locken – Folgekosten schocken

Die Überschrift dieses Artikels sollte richtig verstanden werden: Es ist ganz klar festzuhalten, dass die aktuelle Lage sehr für einen Immobilienkauf spricht und die Zinsen es geradezu herausfordern, ein Haus zu kaufen statt es nur zu mieten.

Doch an dieser Stelle muss auch auf die negativen Aspekte eines solchen Kredits hingewiesen werden: Gerade wenn ein Haushalt nur ein ausreichendes Einkommen für die Aufnahme eines Kredits verfügt oder nicht genug Eigenkapital vorhanden ist, sollte ein ganz wichtiger Punkt nicht vergessen werden: die Folgekosten.

Baumängel können schnell zum Ruin führen

Das Problem entsteht, wenn es im Finanzplan nur wenig Luft gibt. Sprich: Die Bauherren nicht besonders liquide sind und mit allem, was sie haben, für den Hauskredit einstehen müssen.

Wenn dann auch noch über 2/3 des Gehalts für die Tilgung des Kredits verplant werden, können Baumängel solche Bauherren sehr schnell in den Ruin treiben.


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Baumängel gibt es immer häufiger

Und eine Studie hat jetzt gezeigt: Baumängel gibt es immer häufiger. Konkret stieg die Zahl der Baumängel im Zeitraum zwischen den Jahren 2002 und 2013 um sage und schreibe 451% an.

Das ergab eine Auswertung von fast 5.000 Versicherungsschäden. Allein im Zeitraum von 2009 bis 2013 hat sich die Zahl der Versicherungsschäden für Baumängel fast verdoppelt.

Die Daten wurden vom BSB – dem Bauherren Schutzbund – herausgegeben. Die Höhe des Gesamtschadens für 2013 beziffern die Bauherrenschützer auf 215 Millionen Euro. Mit durchschnittlich 67.000 Euro erreichte die durchschnittliche Schadensumme einen neuen Höhepunkt.

Baupfusch könnte die ganze Existenz bedrohen

Und man sollte auch weiter bedenken: Wenn es zu einem Baupfusch kommt, werden oft nicht nur die Baukosten höher, denn häufig ist auch eine juristische Auseinandersetzung die Folge, die bezahlt werden muss. Laut Studie liegen die durchschnittlichen Kosten dafür bei 42.000 Euro.

Wichtig ist, dass Sie sich im Vorfeld des Baus genau beraten lassen und alle Ansprüche gegenüber der Baufirma klären.

Die Folgekosten müssen immer im Auge behalten werden

Ein weiterer Hinweis: Die Folgekosten sollten nicht nur Bauherren neuer Häuser im Auge behalten. Auch wenn man mit einem älteren Haus liebäugelt, gilt: Ziehen Sie Fachleute zur Begutachtung hinzu.

Der Hinweis, dass die Vorbesitzer das Haus stets gepflegt haben, reicht nicht aus. Wenn man hier nicht beachtet, dass zum Beispiel die Heizung in ein paar Jahren ausgetauscht oder aber das Dach erneuert werden muss, wachsen die Kosten schnell in ungeahnte Höhen.

Es ist also ratsam, die aktuell günstige Zinslage auszunutzen. Wichtig ist, hier aber auch den Blick auf das Ganze zu wahren und definitiv für genügend Liquidität zu sorgen.

21. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Yannick Esters
Von: Yannick Esters. Über den Autor

Yannick Esters schreibt für den GeVestor-Newsletter "Immobilien-Telegramm" und ist Fachmann für die Immobilien-Branche.