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Niedriger Ölpreis: Auch dieser norwegische Öl-Riese hat Probleme

Die Zeiten, als die OPEC (die Organisation erdölexportierender Länder) die Verbraucher mit immer höheren Preisen für Heizmittel zur Verzweiflung treiben konnten, scheinen lange vorbei. Und auch die Autofahrer brauchen nicht beinahe Monat für Monat immer tiefer in die Tasche zu greifen.

Keine Frage, sinkende Kraftstoffpreise bereiten Verbrauchern Freude. Doch, was den einen Anlass zum Jubeln gibt, dämpft die Laune der anderen. Öl-Konzerne und Förderfirmen klagen über sinkende Margen. Auch Aktionäre der Statoil Aktie können ein Lied davon singen.

Statoil – europäisches Schwergewicht der Ölförderung

Statoil ASA ist ein Unternehmen des norwegischen Staates, das im Kerngeschäft die Exploration und Förderung (Upstream-Aktivitäten) von Erdgas und Erdöl betreibt. Der Konzern arbeitet nicht nur auf dem norwegischen Kontinentalschelf sondern ist auch weltweit an bedeutenden Öl- und Gas-Vorkommen tätig.


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Neben dem Upstream-Geschäft beschäftigt sich Statoil auch mit dem Verkauf von Rohöl und Erdgas sowie mit deren Veredelung und Weiterverarbeitung (Downstream-Aktivitäten). Abseits davon treibt das Unternehmen im Bereich erneuerbarer Energien wie Biodiesel oder Windkraft voran. Außerdem ist Statoil in der Abscheidung und -Speicherung von Kohlenstoff (CCS) aktiv.

Was die Statoil Aktie Anlegern bietet

Die Aktien des norwegischen Ölkonzerns besitzen insgesamt eine Marktkapitalisierung von 36,76 Mrd. €. Die Mehrheit davon (etwa 67 %) wird vom norwegischen Staat gehalten. Die Gesellschaft erzielte für seine Aktionäre in 2015 eine sehr gute Dividendenrendite von 6,09 %, die nach der eigenen Einschätzung in den folgenden Jahren auch etwa in diesem Bereich erwartet werden.

Statoil Aktie: interessant trotz Ölpreis-Sturz?

Der niedrige Ölpreis einhergehend mit einem Überangebot an diesem Rohstoff sorgt weltweit für sinkende Gewinne bei den Öl-Konzernen und für fallende Einnahmen der erdölexportierenden Staaten.

Dies führt dazu, dass die Ölförderländer weniger Geld beispielsweise für den Kauf von Industriegütern zur Verfügung haben. Was sich wiederum negativ auf die Einkünfte der großen Exportnationen auswirkt und auch deren Indizes wie den Dow Jones oder den DAX in Mitleidenschaft zieht.

Es hängt also eine ganze Menge vom Ölpreis ab. Aber in erster Linie sind es natürlich die Gewinne der Unternehmen der Erdölförderung und –verarbeitung wie etwa auch der Erträge von Statoil. Unter dem Eindruck der fallenden Öl-Preise hat die Statoil Aktie im Jahr 2015 rund 30 % eingebüßt.

Das ist für Aktionäre zwar nicht erfreulich, aber ohnehin langfristig orientierte Rohstoff-Anleger können auch mit Einbrüchen dieser Größenordnung leben. Denn: Auf sehr lange Sicht verzeichnet die Statoil Aktie immer noch ordentliche Kurszuwächse (seit 2000: ein Plus von rund 130 %).

Niemand weiß, wie sich der Ölpreis in den kommenden Jahren entwickelt. Dass die weltweiten Ressourcen immer knapper werden und auch die norwegischen Ölreserven langfristig ihren Wert behalten, scheint sicher.

Wer ein Investment in die Statoil Aktie erwägt, sollte bedenken: Die Wahl des besten Einstiegszeitpunkts während eines negativen Trends eines Aktienkurses ist schwierig. Schließlich gilt noch immer die alte Börsenweisheit: „Greife nie in ein fallendes Messer“.

19. Februar 2016

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.