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Nominalzins bei Anleihen: Der Kupon

Im gebräuchlichsten Sinne bezeichnet der Nominalzins den Zinssatz, den ein Anleger jährlich für sein Guthaben erhält oder den Zins, den ein Geldinstitut für einen Kredit berechnet.

Neben dieser Bedeutung steht der Begriff im Börsenjargon jedoch auch für den Zins, den der Halter eines festverzinslichen Wertpapieres einstreicht – den sogenannten Kupon.

Ein solches Wertpapier kann etwa eine Anleihe, aber auch ein Pfandbrief oder Rentenpapier sein.

Nominalzins als Kupon: So funktioniert der Zinsertrag bei Anleihen

Bei einer Anleihe borgt sich der Aussteller beim Käufer des Wertpapiers einen Geldbetrag und garantiert ihm dafür eine Zinszahlung. Emittenten können hier Banken, Unternehmen, aber auch ganze Staaten sein.

Die Höhe dieses (An-)Leihbetrages nennt man Nennwert oder auch Nominalwert.


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Anders als bei einer Aktie erwirbt der Käufer keinen Anteil am Kapital des Ausstellers, sondern gewährt ihm einen Kredit.

Nach Ende der Laufzeit muss der Emittent dem Käufer der Anleihe den ursprünglichen Nennwert zurückzahlen. Während der Laufzeit hat der Käufer zudem Anspruch auf Zinszahlungen.

Dieser Zinssatz wird Nominalzins genannt, zu Beginn der Anleihe vertraglich festgelegt und ist im Bogen der Urkunde verbrieft.

Beim Erwerb einer Anleihe mit einem Nominalwert von 2.000 € und einem Nominalzins von 4% erhält der Käufer demnach jährlich 80 € Zinsen. Nach Ablauf der Anleihe bekommt er die 2.000 € rückerstattet.

Nominalzins: Herkunft des Kupon-Begriffes

Einer Anleihe beigefügt ist stets eine Urkunde, die in Mantel und Bogen geteilt ist.

Der Nominalzins ist als Kupon Teil des Bogens, über den Ertragsansprüche geltend gemacht werden. Mitunter findet sich darin auch ein sogenannter Talon, der dem Halter mit Ende der Laufzeit – bei Bedarf – eine Verlängerung ermöglicht.

Früher wurde der Kupon des jeweiligen Papiers zum Zinstermin abgeschnitten und konnte dann gegen Bargeld eingetauscht werden.

Begriffe wie Mantel, Bogen und Kupon haben heute mit ihrer ursprünglichen Bedeutung nicht mehr viel gemein und treten zumeist digital in Erscheinung.

Weitere Bedeutungen des Nominalzinssatzes

Neben der Bedeutung vom Nominalzins für festverzinsliche Wertpapiere als Anleihen-Kupon findet dieser in der Wirtschaft noch weitere Anwendung.

Bei einer Geldanlage wird das jährliche Entgelt von den Banken ebenfalls meist als Nominalzins angegeben.

Und auch bei der Vergabe eines Kredites gibt der Nominalzins dem Kreditnehmer Aufschluss über die jährlichen Kosten. Zusammen mit der Tilgung ergibt sich so die Finanzierungsrate eines Darlehens.

Da der Nominalzins jedoch nicht inflationsbereinigt ist und weitere Kosten nicht mit einberechnet sind, sollten Verbraucher bei ihren Kalkulationen eher auf den Realzins (beziehungsweise Effektivzins) zurückgreifen.

5. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Max Fassbender
Von: Max Fassbender. Über den Autor

Max Fassbender arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.