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Nominalzins-Effektivzins-Unterschied: Die wahren Kosten eines Kredits

Bei der Aufnahme eines neuen Kredites lohnt sich in jedem Fall ein ausgiebiger Vergleich zwischen mehreren Anbietern. Dabei fällt auf, dass in jedem Angebot verschiedene Zinssätze auftauchen. Doch was ist der Nominalzins-Effektivzins-Unterschied? Und welcher dieser Zinssätze sollte für einen Anbietervergleich herangezogen werden?

Reiner Zinssatz keine Vergleichsmöglichkeit

Der Nominalzins bezeichnet den beim Abschluss eines Kreditvertrages festgelegte Zinssatz nach Abzug der Inflationsrate. Dieser gilt in jedem Fall pro Jahr und wird daher meist mit dem Zusatz “p.a.“ (für das lateinische „per anno“) versehen.

Dieser Nominalzins, der oftmals auch als „Normalzins“ oder „Sollzins“ bezeichnet wird, orientiert sich in Normallfall sehr stark an den Zinsvorgaben der Europäischen Zentralbank.


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Im Gegenzug sind beim Effektivzins neben dem reinen Zinssatz auch die weiteren Kreditkosten enthalten. Dies beinhaltet beispielsweise Bearbeitungs- oder Vermittlungsgebühren. Außerdem werden im Effektivzins auch die für den Kunden negativen finanziellen Folgen angegeben, die durch eine monatliche, viertel- oder halbjährliche Ratenzahlung entstehen.

Dieser Effektivzinssatz muss nach einer Vorgabe des Gesetzgebers in Deutschland in jedem Kreditangebot angegeben werden. So sollen Verbraucher verschiedene Anbieter besser vergleichen können.

Nominalzins-Effektivzins: Kleiner Unterschied, große Wirkung

Der Unterschied zwischen Nominalzins und Effektivzins kann auf den ersten Blick relativ gering ausfallen, aber grade bei langen Vertragslaufzahlen können auch bei geringen Variationen am Ende hohe Summen zusammen kommen. Daher sollten Kunden für den Vergleich zwischen einzelnen Krediten immer auf die effektiven Zinssätze blicken.

Außerdem hilft ein Blick auf weitere Kostenpunkte, die möglicherweise ebenfalls anfallen können. Denn auch der Effektivzins bildet nicht alle finanziellen Fallen einer Kreditaufnahme ab. So werden weitere Kreditkosten wie Kontoführungsgebühren für das Kreditkonto nicht mit einbezogen. Und auch bei der Sondertilgung, also dem schnelleren Zurückzahlen des Kredits, lauern weitere Kosten, die ebenfalls unter die Lupe genommen werden sollten.

Nominalzins-Effektivzins-Unterschied im Beispiel

Im Beispiel sähe der Unterschied zwischen Nominalzins und Effektivzins folgendermaßen aus. Herr Schneider möchte einen Kredit über 100.000 € aufnehmen. Hierbei wird ein Nominalzins von 3 % vereinbart. In einem Jahr fallen so also Zinsen in Höhe von 3.000 € an.

Wegen der vereinbarten halbjährlichen Rückzahlung zahlt Herr Schneider jedoch nicht den gesamten Betrag am Jahresende, sondern bereits nach sechs Monaten 1.500 €. Hierdurch entsteht ihm ein finanzieller Nachteil in geringer Höhe, der im Effektivzins wiedergegeben wird.  Dieser stiege in diesem Beispiel von glatten 3 auf nun 3,02 %. Hinzu kämen dann die weiteren Nebenkosten des Kredites, so dass der effektive Zinssatz am Schluss beispielsweise rund 3,1 % betragen könnte.

Aber natürlich gilt auch hier: Jeder potenzielle Kreditnehmer sollte neben Nominalzins und Effektivzins auch das Kleingedruckte genau untersuchen, um mögliche Kostenfallen auszuschließen. Im Unterscheid zum Nominalzins, welcher bei der Kreditaufnahme nur eine untergeordnete Rolle spielen sollte, kann der Effektivzinssatz jedoch eine gute Vergleichsmöglichkeit bieten.

24. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Daniela Kunath
Von: Daniela Kunath. Über den Autor

Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.