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Nominalzins-Realzins-Unterschied: entscheidend für eine optimale Vorsorge

Was eine Geldanlage zur Altersvorsorge nach einer langen Laufzeit wirklich wert ist, sagt der Nominalzins-Realzins- Unterschied aus. Kapitalanlagen als Altersvorsorgeprodukte werden immer bedeutender für die Absicherung des Lebensstandards im Alter.

Die Laufzeiten dieser Anlage betragen meist viele Jahre. Um Risiken während dieser Zeit auszuschließen, wählen viele Anleger eine geringere Verzinsung mit hundertprozentiger Sicherheit, wie zum Beispiel bei Sparbriefen. Aber der definierte Nominalzins dieser Wertanlage bringt derzeit so gut wie keinen Gewinn ein. Der Realzins liegt nur knapp über der Inflationsrate.

Was macht denNominalzins-Realzins- Unterschied aus?

Als Nominalzins wird der Zinssatz bezeichnet, mit dem ein Guthaben jährlich verzinst wird. Er sorgt zwar für die Wertentwicklung des Kapitals, sagt aber nichts über den tatsächlichen Gewinn aus.

Denn während der Laufzeit einer Anleihe steigt die Inflationsrate, das heißt die Kaufkraft des Kapitals wird um genau diesen Prozentsatz geschwächt. Den wahren Wert des Kapitalzuwachses drückt der Realzins aus. Der Realzins wird als Nominalzins minus der Inflationsrate berechnet.

Nominalzins-Realzins- Unterschiedbei langen Laufzeiten

Die Inflationsrate ist nicht konstant und schwankt ständig. Bei langen Laufzeiten kann der Nominalzins-Realzins- Unterschied zwischenzeitlich dem Anleger sogar ein Minus bescheren.

Deswegen sollte bei einer langfristigen Anlage immer ein Nominalzins gewählt werden, der über dem langjährigen Mittel der Inflationsrate liegt. Am Beispiel der Inflationsentwicklung können Sie auch sehen, dass der Nominalzins-Realzins- Unterschied bis zu 650% betragen kann.

Der Nominalzins-Realzins- Unterschied am Beispiel des Sparbriefes

Wer im Jahr 2011 einen Sparbrief mit einer Verzinsung unterhalb von 2% erworben hat, konnte in der gesamten Zeit bis zum Beginn des Jahres 2013 keinen Gewinn verzeichnen. Denn die Inflationsrate lag 2011 und 2012 bei 2,3% bzw. 2,0%. Auch Sparbriefe mit so genannten Top-Angeboten um die 3% werden durch den Nominalzins-Realzins- Unterschied als schlechte Geldanlagen enttarnt.

Wer nach 10 Jahren Sparen bei 3% Zinsen auf ein Anlagekapital von 10.000 € mit einem Gewinn von 3.000 € (bei jährlicher Zinsauszahlung) rechnet, erhält diesen zwar nominell. Kaufen kann er sich dafür aber nur Produkte im Wert von nur 1.000 €, wenn die Inflationsrate in der gesamten Zeit 2% betragen hat.

Fazit: attraktive Altersvorsorge sieht anders aus

Da der Fiskus noch einmal mit 25% Zinsabschlagsteuer zuschlägt, beträgt der reale Gewinn im genannten Beispiel ganze 750 €. Damit sind gerade einmal ein bis zwei Wochen im Lebensabend finanziert. Attraktive Altersvorsorge sieht also anders aus.

Da Sie das Geld dann zwingend zur Finanzierung Ihres Lebens einsetzen müssen, ist die Kaufkraft des Geldes der entscheidende Faktor. Beachten Sie bei der Altersvorsorge mit Finanzprodukten deshalb immer den Nominalzins-Realzins- Unterschied. Er könnte für Sie die Absicherung ihres Lebensstandards im Alter bedeuten.

24. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Daniela Kunath
Von: Daniela Kunath. Über den Autor

Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.