MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Nominalzinsberechnung per Formel

Bei festverzinslichen Geldanlagen ist es für den Anleger interessant zu wissen, welchen Effekt die Verzinsung auf seine Anlagesumme hat.

Egal, ob es sich dabei um einen Kredit oder um eine Geldanlage zwecks Vermögensaufbau handelt. Die Höhe des Nominalzinssatzes ist hierbei immer wichtig, auch wenn je nach Geldanlage ein hoher oder niedriger Zinssatz vorteilhafter ist.

Bei einem Kredit wird sich der Privatanleger einen möglichst niedrigen Nominalzins wünschen, da er somit die Summe der Zinszahlungen für ihn geringer ausfällt.

Umgekehrt wird er sich bei einer festverzinslichen Geldanlage zwecks Vermögensaufbaus einen möglichst hohen Nominalzins wünschen, da er somit mehr Rendite für sein angelegtes Kapital erhält.

Nominalzins – Inflationsrate – Realzins: ein „Dreigestirn“

Der Nominalzins allein gibt jedoch nicht wirklich Auskunft darüber, wie viel der Privatanleger als Rendite erhält.

Insbesondere bei langjährigen Geldanlagen spielt eine weitere Komponente eine wichtige Rolle für die tatsächliche Rendite – die Inflation.

Diese hat einen bedeutenden Einfluss darauf, wie profitabel oder unrentabel eine festverzinsliche Geldanlage ist.

Allgemein lässt sich sagen: Je höher die Inflationsrate ausfällt, desto weniger Rendite bleibt vom Nominalzins tatsächlich erhalten. Wobei diese tatsächliche Rendite als Realzins bezeichnet wird, da es sich um den real erhaltenen Zinssatz handelt.

Der Realzins ist der um die Inflationsrate bereinigte Nominalzins.

Mehr zum Thema: Was sind Realzinsen?

Nominalzinsberechnung: die Formel

Da die drei Komponenten Nominalzins, Inflationsrate und Realzins voneinander abhängig sind, lassen sie sich mit einer Formel berechnen, sofern zwei Komponenten bekannt sind.

Durch Umstellen der Grundformel erhält man die jeweilige Komponente. Dabei ist die Nominalzinsberechnung per Formel vergleichsweise einfach.

Mehr zum Thema: Wie Nominalzins und Inflation den Realzins bestimmen

Allgemein gilt:

i = Nominalzins

r = Realzins

π = Inflationsrate

Für die Nominalzinsberechnung wird diese Formel verwendet:

i = r + π

Daraus lassen sich folgende beiden Formeln ableiten: Für die Realzinsberechnung geeignete Formel:

r = i – π

Die Inflationsrate lässt sich mit folgender Formel berechnen:

π = i – r

Da es sich um recht einfache Formeln handelt, sind die Nominalzinsberechnung sowie die Berechnung des Realzinses und der Inflationsrate ziemlich simpel.

Problematisch bei der Nominalzinsberechnung per Formel mit Hilfe des Realzinses und der Inflationsrate ist allerdings, dass zu Beginn der Geldanlage diese beiden Faktoren noch nicht definitiv sind, sondern nur erwartbare Werte herangezogen werden können.

Erst nach Ablauf einer Geldanlage lassen sich alle 3 Faktoren tatsächlich feststellen.

Daher wird bei der Nominalzinsberechnung per Formel zwischen der ex-ante (vor Beginn der Geldanlage) und der ex-post (nach Ablauf der Geldanlage) Variante unterschieden.

Bei der ex-ante Variante handelt es sich auf Grund der nur geschätzten Werte um eine Näherungsberechnung.

28. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.