von Janne Joerg Kipp

Nordeuropa: Sicher investieren, Eurozone umgehen

Skandinavien schützt.

Werden Sie zum Gewinner: Investitionen in Nordeuropa sind in Zeiten der Krise sehr empfehlenswert.

Wer in Nordeuropa investiert, hat in diesen Tagen eine besondere Chance. Sie können sich aus der Umklammerung der Schuldenstaaten der Eurozone zumindest zum Teil befreien und die sehr guten Kennzahlen an den Aktienmärkten nutzen. Dabei ist das Risiko nicht höher als bei Investitionen in der reinen Eurozone.

Nordeuropa-Investitionen bedeutet: Sie kaufen Aktien aus Norwegen, Finnland, Dänemark oder Schweden. Am besten in Form eines Fonds, idealerweise - als Ausnahme - sogar als "Index", der börsengehandelt wird. So bilden Sie verschiedene Währungen und Anlageregionen schnell und wirksam ab.

Nordeuropa: So umgehen Sie das Währungsproblem

In Norwegen beispielsweise wird die Krone als Währung genutzt. Damit haben Sie einen Währungsanker im Depot, der sich in den vergangenen Monaten gegen den Euro als sehr stabil gezeigt hat.

Währungsspekulanten bis hin zu Zinsratgebern setzen oft auf die norwegische Krone, weil sie dieser zutrauen, die Finanzkrise um den Euro zu überstehen. Dieser wird dieser Tage wieder weichgekocht, weil die Griechenland-Hilfe zur Diskussion steht. Damit aber sinkt das Vertrauen in die Gemeinschaftswährung weiter.

Auf der anderen Seite beteiligt Sie eine Nordeuropa-Investition an den Aussichten, die gerade Norwegen auch wirtschaftlich attraktiv werden lassen: Norwegen verfügt über Gas- und Ölvorräte, die die höchsten Gewinne versprechen.

Investieren in Nordeuropa: Gas, Öl und solide Staatsfinanzen

So ist aus Norwegen der Ölkonzern Statoil bekannt, der ein geringes Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von - je nach Gewinnschätzungen und Zeitraum - unter 10 oder weit unter 10 hat. Damit ist Statoil nach anerkannten Aktienmaßstäben ziemlich günstig bewertet.

Zudem aber beteiligen Sie sich an Volkswirtschaften wie etwa Finnland. Finnland zählt zur Eurozone und damit zum Währungsrisiko. Dort, allerdings, sind die Staatsfinanzen durchaus geregelt und ausgesprochen solide.

Die Wirkung in den nächsten Jahren ist eindeutig: Fällt die Eurozone auseinander, sind Sie gleichzeitig auf der sicheren Seite und beteiligt an Unternehmen wie Nokia (etwas spekulativer), aber auch Unternehmen aus der Holz- und Papierindustrie.

Nordeuropa: Sachwerte, die künftig gebraucht werden

Holz und Papier sind aber klassische Sachwerte, die schon in einer inflationären Phase mit einer weiteren Euro-Abwertung gebraucht werden. Die Nachfrage wird stabil sein, wie auch immer die Krise verläuft. Damit können die beteiligten Unternehmen ihre Preise anpassen.

Dänemark und auch Schweden bieten ähnliche Überlegungen und Chancen. Nordeuropa ist ein klassisches Kriseninvestment für diese Tage, Monate und sogar Jahre. Eine Sonderchance, die Sie noch im Mai unbedingt nutzen sollten. 

Das wirksamste Mittel: kaufen Sie einen "ETF"-börsengehandelten Indexfonds auf einen Index der "MSCI" - Gruppe. Morgan-Stanley-Indizes, von denen einer auf den "Nordic" setzt.

 
 
Bildquelle: Gina Sanders - Fotolia

Autor:

Janne Joerg Kipp

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage. Aktuelle Hinweise und Empfehlungen zur Vorsorgeoptimierung erhalten Unternehmer und Entscheider im kostenlosen Newsletter Wirtschaft Vertraulich.