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Nur unter diesen Bedingungen darf die Miete erhöht werden

Wer in der glücklichen Lage ist und Eigentum besitzt, benötigt zusätzliches Wissen, wenn es um die Vermietung des Wohnraums geht. Allen voran ist der Mietpreis ausschlaggebend. Zwar gibt es immer wieder Mieter, die davon schwärmen, dass ihr Mietpreis seit Jahren nicht angehoben wurde – aus Vermietersicht ist das aber gleichbedeutend mit einem Verlust.

Doch ganz so einfach dürfen Eigentümer die Mietpreise gar nicht anheben – zumindest nicht, wenn weiterhin dieselben Mieter in der Wohnung leben. Dann wird ein triftiger Grund benötigt, warum die Miete teurer werden soll. Eine beliebte Variante ist die Mieterhöhung aufgrund des Mietspiegels.

Mieterhöhung aufgrund des Mietspiegels

Der Mietspiegel gibt die durchschnittlichen regionalen Preise an. Somit können für jeden Ort die derzeit üblichen Mietpreise bestimmt werden. Dabei wird der Mietspiegel alle zwei Jahre aktualisiert. Verantwortlich dafür sind die jeweiligen Gemeinden und teilweise auch Verbände.

In diesem Zusammenhang wird oft von einem qualifizierten Mietspiegel gesprochen. Dabei handelt es sich um Mietraum, der zum Wohnen verwendet wird und dessen Daten wissenschaftlich belegt wurden.


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Will der Vermieter eine Mieterhöhung aufgrund des Mietspiegels durchführen, muss er dies schriftlich seinen Mietern mitteilen. Zu diesem Schreiben gehört auch der Mietspiegel, so dass die Mieter die Möglichkeit haben, dessen Daten einzusehen.

Entscheidend ist hierbei, ob der Mietspiegel von der entsprechenden Gemeinde oder Stadt veröffentlicht wird. Dann reicht ein einfacher Hinweis auf das öffentliche Amtsblatt. Wird der Spiegel von Interessengemeinschaften herausgegeben, erfolgt dies in der Regel gegen eine Gebühr. Diese muss in diesem Fall der Vermieter zahlen, um dem Mieter eine Einsicht zu ermöglichen.

Unterschiedliche Kategorien je nach Wohnung

Der Mietspiegel umfasst diverse Kategorien und beschreibt die Unterschiede der Wohnungsausstattungen wie beispielsweise Parkettboden. Denn logischerweise sind nicht alle Wohnungen identisch. So kommt es zu ganz natürlichen Differenzen bei der Preisberechnung.

Trotzdem lohnt es sich auf jeden Fall für jeden Vermieter den Mietspiegel in seiner Region zu betrachten. Selbstverständlich ist das besonders von Vorteil, wenn die Mieter schon viele Jahre die Wohnung benutzen. Gibt es einen Mieterwechsel, so wird dies meistens genutzt, um die Miete anzuheben.

Begrenzung für Mieterhöhungen

Vermieter müssen darauf achten, die Miete regelmäßig zu erhöhen, sonst schneiden sie sich ins eigene Fleisch. Denn es gibt gewisse Auflagen die eine Erhöhung des Mietpreises deutlich einschränken.

So muss die letzte Mietpreiserhöhung mindestens 15 Monate zurückliegen. Eine jährliche Erhöhung ist also untersagt. Aber auch wenn die Vermieter kulant waren und die Miete jahrelang nicht angehoben haben und sie danach an den aktuellen Mietspiegel anpassen wollen, steht diesem Vorgehen eine Regelung im Weg.

So darf die Miete auf einen Schlag nicht mehr als 20 % erhöht werden. Selbst wenn der Mietspiegel deutliche höhere Preise listet. Die Anhebung müsste dann in mehreren Schritten erfolgen, die jeweils 15 Monate auseinanderliegen. Insofern ist eine regelmäßige und moderate Anpassung des Mietpreises auf jeden Fall zu empfehlen, um später nicht von der 20 %-Grenze ausgebremst zu werden.

2. November 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.