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Nutzen Sie in schweren Zeiten das Kurs Buchwert Verhältnis

Bei einem ständigen Auf und Ab, wie es derzeit in der Finanzwelt der Fall ist, wird es immer schwerer klare Trends zu erkennen, Prognosen zu geben und Empfehlungen auszusprechen. Das Kurs Buchwert Verhältnis könnte helfen und Ihre Renditechancen aufzeigen.

Kurs-Gewinn-Verhältnis: Schwankende Konjunktur verzerrt Wert

An sich ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ein brauchbarer Indikator oder Signalgeber. Dies zeigt sich über lange Zeiträume.

Ausgerechnet in schwankenden Zeiten aber, so warnt Christoph Schnabel als Chefanalyst des „Falkenbriefs“, versagt der Signalgeber oft.

Denn: Die Kurse bestimmen sich nicht nur über den Unternehmenswert, sondern auch über den Konjunktureinfluss.

Das heißt: Schwankt die konjunkturelle Entwicklung stark, ist der Kurs „falsch“, das „K“ im KGV kaum lesbar. Selbst das „G“ für Gewinne ist unsicher, wenn es für die Zukunft geschätzt wird.

Empfehlung: Das Kurs Buchwert Verhältnis(KBV)

Noch schlimmer: vergangene Gewinnphasen lassen sich bei Konjunkturschwankungen kaum auf das laufende Geschäftsjahr übertragen. „K“ und „G“ stehen auf unsicheren Füßen.


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Zuverlässiger ist da schon das „B“ als Buchwert (Unterschied zwischen bilanziellem Vermögen und Verbindlichkeiten im weiteren Sinn) im Kurs Buchwert Verhältnis (KGV). Christoph Schnabel empfiehlt als Zielgröße ein KBV von 1.

Das Kurs-Buchwert-Verhältnis wieder im Blickpunkt

Der nun eingetretene Stimmungswandel könnte für die nächsten Monate am Kapitalmarkt die treibende Kraft sein. Im frühzeitigen Erkennen von Unter- oder Überbewertungen stehen die Investoren jedoch vor erheblichen Herausforderungen.

Denn die altbekannten Kennzahlen, die in Expansionsphasen ihre Gültigkeit behalten, verlieren in Perioden, die von sinkenden Konjunkturprognosen geprägt sind, deutlich an Aussagekraft.

Nehmen wir als Beispiel die Prominenteste davon: das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Diese Kennzahl hängt dabei in erster Linie von den Gewinnerwartungen der Unternehmen – und dadurch auch der Analysten – ab.

Es liegt in der Natur der Sache, dass diese Prognosen, besonders in schwierigen Zeiten wie diesen, deutlich reduziert werden und dadurch aktuelle Kursniveaus eine erhebliche Überbewertung indizieren können.

Lieber das Kurs-Buchwert-Verhältnis nutzen

Als besonders geeignete Kennzahl zeigt sich indes in wirtschaftlichen Schwächephasen das Kurs-Buchwert-Verhältnis. Zum einen gibt der Buchwert direkt Aufschluss darüber, welche Substanz in Form von Vermögenswerten, gemäß Bilanzansatz, sich hinter dem kumulierten Aktionärskapital verbirgt.

Zum anderen lässt die Betrachtung des Kurs-Buchwert-Verhältnisses auf langfristige Sicht auch Rückschlüsse auf die Rentabilität eines Unternehmens zu.

So wird in wissenschaftlichen Kreisen eingehend darüber diskutiert, dass ein Unternehmen, das ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1 aufweist, also sich der Wert des Eigenkapitals der Aktionäre und der aktuelle Wert der Marktkapitalisierung äquivalent verhalten, mittel- bis langfristig nur die entsprechenden Kapitalkosten erzielen wird.

Sieht das Geschäftskonzept eines Unternehmens nachhaltig einen höheren Ertrag vor, als es die zugrunde gelegten risikoadäquaten Kapitalkosten erwarten, ist das KBV entsprechend über 1 angesiedelt.

Das Kurs-Buchwert-Verhältnis als Indikater für Unterbewertungen

Da es erklärtes Ziel jeder börsennotierten Gesellschaft sein sollte, im Sinne des Shareholder-Value-Ansatzes eine nachhaltige Überrendite für die eigenen Aktionäre zu erwirtschaften, dürfte dies auch eher der Erwartungszustand sein.

Interessant wird es bei der Buchwertbetrachtung somit vor allem dann, wenn sich am Markt ein Kurs-Buchwert-Verhältnis unter 1 einstellt. In diesem Fall dient das Kurs-Buchwert-Verhältnis vor allem als ein verlässlicher Indikator für eine potenziell vorhandene Unterbewertung.

GeVestor empfiehlt auf Basis dieser Kennzahl etwa eine Aktie wie die von „United Labels“, WKN: 548 956 unter die Lupe zu nehmen. KGV: 12,2, das bedeutendere KBV: 0,3.

Formel  

Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) berechnen: Methode A

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Das sogenannte Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) bemisst, wie der Name schon verrät, das Verhältnis von Kurs und Buchwert der jeweiligen Aktie. Aus Anlegersicht sind vor allem Unternehmen mit einem KBV von unter 1 interessant. In dem Fall ist nämlich die Substanz des betreffenden Unternehmens höher als der Preis, der an der Börse dafür gezahlt wird.
$$\bo\text"KBV"=\text"Marktkapitalisierung"/\text"Eigenkapital"$$
Ergebnis berechnen

2. Oktober 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.