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In Sachen Ökonomie: Wachstum, Handel und Opportunitätskosten

Wenn man über Wachstum, Handel und Opportunitätskosten in der Ökonomie spricht, trifft man schnell auf die Abkürzung PPF. Die Langform „Production-Possibility-Frontier“ oder eher Transformationskurve ist zwar richtig, jedoch bedarf dieses Konzept ein wenig mehr Erklärung als das.

In der Makroökonomie betitelt die Transformationskurve den Punkt, an dem die Wirtschaft ein Idealmaß an Leistungseffizienz erreicht hat und somit die verfügbaren Ressourcen optimal genutzt werden.

Ein theoretisches Beispiel: Transformationskurven

Ein theoretisches Beispiel: Eine Wirtschaft kann nur zwei Produkte erzeugen, Wein und Bier. Ein Anstieg der Weinproduktion würde nach der Anwendung einer Transformationskurve nur mit einer Verringerung der Bierproduktion einhergehen. Das ist auch umgekehrt der Fall.

Verschiebt sich die Kurve nach außen, ist das oft mit einem Wachstum verbunden, verschiebt sie sich nach innen, sinkt die Ressourcennutzung und Produktionsfähigkeit. In der Praxis ist dieser kleine Exkurs oft nur schwer nachvollziehbar.

Wichtig ist: Ein Idealmaß kann in der Praxis nicht erreicht werden, da die Knappheit der Ressourcen den Markt zwingen Entscheidungen zu fällen. In der Realität kann man also ein Ideal anstreben, es jedoch nicht erreichen.

Opportunitätskosten – was ist das?

Opportunitätskosten verfolgen im Grunde das Was-wäre-wenn-Prinzip.  Ein Beispiel: Ein Universitätsstudium bietet viele Vorteile ist jedoch auch mit Opportunitätskosten verbunden, sofern man das Geld einbezieht,  welches man im Beruf in der Studienzeit verdient hätte.

In diesem Fall und in anderen Fällen steht also eine Entscheidung zwischen zwei möglichen Optionen im Zentrum. Die Vorteile des nicht eingeschlagenen Weges (egal ob in Form von Geld oder anderen Leistungen) sind die Opportunitätskosten.

Der Blick auf die Transformationskurve ist ebenfalls ein wichtiger Sachverhalt, da ein Staaten genauso wie Menschen vor Entscheidungen stehen, wie die Ressourcen am besten auf die Opportunitätskosten abgestimmt werden.

Und jetzt wird gehandelt…

Gehen wir davon aus, dass es in der Theorie eine Welt gibt, auf der nur zwei Länder existieren die nur zwei Produkte herstellen können. Diese zwei Produkte sind Äpfel und Fahrräder. Wenn Land A nun versuchen würde, beide Produkte zu produzieren, wären die Opportunitätskosten sehr hoch; die Ressourcen müssten aufgeteilt werden. Dies gilt auch für Land B.

Jedes Land kann eines der Produkte – Äpfel oder Fahrräder – besser produzieren als das andere, da die Gegebenheiten vor Ort unterschiedlich gut sind.   Nehmen wir an, Land A kann durch besonders fruchtbaren Boden besser Äpfel anbauen, so besitzt Land A einen Vorteil gegenüber Land B. Umgekehrt gilt: Wenn Land B effektiver Fahrräder herstellen kann, hat Land B einen Vorteil gegenüber Land A.

Wenn sich nun beide Länder auf die Produktion dieses einen Produkts konzentrieren würden, könnten in der Folge Handelsbeziehungen aufgebaut werden. So könnten beide Länder beide Produkte unter niedrigen Opportunitätskosten genießen. Dieses Prinzip ist die Basis für den erfolgreichen Handel in der Welt.

6. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.