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Ölboom in den USA: Schnell wieder vorbei?

Derzeit ist viel vom Ölboom in den USA zu hören. Und tatsächlich steigt die Ölproduktion dort kräftig an. Das liegt vornehmlich an den vielen neuen Ölquellen, die mittels Fracking ausgebeutet werden.

Aber nun revidieren auch Fracking-Befürworter ihre extrem optimistischen Prognosen. Dazu gehört beispielsweise der Fracking-Experte Leonardo Maugeri. Durch neue Statistiken ist klar geworden, dass innerhalb der ersten 12 Produktionsmonate die neuen Quellen die Hälfte der Anfangsfördermenge schon wieder einbüßen.

Damit der Boom anhält: Vielzahl neuer Bohrungen notwendig

Wenn in den USA die Produktionsmenge beim Öl stetig steigen soll, muss es eine riesige Anzahl an neuen Bohrungen geben. Das wird schon bald an technische Grenzen stoßen:

So wurden 2012 nach Angaben des Experten schon mehr als 45.000 neue Bohrungen durchgeführt. Aber um das Wachstum weiter aufrechtzuerhalten, müssten bald schon bis zu 100.000 neue Bohrungen gestartet werden. Das ist eine massive Herausforderung.


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Und hinzu kommt noch ein weiterer Effekt: Zu Beginn des Booms werden die ertragreichen Quellen zuerst ausgebeutet. Je länger der Boom dauert, desto geringer wird auch die Ausbeutung bei den einzelnen Quellen sein. Doch auf der anderen Seite bleiben die Produktionskosten weiterhin hoch. Das drückt auf die Margen der Produzenten.

Fracking treibt Eigenversorgung der USA mit Öl deutlich an – Unabhängigkeit aber unwahrscheinlich

Bei diesen Voraussetzungen wird doch immer unwahrscheinlicher, dass die USA in der Zukunft tatsächlich die Unabhängigkeit von Ölimporten wird erreichen können. Selbst ein Fracking Befürworter wie Maugeri hält nur noch eine Quote von 75% Eigenversorgung für möglich. Doch selbst bei dieser optimalen Entwicklung blieb noch immer ein Viertel des benötigten Öls für Importe übrig.

Zusätzlich wird der Weltmarktpreis für Öl nicht in den USA gesetzt: Da sorgt die immer weiter instabile Lage im Nahen Osten für die massiven Ausschläge. Und wenn es dort zu Lieferengpässen kommt, wird auch der Preis in den USA deutlich steigen.

Also trotz der kurzfristig positiven Aussichten für das Fracking in den USA wird diese neue Produktionsform außerhalb der USA nur geringe Chancen auf eine breite Marktdurchdringung haben. Im Rest der Welt liegt der Anteil der Fracking-Bohrungen bei weniger als 10%. Das verdeutlicht die krasse Dominanz der USA.

Ölboom in den USA: Ist der Höhepunkt erreicht?

Doch der aktuelle Boom in den USA zeigt ganz klar: Die Zeiten des billigen Öls sind erst einmal vorbei. Um das Fracking wirklich rentabel zu halten, sind schon Ölpreise von mehr als 90 Dollar nötig.

Und sicherlich haben die USA ihr Produktionsvolumen in den vergangenen Jahren massiv gesteigert, aber um die mögliche Unabhängigkeit von Ölimporten bis zum Jahr 2017 auch nur annähernd zu erreichen, müsste die Zahl der Bohrungen exponentiell wachsen.

Und danach sieht es aktuell nun wirklich nicht aus. Laut aktuellen Angaben aus den USA stagniert die Vergabe neuer Bohrlizenzen auf dem Niveau des Vorjahres. Das ist ein weiteres Signal dafür, dass der Peak beim Ölboom in den USA schon erreicht sein könnte.

16. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.