Derzeit sind viele Übernahmen in der Rohstoff-Branche im Gange.
Und bei der angespannten Marktlage beim Gold oder Silber ist auch in den kommenden Monaten mit vielen weiteren Übernahmen zu rechnen.
Das gilt sicherlich auch für den Energiesektor und hier ganz bestimmt für die Ölbranche. Viele Große Konzerne verzeichnen derzeit Produktionsrückgänge. Hier müssen schon sehr bald sehr viele neue Vorkommen hinzukommen.
Das Geld dazu haben auch die großen Ölkonzerne. So hat es Royal Dutch Shell geschafft, im Verhältnis zum vergangenen Jahr den Gewinn nahezu zu verdoppeln. Ähnlich stark sind auch die Zahlen von Exxon Mobil oder BP ausgefallen.
Das Problem der Ölkonzerne: Die Produktion sinkt
Doch all diese Großkonzerne haben ein Problem: Die Produktion sinkt. Ein besonders deutliches Beispiel ist dafür Exxon Mobil, der weltgrößte Ölkonzern. Bei Exxon sinkt die Produktionsmenge jährlich zwischen 5 und 7%.
Also muss Exxon in jedem Jahr Produktionsvolumen von 200.000 bis 300.000 Barrel am Tag an den Start bringen. Und das sorgt dann nur dafür, dass das bisherige Niveau gehalten wird.
Und in diesem Jahr ist Exxon Mobil an dieser Aufgabe gescheitert. Aktuell liegt die Produktionsmenge rund 8% unterhalb des Vorjahres. Allerdings ist auch ein Teil des Rückgangs bei Exxon Mobil hausgemacht. Doch auch ohne die technisch bedingten Ausfälle ist die Produktion um 1% zurückgegangen.
Mit einem Tagesdurchschnitt von 2,33 Mio. Barrel am Tag hat Exxon Mobil in den ersten neun Monaten des Jahres auf dem niedrigsten Niveau seit 2005 gelegen. Doch die Ertragskraft des Konzerns ist im Vergleich zum Vorjahr enorm gestiegen. Das führt dazu, dass der Rückgang der Produktion in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird.
So stieg der Exxon Gewinn im 3. Quartal um 41% auf 10,3 Mrd. Dollar. Das lag vor allem am extrem hohen Durchschnittspreis: Mit gut 95 Dollar pro Barrel lag dieser Preis rund 35% über dem Vorjahresniveau. Bei Shell ist dieser Effekt mit der Verdoppelung des Gewinns sogar noch kräftiger ins Gewicht gefallen.
Doch dieses Gewinnwachstum ist nicht nachhaltig, denn es basiert auf einem leichten Produktionsrückgang. Also müssen die großen Ölkonzerne die aktuell sprudelnden Gewinne für Übernahmen zu nutzen.
Auf Sicht der nächsten Jahre gibt es Prognosen, die ein jährliches Nachfragewachstum beim Öl von 1,5% pro Jahr erwarten und das auf Sicht von fünf Jahren. Bei diesen Voraussetzungen ist in der nahen Zukunft mit massiven Übernahmen im Ölbereich zu rechnen. Dabei stehen kleinere Produzenten ganz klar im Fokus.
Die bringen sofort Entspannung für die großen Konzerne. Hier müssen nicht noch erst einige Milliarden Dollar und vielleicht auch einige Jahre Zeit in die Entwicklung der Vorkommen gesteckt werden.
Ein Beispiel dafür war die 15 Mrd. Dollar Übernahme von Petrohawk Resources durch den Rohstoff-Giganten BHP Billiton. Mehr zu dem Deal erfahren Sie am Freitag an dieser Stelle.



