Ölpreis explodiert - drastische Konsequenzen für das erste Quartal

Öl: der eigentliche Schmierstoff für die Aktienkurse

Öl: der eigentliche Schmierstoff für die Aktienkurse

In diesen Tagen reden viele Analysten und Kommentatoren von der Jahres-Anfangs-Rallye im Dax.

Auch der Dow Jones steigt, der Goldpreis notiert wieder bei etwa 1.600 US-Dollar pro Unze.

Die Zinsen werden demnächst anziehen - nur ein Preis blieb fast unbemerkt. Es ist der Wichtigste für Ihre Langfrist-Vorsorge, für Ihre privaten Dispositionen sowie für kurzfristige Spekulationen.

Ölpreis um fast 5% gestiegen

Zuletzt stieg der Preis für das schwarze Gold fast  um 5%. Das bedeutet für Sie: der Preis an den Tankstellen oder für Heizöl wird effektiv noch höher sein, da verschiedene Steuern den Verkaufspreis noch in die Höhe schießen lassen.

Alleine die Mehrwertsteuer sowie die „Ökosteuer“ in Deutschland werden die Kosten noch massiver steigen lassen.

Für Sie privat kann dies unangenehm sein, für ein eigenes Unternehmen ebenso, weil die meisten Einkaufskosten von der Entwicklung des Ölpreises abhängen. Dem können Sie über die Geldanlage aktuell gegensteuern.

Sichern Sie sich genau die Konzerne, die von dieser neuen Entwicklung profitieren werden. Denn: der Ölpreis ist nach den vorliegenden wirtschaftlichen Kriterien - der steigenden Nachfrage vor allem aus China -, nach politischen Rahmenbedingungen wie derzeit im Nahen Osten sowie charttechnisch im Steilflug.

Dümpelei beendet

Nach Wochen des Dümpelns ist der nächste Ausbruch ein Signal für neue Rekordpreise. An den Tankstellen klagte die Presse jetzt bereits über neue Rekordverkaufspreise. Diesel ist so teuer wie noch nie zuvor. Tendenz: steigend.

Die aktuell neuen Werte werden sich erst in einigen Tagen an den Tankstellen oder beim örtlichen Ölhändler wieder finden. Das Ende der Fahnenstange aber ist damit noch nicht erreicht: Jetzt erst hat der Preis den charttechnisch bedeutenden Gleiten Durchschnitt „200“ hinter sich gelassen und damit den Aufwärtstrend signalisiert.

Wenn Sie Nachrichten in den Magazinen oder in den Fernsehmedien verfolgen, wird dieser Aufwärtstrend in den nächsten Tagen ein neues Thema sein.

Die Folge: Spekulanten werden auf den Plan gerufen, die den Preis erst recht in die Höhe treiben. „Lager“haltungen oder ähnliche scheinbar sichere fundamentale Gründe werden keine Rolle spielen.

  • Der Iran kommt nicht zur Ruhe: allein dies wird die Spekulationen anheizen.
  • Bis zum Jahres-Hoch von 126 US-Dollar je Fass ist es nicht mehr weit. Auch dies wird die nächsten Spekulanten an den Markt holen.
  • Das Allzeit-Hoch von gut 140 US-Dollar je Fass wird der nächste Angriffspunkt für Hedge-Fonds sein. Diese suchen derzeit wieder Anlage-Chancen, weil der Goldpreis zu stark gesunken ist.
  • Melden die Chinesen bald wieder stabile Konjunkturdaten und sinkt gleichzeitig der US-Dollarwert, wird der Ölpreis stärker steigen als in den vergangenen Tagen.

Für Ihre Vorsorge bedeutet all das: Wer langfristig Geld verdienen möchte, wird mit Energie-Werten beste Chancen haben. Dazu rechnen wir vor allem Ölverarbeitende Aktiengesellschaft. Eine Möglichkeit bietet die niederländisch-britische „Royal Dutch Shell“. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt für 2012 etwa bei stabilen 8.

Meiden Sie Hebelzertifikate und Optionsscheine auf den Ölpreis, denn: die Marktteilnehmer haben schon in der Vergangenheit für kräftige Schwankungen gesorgt. Da der Ölpreis langfristig mit höchster Sicherheit steigen wird, brauchen Sie das Risiko, ausgestoppt zu werden, nicht eingehen.

Wer „hebeln“ möchte, kann riskantere Öl-Unternehmen kaufen. Dazu zählt derzeit die österreichische OMV.

 
 
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