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Ölpreisentwicklung 2013 – viele Faktoren und wenig Bewegung

Ohne Öl geht nicht viel, denn die globale Wirtschaft ist ebenso darauf angewiesen wie der Privatmensch, der sein Auto fahren und sein Zuhause heizen möchte. Deshalb ist die Ölpreisentwicklung stets von großem Interesse und in vielen Fällen scheint es kaum nachvollziehbar zu sein, warum der Preis mal wieder durch die Decke geht oder ausnahmsweise doch mal sinkt.

Dabei sollte man als Privatanleger nicht nur im Blick behalten, wann ein guter Zeitpunkt zum Tanken oder für das Auffüllen des Öltanks ist. Viele Industriezweige haben einen hohen Ölbedarf und haben kaum eine Wahl, ob sie heute oder erst nächsten Monat Öl einkaufen – die Marktpreise müssen einfach bezahlt werden. Dies kann Gewinne schmälern und Aktienkurse beeinflussen. Die Ölpreisentwicklung ist deshalb für Anleger ein wichtiges Indiz.

2013 war für die Ölpreisentwicklung einerseits ein spannendes Jahr, da viele Volkswirtschaften in schwierigen Zeiten steckten, es weitreichende neue politische Unruhen gab und der Iran-Konflikt weiterhin aktuell war. Andererseits hoben sich viele dieser Faktoren, die einen Einfluss auf die Ölpreisentwicklung haben können, gegenseitig auf. So waren die Preissprünge überschaubar.

Die Ölpreisentwicklung 2013 im Überblick

Die Sorte Brent Crude, welche als Referenz-Ölsorte für Europa angesehen werden kann, startete mit einem Preis von rund 111 US-$ je Barrel (1 Barrel = etwa 159 Liter) ins Jahr 2013. Beendet wurde das Jahr 2013 ebenfalls bei einem Preis von etwa 111 US-$ pro Barrel. Insgesamt waren über das Jahr hinweg also weder Preissteigerung noch Preisverfall festzustellen.

Im Verlaufe des Jahres 2013 gab es bei der Ölpreisentwicklung dennoch einige Abweichungen von dem genannten Wert. Der Höchststand von 119 US-$ wurde im Februar aufgestellt und der Tiefststand von 97 US-$ im April 2013 erreicht. Damit pendelte sich der Ölpreis auf hohem Niveau ein und hatte vergleichsweise geringe Ausreißer nach oben und unten.


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oelpreis_2013

Quelle: Börse Frankfurt Charttool

Weshalb die Ölpreisentwicklung 2013 so verhalten war

Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Das ist auch grundsätzlich bei dem Ölpreis richtig. Jedoch finden sich hier auch Aspekte, die ein wenig komplexer sind. Politische Unruhen in den wichtigsten Förderländern können beispielsweise die Angst nähren, dass es dadurch zu einem Engpass beim Ölexport kommt bzw. es zu einem Handels-Boykott kommt. Damit steigt dann der Ölpreis.

Andererseits kann eine befürchtete weltwirtschaftliche Flaute bewirken, dass mit einer geringeren Nachfrage gerechnet wird, was den Ölpreis drücken kann. Nicht zu vergessen ist aber auch, dass die exportierenden Länder die Fördermengen gern dem Marktgeschehen anpassen und damit dafür sorgen können, dass der Preis stabil bleibt – aus Sicht dieser Länder natürlich gern auf hohem Niveau.

Gleichgewicht der Faktoren bewirkt stabilen Ölpreis

In 2013 gab es offenbar ein Gleichgewicht, was die unterschiedlichsten Faktoren bei der Ölpreisentwicklung anging. Im Streit um das iranische Atomprogramm hatte sich eine gewisse Ruhe eingestellt. Andererseits gab es aber andauernde Konflikte in Libyen und Syrien, was den Ölpreis oben hielt. Da aber vor allem Syrien ein kleiner Öl-Exporteur ist, waren die Befürchtungen vor allem ein Flächenbrand in der Region.

Hinzu kam in 2013, dass die weltweite Nachfrage nach Erdöl vom Angebot deutlich übertroffen wurde. Asien und Lateinamerika fragten hierbei am meisten Öl nach, während die OECD-Länder – also überwiegend Nordamerika, Europa, Australien und Japan – eine geringere Nachfrage aufwiesen. Alles in allem kam es also zu einem Gleichgewicht der Faktoren mit dem Ergebnis, dass der Ölpreis Anfang 2013 fast derselbe wie Ende 2013 war.

Was bedeutet das für Anleger?

Ein stabiler Ölpreis bedeutet für Privatanleger zunächst, dass es keine unvorhergesehenen Preiseinbrüche oder Preisexplosionen gab. Die ölverbrauchenden Industrien mussten deshalb keine unerwarteten Ausgaben in diesem Bereich tätigen, was einen negativen Einfluss auf die Kalkulationen und somit auch den Aktienkurs hätte haben können.

Privatanleger sollten immer beachten, wie sich der Ölpreis entwickelt und wie abhängig einzelne Branchen von diesem Rohstoff sind. Bei langfristigen Preissteigerungen können einzelne Unternehmen oder auch ganze Branchen unter Druck geraten, wenn sie die Mehrkosten nicht an den Kunden weitergeben können.

Offene Augen und Ohren sind deshalb Pflicht, will man als Anleger schnell erkennen, was die Stunde geschlagen hat. Wie die Analyse der Ölpreisentwicklung 2013 aber gezeigt hat, muss beispielsweise eine politische Krise allein noch keinen großen Einfluss auf den Preis haben. Auch in 2014 sind bisher trotz aller Warnungen noch keine dramatischen Ölpreissprünge zu verzeichnen – das kann sich jedoch jederzeit ändern.

10. Mai 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.