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Offene Immobilienfonds: bessere, aber keine optimale Anlageform

Offene Immobilienfonds sind börsengehandelte Fondsanteile, bei denen Sie als Investor keiner Laufzeit unterworfen sind.

Sie haben gegenüber geschlossenen Fonds einige Vorteile, die sie zum besseren Investment für eine Übergangsphase machen.

So sind die Investments nicht an ein bestimmtes Objekt gebunden.

Damit sind Sie aus der unternehmerischen Haftung für den Betrieb eines Immobilienobjekts entlassen.

Als Anteilseigner haben Sie eine einfache Rechtsposition gegenüber dem Fonds: Der Anteil des Fondsvermögens, den Ihr Investment vorgibt, gehört Ihnen.

Sie können theoretisch eine Auszahlung verlangen und das Fondsmanagement damit zwingen, entweder vorhandene liquide Mittel zu Ihren Gunsten zu verwenden oder Immobilien zu verkaufen.

Börsenhandel findet statt

Zudem ist der Börsenhandel bei offenen Immobilienfonds deutlich einfacher und reger als bei geschlossenen Fonds. Das Volumen an den Börsen in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt oder Stuttgart ist höher.

Trotzdem: Rückgabe der Anteile oft nicht möglich …

Als Überbrückungsinvestition haben offene Immobilienfonds aber einige Nachteile: Die Fondsgesellschaften sind nämlich ermächtigt, die Rücknahme von Fondsanteilen auszusetzen, wenn die liquiden Mittel einer zu hohen Nachfrage gegenüberstehen.

Denn dann steht die kaufmännisch sinnvolle Verwertung des Fondsvermögens durch erzwungene Verkäufe von Immobilien infrage.


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… nur mit Verlust an Börse zu verkaufen

Aktuell sind mehr als 20 Mrd. € Fondsvermögen bei einem Gesamtvermögen in Höhe von 80 Mrd. € eingefroren, also rund ein Viertel. Sie können nicht an die Fondsgesellschaft zurückverkauft werden.

Diese Anteile sind nur an der Börse handelbar. Die Abschläge gegenüber dem Wert der Immobilien betragen derzeit etwa 10 bis 15%. So hoch sind also die Verluste, wenn Sie Ihre Fondsanteile an der Börse verkaufen.

Bewertung: seit Finanzkrise hohes Risiko

Im Hinblick auf unsere Kriterien zeichnet sich folgendes Bild ab:

Eingeschränkte Liquidierbarkeit

Angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen sind offene Immobilienfonds derzeit nur eingeschränkt liquidierbar. Unter dem Gesichtspunkt der Überbrückungsinvestitionen ist die Liquidierbarkeit sogar schlecht.

Aktuell recht hohes Risiko

Langfristig ist das Risiko bei offenen Immobilienfonds geringer, als es aktuell den Anschein hat. Über etwa 50 Jahre haben offene Immobilienfonds regelmäßig positive Erträge erwirtschaftet.

Erst im Zuge der Finanzkrise ab 2007 setzte ein Run auf die Fondsgesellschaften ein, der durch den erzwungenen Verkauf von Anteilen zur Schließung bei der Rücknahme führte.

Diese Krise allerdings ist nicht überwunden. Bis zum Jahr 2013 halten wir das Risiko im Vergleich zu Tagesgeldkonten oder Festgeldkonten für hoch.

Langjähriger Renditedurchschnitt: rund 4%

Die langjährige Durchschnittsrendite offener Immobilienfonds liegt bei 4%. Diese ist teils aufgrund der Besonderheiten von Auslandsinvestitionen bereits netto.

Damit erwirtschaften offene Immobilienfonds im historischen Vergleich höhere Renditen als Geldkonten. Aktuell sind die Börsenabschläge der eingefrorenen Fonds aber zu hoch, sodass Verluste drohen.

Falls Sie investieren wollen, beschränken Sie sich auf die am wenigsten gefährdeten Fonds.

Einfach über Börse handelbar

Transparenz und Übertragbarkeit: Fondsanteile können Sie über den Börsenhandel ohne weitergehende Formalitäten übertragen.

Voraussetzung ist ein hinreichend liquider Handel. Sie können die Fondsanteile einfach mit einem Orderformular Ihrer Bank verkaufen.

Kontrollmöglichkeit auf Internetportalen

Tipp: Die Transparenz ist wesentlich höher als bei den bislang bewerteten Überbrückungsinvestitionen: Über Portale wie www.finanzen.net können Sie sowohl die Investments des Fonds als auch den Fondsprospekt einsehen.

Geben Sie dafür einfach die Wertpapierkennnummer (WKN) im dafür vorgesehenen Feld ein. Über Verweise wie „Börse“ können Sie auch die Aktivitäten des Handels kontrollieren – achten Sie dabei nicht nur auf den Wert der gehandelten Anteile (das „Volumen“), sondern auch auf die Anzahl der vollzogenen Geschäfte.

Diese gibt Ihnen Auskunft darüber, wie wahrscheinlich es ist, im gewünschten Fall tatsächlich verkaufen zu können.

Offene Immobilienfonds nur bedingt empfehlenswert

Fazit: Offene Immobilienfonds sind nur sehr bedingt als Überbrückungsinvestition zu empfehlen.

Entscheidend ist der zeitliche Horizont, den Sie vorsehen. Bei Investments mit einer Haltedauer von weniger als 1 Jahr gilt: Hände weg!

30. Januar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.