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Offene Immobilienfonds sind gefragt wie nie – doch Vorsicht ist geboten

Die Niedrigzinspolitik der Notenbanken treibt seltsame Blüten. Anleger suchen verzweifelt nach alternativen Anlagemöglichkeiten, nachdem Kapitalanlagen auf Zinskonten (Tagesgeld, Festgeld usw.) kaum mehr Renditen einbringen.

Damit erklärt sich auch der aktuelle Run auf offene Immobilienfonds. Während vor wenigen Jahren viele offene Immobilienfonds geschlossen wurden, da Anleger zu viel Geld abzogen, passiert derzeit genau das Gegenteil.

Anleger überschütten die Fondsgesellschaften mit Geld. Der Grund: mit Renditen von mehr als 2 % sind offene Immobilienfonds rentabler als Bundesanleihen, deren Renditen gegen null tendieren.

Offene Immobilienfonds – wegen zu hoher Nachfrage geschlossen

Aufgrund der hohen Nachfrage sahen sich inzwischen führende Fondsanbieter wie die Union Investment aber auch die DWS dazu gezwungen, einige offene Immobilienfonds vorzeitig zu schließen.


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Laut Angaben des Branchenverbands BVI (Bundesverband Investment und Asset Management) flossen allein in den ersten beiden Monaten des Jahres 2016 rund 2,2 Mrd. € in diese Anlageklasse. Insgesamt waren per Ende Februar 2016 rund 142 Mrd. € in offenen Immobilienfonds angelegt. Allerdings nehmen einige Fondsgesellschaften wegen der hohen Nachfrage aktuell keine Anlegergelder mehr an.

Schließung von offenen Immobilienfonds – die Gründe

Die abweisende Haltung der Fondsgesellschaften hat mehrere Gründe, die vor allem mit fehlenden Anlagemöglichkeiten der Fondsgelder zusammenhängen.

  1. zu wenig Spitzenimmobilien: Für Spitzenimmobilien in Deutschland werden schon mal Spitzenpreise gezahlt – in Spitzenlagen bis zu 75.000 € pro Quadratmeter. Doch Spitzenimmobilien, die sich für Investoren noch wirklich lohnen, sind rar. Vielmehr sind die Immobilienpreise in Ballungszentren zuletzt sehr stark gestiegen, lohnenswerte Objekte sind auch hier schwer zu finden. Zuletzt flossen Gelder vornehmlich auch in Einkaufszentren. Doch auch hier wird es zunehmend schwierig, gute Lagen und rentable Objekte zu realisieren, die später noch hohe Renditen abwerfen.
  1. Strafzinsen bei der Notenbank: Legen die Fondsgesellschaften das eingesammelte Geld auf Festgeldkonten an, erhalten die Gesellschaften praktisch kaum Zinsen. Wird das viele Geld dagegen bei Notenbanken geparkt, müssen die Fondsgesellschaften sogar Strafzinsen (0,4 %) bezahlen, was natürlich die Rendite der Fonds schmälert.

Fazit: Offene Immobilienfonds bleiben ein zweischneidiges Schwert

Der Gesetzgeber hat auf die Krise bei offenen Immobilienfonds in den letzten Jahren reagiert und neue Regeln beschlossen. Unter anderem müssen Anleger, die einen Immobilienfonds kaufen, die Anteile mindestens 24 Monate halten und zwölf Monate vor dem geplanten Verkauf kündigen. Damit soll verhindert werden, dass es binnen kurzer Zeit zu massiven Mittelabflüssen kommt und so die Fondsgesellschaft unter Druck gerät.

Auch wenn offene Immobilienfonds einige Vorteile bieten, sollten Anleger nicht blind dem derzeitigen Immobilien-Trend hinterherlaufen. Denn wie jede andere Kapitalanlage auch, die eine höhere Rendite verspricht, ist auch ein Investment in offene Immobilienfonds mit einem Risiko verbunden.

Anleger müssen wissen, dass der Großteil des Vermögens bei diesen Fonds insbesondere in Gewerbeimmobilien angelegt wird. Kommt es zu einer Wirtschafts- oder Finanzkrise, verlieren diese Immobilien deutlich an Wert, da mit der Krise auch die Leerstandsraten steigen. Dies hat wiederum direkte Auswirkungen auf den Immobilienfonds und dessen Ausschüttungen.

25. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands