2011 war ein weiteres Rekordjahr beim Gold.
Das ist eines der Ergebnisse der Gold Demand Trends des World Gold Council.
Dieser weltweit beachtete Report ist in diesen Tagen veröffentlicht worden. Die Highlights daraus werde ich Ihnen in zwei Ausgaben präsentieren.
Insgesamt ist die Goldnachfrage 2011 weiter gestiegen. Mit 4.067,1 Tonnen nahm die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr jedoch nur noch gering um 0,4% zu. Doch der Wert stieg wegen des stark gestiegenen Preises auf die Summe von 205,5 Mrd. Dollar.
Wie kaum anders zu erwarten, gab es bei der Minenproduktion ein Plus. Doch dieser Zuwachs wurde durch leichte Rückgänge beim Goldrecycling und vor allem durch Käufe der Zentralbanken mehr als ausgeglichen.
2011: Ein Jahr mit zwei extrem unterschiedlichen Halbjahren
Die große Nachfrage wurde laut World Gold Council von den folgenden Faktoren gerieben: „Die Ungewissheit über den weiteren Verlauf der Schuldenkrise und der Euro-Zone hat das Interessen am Gold ebenso gesteigert, wie die hohe Inflation in einigen Ländern aber auch die schwache Performance vieler anderer Anlageklassen.“
Auf das Gesamtjahr gesehen erlebte Gold auf jeden Fall zwei sehr unterschiedliche Hälften. In der ersten Jahreshälfte war der Goldpreis sehr stabil und legte deutlich zu. Doch in der zweiten Jahreshälfte nahm durch die Verschärfung der Schuldenkrise auch die Volatilität beim Gold deutlich zu.
In diese Phase fällt aber auch der Rekordstand von mehr als 1.900 Dollar pro Feinunze, der im August erreicht wurde. Laut World Gold Council lag der durchschnittliche Goldpreis 2011 bei 1.571 Dollar und damit um 28% höher als noch im Jahr zuvor.
Mit knapp 1.700 Dollar lag der Goldpreis im zweiten Halbjahr dabei um 17% über dem Wert des ersten Halbjahres.
Minenproduktion erreicht neuen Rekord
Rund um den Globus steigen die Ausgaben im Minensektor. Große Mengen Kapital fließen dabei vor allem in den Goldsektor. Das Ergebnis: 2011 erreichte die Minenproduktion beim Gold einen neuen Rekord. So ging es um rund 4% nach oben. Interessant ist dabei die regionale Aufteilung.
So weist das World Gold Council darauf hin, dass der größte Wachstumsschub beim Gold ganz klar in Afrika gelegen hat. Dort gibt es viele große Minen aber eben auch viel handwerklichen Bergbau, wo das Gold mit einfachen Mitteln gefördert wird.
Dieser Sektor ist eben vor allem in Afrika aber auch in Lateinamerika sehr groß. Weltweit wurden so im vergangenen Jahr insgesamt 2.809,5 Tonnen Gold gefördert.
Nach diesem kurzen Blick auf das vergangene Jahr, stellt sich natürlich noch die Frage: Was bringt die Zukunft für den Goldpreis? Auch dieser Frage stellt sich das World Gold Council. Die Antwort darauf und weitere Trends aus dem vergangenen Jahr lesen Sie gleich morgen an dieser Stelle.



