Ohne Gebühren Geld abheben im Ausland? Das sind die Tricks

Wer öfter im Ausland unterwegs ist, kennt das Problem: An Bargeld zu kommen ist zwar dank Geldautomaten einfach, aber meist nicht kostenlos. Besonders außerhalb der Euro-Zone fallen für Abhebungen oft Gebühren an und wer statt mit der Kreditkarte mit der EC-Karte Geld abhebt, zahlt in der Regel nochmal extra drauf.

So hoch sind die Gebühren der Banken für das Geld abheben im Ausland

Mit der EC-Karte kosten Abhebungen an Geldautomaten außerhalb Deutschlands zwischen 3,50 Euro und 10 Euro. Alternativ wird ein prozentualer Anteil des abgehobenen Betrags addiert.

Bei der Commerzbank werden zum Beispiel 1 % aber mindestens 5,98 € Gebühren beim Geld abheben fällig, die Deutsche Bank verlangt ebenfalls 1 % oder mindestens 5,99 €. Mit einer EC-Karte der ING-Diba kostet jede Bargeld-Abhebung außerhalb Deutschlands 5 € und die Hypo-Vereinsbank nimmt pro Abbuchung ebenfalls 1 %, mindestens aber 4,75 €.

Günstig ist unter anderem die Comdirect Bank, mit der Bar-Abhebungen in der Euro-Zone kostenfrei sind. Bei der Consorsbank liegen die Kosten ebenfalls bei 0 € für Abhebungen innerhalb der Euro-Zone, außerhalb kostet es 1,75 %. Zu den teuersten Banken bei Auslandsabhebungen mit EC-Karte gehört die DKB, hier werden 1 %, mindestens aber 10 € Gebühr fällig. Ebenfalls teuer sind die Norisbank mit 1 % oder mindestens 6 € und die Postbank, mit 1 % oder mindestens 5,99 €.

Aber Achtung: Nicht in  jedem Land funktionieren deutsche EC-Karten, außerhalb Europas kann es da schon mal schwierig werden!


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Mit einer Kreditkarte können die Kosten gesenkt werden

Um die Ausgaben für das Abheben von Geld im Ausland zu senken, empfiehlt sich die Anschaffung einer Kreditkarte. Viele Kreditkarten können zumindest im Euro-Raum kostenlos eingesetzt werden (z.B. die der Comdirect oder der DKB), sodass Reisenden in den Euro-Ländern keine Gebühren für Bargeldabhebungen entstehen. Bei der ING-Diba oder auch Barclaycard sind zum Beispiel kostenlosen Abhebungen im Euro-Raum möglich, außerhalb Europas fallen aber Kosten an (1,75 % bei der ING-Diba und 1,99 % bei Barclaycard).

Kreditkarten, bei denen außerhalb Europas keine Auslandseinsatzgebühren fällig werden, gibt es auf dem Markt kaum noch. Nur zwei Anbieter haben diesen Service im Programm und zwar die Santander und die DKB. Zwar können dann immer noch automatenspezifische Gebühren anfallen, die Einsatzgebühren der Kreditkarte im Ausland entfallen aber.

Eine Filiale der heimischen Bank im Ausland zu nutzen spart ebenfalls Gebühren

Eine weitere Möglichkeit, um Kosten bei der Bargeldbeschaffung im Ausland zu senken, ist die Nutzung einer Filiale der heimischen Bank im Ausland. So hat die Deutsche Bank beispielsweise Filialen im Ausland, in denen Kunden selbst mit EC-Karte kostenlos Geld abheben können.

Gleiches gilt auch für die Targo Bank, über die zum Beispiel in Frankreich bei der CIC Bank und bei Crédit Mutuel und bei der Targo Bank in Spanien kostenlos mit der EC-Karte Geld abgehoben werden kann.

Geld zu Hause wechseln: Sinnvoll oder nicht?

Eine weitere Möglichkeit im Ausland Geld zur Verfügung zu haben ist, es von vorneherein mitzunehmen, sprich: zu Hause bereits Euros in Fremdwährung einzutauschen. Bevor Reisende das tun, sollten sie sich darüber informieren, ob die Landeswährung des Ziellandes überhaupt in das Land mitgebracht werden darf – dies ist nämlich nicht überall erlaubt. Auch sollte die Grenze, wie viel Geld überhaupt ohne Anmeldung mit ins Land gebracht werden darf, beachtet werden.

In der Regel ist der Wechselkurs zu Hause deutlich schlechter, als wenn das Geld im Zielland getauscht wird. Die Banken müssen die Fremdwährung nämlich selber einkaufen und die Gebühren werden auf den Kunden umgelegt. Das Geld für den Urlaub also bereits zu Hause zu besorgen, lohnt sich bei Fremdwährungen daher nicht.

Handelt es sich um einen Urlaub in der Euro-Zone, kann das Geld in bar von zu Hause mitgenommen werden und sollte dann im Hotelzimmer an einem sicheren Platz verstaut werden. Noch besser ist die Abhebung mit einer Kreditkarte, mit der in der Euro-Zone kostenlos abgehoben werden kann. Auf diese Weise muss keine große Bargeldmenge mitgenommen werden, bei der Urlauber Gefahr laufen, dass sie ihnen geklaut werden könnte.

Tipps zum Geld wechseln im Ausland

Eine Alternative zur Nutzung von EC- und Kreditkarten kann es sein, das Geld im Zielland zu wechseln. An den meisten Flughäfen gibt es dafür schon im Ankunftsbereich Möglichkeiten, sodass direkt die ersten Scheine in Fremdwährung für das Taxi oder den Flughafenbus getauscht werden können. Diese Wechselstuben an Flughäfen sind aber in der Regel recht teuer, weshalb dort keine großen Summen umgetauscht werden sollten.

Grundsätzlich sind die Wechselkurse auch an den Geldautomaten an Flughäfen immer schlechter als in der Stadt, weshalb es sich nicht empfiehlt, die gesamte Urlaubskasse dort abzuheben. Für den Anfang ist es aber eine Option, zumindest für einen geringen Betrag. Wer im Urlaubsland vor Ort Geld wechseln will, sollte dies bei großen Banken und nicht in kleinen Wechselstuben machen. Sie haben in der Regel einen besseren Wechselkurs.

Eine kostenfreie Kreditkarte ist der beste Weg für die Bargeldversorgung im Urlaub

Es kann festgehalten werden, dass die besten Optionen Kreditkarten der DKB oder Santander-Bank sind, mit denen sowohl im Euro-Raum als auch außerhalb kostenlos Geld abgehoben werden kann. Auf diese Weise entfallen unnötige Gebühren und Urlauber können aus ihrer vollen Urlaubskasse schöpfen.

13. September 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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