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Ökonomisches Prinzip: Beispiele zum Verständnis

Das ökonomische Prinzip beruht darauf, dass einerseits Wünsche und Bedürfnisse des Menschen unbegrenzt sind, andererseits aber die Mittel zur Befriedigung dieser Bedürfnisse nur begrenzt zur Verfügung stehen.

Geplanter Mitteleinsatz mit dem ökonomischen Prinzip

Das ökonomische Prinzip, auch Rationalprinzip genannt, zeigt uns auf, wie wir diese begrenzten Mittel – als Privatperson wie auch als Unternehmer – möglichst effektiv einsetzen.

Einfacher als mit der reinen Definition des ökonomischen Prinzips lassen sich seine 3 Ansatzpunkte mit ein paar Beispielen erklären.

Im Folgenden werden alle 3 Ansätze anhand von 2 Beispielsträngen – einmal aus dem Sport und einmal anhand eines Apfelsaftherstellers – etwas näher erläutert.

Beispiele für das Minimalprinzip: Ein kluges Pferd springt nie höher, als es muss

Der Satz mit dem Pferd wird häufig von Sportlern oder Trainern verwendet, wenn zum Beispiel nach einem nicht wirklich guten Spiel ein knapper Sieg errungen wurde. Auf den Ansatz des Minimalprinzips bezogen, wurde hier ein definiertes Ziel (nämlich das Spiel zu gewinnen) mit dem Einsatz minimaler Mittel erreicht.

In der Wirtschaft, etwa bei einem Apfelsafthersteller, würde dies bedeuten, dass versucht wird, mit dem Einsatz möglichst weniger Äpfel (die kosten ja im Einkauf) ein definiertes Ziel von z.B. 1.000 Litern Saft herzustellen.

Beispiele für das Maximalprinzip

Anders als beim Minimalprinzip ist beim Maximalprinzip nicht das Ziel definiert, sondern der Einsatz der Mittel. Für unser Sportteam würde dies bedeuten, dass bei Punktgleichheit mit einem anderen Team das letzte Spiel der Saison über den Aufstieg entscheidet.

In diesem Fall ist das Ziel nicht exakt definiert, es heißt nur ein besseres Resultat zu erzielen als das punktgleiche Team an diesem Spieltag und dies unter Einsatz aller Mittel. Also die besten Spieler auf den Platz, jeder möglichst topfit und hoch motiviert.

Deutlicher wird es noch bei dem Apfelsafthersteller: Hat dieser aufgrund von Lieferengpässen in einem Monat nur 1.000 kg Äpfel zur Verfügung, wird es sein Ziel sein, aus diesen Äpfeln auch den letzten Tropfen Saft herauszupressen.

Beispiele für das Extremumprinzip

Das Extremumprinzip, auch Optimumprinzip genannt, ist eine Mischform aus den beiden obigen Ansätzen. Es wird auch als allgemeine Form des ökonomischen Prinzips betrachtet und im Volksmund als Mini-Max-Prinzip bezeichnet.

Die Erreichung eines maximalen Ergebnisses bei minimalem Einsatz von Mitteln ist allerdings nicht möglich. Es geht vielmehr darum, die beiden Einflussgrößen in ein möglichst sinnvolles Verhältnis zueinander zu setzen.

Für das Sportteam würde es bedeuten, in einem normalen Ligaspiel zwar das Ziel eines Sieges erreichen zu wollen, aber dabei die wichtigen Spieler zwischendurch auch zu schonen, damit diese für den weiteren Saisonverlauf fit bleiben.

Unser Apfelsatzhersteller wird im Normalfall auch versuchen, aus den ihm zur Verfügung stehenden Äpfeln möglichst viel Saft zu pressen. Allerdings wird er nicht den letzten Tropfen aus jedem einzelnen Apfel herauspressen, wenn dies unverhältnismäßig viel Arbeitszeit verbraucht.

Es geht also darum, Mitteleinsatz, Aufwand (der ja letztendlich der Einsatz des Mittels Arbeitskraft ist) und Ertrag in das bestmögliche Verhältnis zu bringen.

20. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.