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Ökonomisches Prinzip: Definition eines Begriffs mit viel Einfluss

ÖkoDer Begriff ökonomisches Prinzip wird hauptsächlich in der Wirtschaftslehre angewendet, jedoch begleitet uns das ökonomische Prinzip auch privat in vielen Lebensbereichen. Ein guter Grund, die Definition des ökonomischen Prinzips etwas näher zu beleuchten.

Ökonomisches Prinzip ist gleich allgemeines Vernunft-Prinzip

Die Wünsche des Menschen sind unbegrenzt. Dagegen sind die Mittel, die zur Befriedigung dieser Wünsche zur Verfügung stehen, begrenzt. Das führt dazu, dass diese Mittel eingeteilt und einem jeweiligen Zweck zugeordnet werden müssen. Dies nennt man das allgemeine Vernunftprinzip oder auch das Rationalprinzip.

Werden dann mengenbezogene oder wertbezogene Ziele festgelegt, spricht man auch vom Wirtschaftlichkeitsprinzip, ein Begriff, der in der BWL auch als Input-Output-Verhältnis bezeichnet wird.

Hierbei ist zu beachten, dass als Input nicht nur Material anzusehen ist, sondern alles, was im Produktionsprozess einen Aufwand erzeugt. Hierzu zählen auch Personaleinsatz, Maschinenlaufzeiten, zugekaufte Dienstleistungen und vieles mehr. Als Output gilt alles, was als Ergebnis anzusehen ist, so etwa erreichte Stückzahlen, zurückgelegte Strecken, erzielbarer Preis und so weiter.

Ökonomisches Prinzip 1: Definition des Minimal-Prinzips

Das Minimalprinzip wird auch Sparsamkeitsprinzip genannt. Hier geht es darum, ein vorher festgelegtes Ziel mit möglichst geringem Einsatz an Mitteln zu erzielen.

Wichtig hierbei ist, dass vorher wirklich ein Ziel definiert wird, zum Beispiel die Strecke von Hamburg nach München (die Strecke ist das Ziel) in möglichst kurzer Zeit zurückzulegen (die Zeit ist hierbei das knappe Mittel).

Ökonomisches Prinzip 2: Definition des Maximal-Prinzips

Nun kommt es aber auch vor, dass ein Ziel sich nicht genau definieren lässt, aber die einsetzbaren Mittel dafür klar sind. Hier wäre ein Beispiel, wenn ich aus einer geernteten Menge von 500 kg Äpfeln möglichst viel Apfelsaft herstellen will.

Das Maximalprinzip wird auch als Ergiebigkeitsprinzip bezeichnet. Ziel ist es, mit einem festgelegten Einsatz an Mitteln den höchstmöglichen Ertrag zu erreichen.

Ökonomisches Prinzip 3: Definition des Extremum-Prinzips

Das Extremumprinzip, auch Optimumprizip genannt, ist eine Kombination aus Minimalprinzip und Maximalprinzip mit dem Ziel, mit einem möglichst geringen Einsatz von Mitteln einen möglichst hohen Ertrag zu erreichen.

Dieses Optimumprinzip wird auch als die allgemeine Form des ökonomischen Prinzips verstanden und im Volksmund gern als Mini-Max-Prinzip bezeichnet. Da es jedoch nicht wirklich möglich ist, bei minimalem Einsatz ein maximales Ergebnis zu erzielen, sind hier beide Einflussgrößen, also Einsatz und Ergebnis, als variabel zu betrachten.

Im obigen Beispiel mit der Apfelsaftherstellung wäre es wohl wenig sinnvoll, Stunde um Stunde an Arbeitskraft zu verbrauchen, um auch wirklich den letzten Tropfen Saft aus den Äpfeln zu pressen.

Hier wird klar, dass jeweils nicht nur das Mittel (die Äpfel) als knapp zu betrachten ist. Auch die Arbeitszeit ist ein knappes Mittel, das hier zum Einsatz kommt. Es gilt also immer abzuwägen, mit welchen Maßnahmen eine möglichst hohe Effizienz erzielt wird.

19. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.