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Sicheres TAN-Verfahren: Banken rüsten auf

Sicherheitsbedenken haben bisher viele Menschen davon abgehalten, sich auf das Online-Banking einzulassen. Das soll anders werden. Und in der Tat rüsten die meisten Banken in puncto Sicherheit auf.

Konkret: Aktuell stellen viele Banken stellen auf neue TAN-Verfahren um. Eine TAN (Transaktionsnummer) brauchen Sie, um nach dem Einloggen über das Geld auf Ihrem Konto verfügen zu können. Sei es per Überweisung, sei es per Dauerauftrag. Auch zum Löschen eines bestehenden Dauerauftrags wird meist eine TAN verlangt.

Bisher gab es bei vielen Banken dafür TAN-Listen, die an die Kunden verschickt wurden. Einst konnten Sie als Kunde eine beliebige TAN aus der Liste eingeben, um eine Überweisung zu veranlassen.

iTan-Verfahren zeigt an, welche TAN nötig ist

Im neueren iTAN-Verfahren (indiziertes TAN-Verfahren) bekamen oder bekommen Sie noch auf dem Bildschirm angezeigt, welche TAN Sie verwenden sollen. Nur diese TAN ist dann gültig, die Eingabe einer anderen TAN von der Liste löst die in Auftrag gegebene Überweisung nicht aus.

Das iTAN-Verfahren ist schon bedeutend sicherer als das ursprüngliche TAN-Verfahren. Noch aber besteht auch hier die Möglichkeit, dass Betrüger (etwa per Phishing) an die richtige TAN gelangen und eine Überweisung auf eines ihrer Konten durchführen. Mit den neueren TAN-Verfahren ist das unmöglich.


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eTAN: Sicherer TAN-Abruf mit Lesegerät

Am meisten verbreitet ist das eTAN-plus- beziehungsweise ChipTAN-Verfahren. Hier kaufen Sie bei Ihrer Bank für 10 bis 15 Euro ein kleines Kartenlesegerät. Sobald Sie online eine Überweisung veranlasst haben, müssen Sie Ihre Girocard (früher: EC-Karte) in dieses Lesegerät stecken.

Dem Bildschirm entnehmen Sie dann einen Code, den Sie über die zugehörige Tastatur (wie bei einem Taschenerechner) in das Kartenlesegerät eingeben. Auch die Kontonummer des Empfängers oder einige Ziffern daraus werden verlangt. Danach erscheint auf dem Display die gewünschte TAN, die mithilfe des goldfarbenen Chips auf der Karte errechnet wird.

Diese TAN wiederum geben Sie am Computer in die Online-Banking-Maske ein. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass das Geld auf keinem anderen Konto landen kann als auf dem des gewünschten Empfängers.

Zusätzlicher Pluspunkt: Mit TAN-Generator Fehlüberweisungen vermeiden

Der TAN-Generator zeigt Ihnen in seinem Display dann noch einmal die Bankleitzahl, Kontonummer und den Betrag an, der für die Überweisung gelten soll. Mein Tipp: Vergleichen Sie diese Daten nicht mit Ihren Eingaben am Bildschirm. Sondern nutzen Sie für den Vergleich Ihre Original-Unterlagen.

So überprüfen Sie, dass Sie nicht etwa eine fehlerhafte Kontonummer eingegeben haben oder dass nicht etwa ein Tippfehler beim Überweisungsbetrag passiert ist. Verwenden Sie Sie lieber eine halbe Minute mehr auf die Datenkontrolle, als sich mit einer versehentlichen Fehlüberweisung später erheblichen Mehraufwand und Ärger einzuhandeln.

Für Betrüger sieht es ohne Lesegerät und Girocard schlecht aus

Außerdem kann kein Betrüger Kenntnis von der TAN erhalten. Denn ohne Girocard (EC-Karte) kann das Lesegerät keine TAN errechnen. Alternativ zum eTAN-plus-Verfahren gibt es auch das mTAN-Verfahren (mobiles TAN-Verfahren).

Dort erhalten Sie Ihre TAN als SMS zusammen mit den wichtigsten Auftragsdaten auf Ihr Handy. Diese TAN ist nur wenige Minuten gültig. Schließlich gibt es noch das FinTS- oder HBCI-Verfahren, das aber deutlich seltener zu finden ist. Hierzu schließen Sie ein kleines Gerät an Ihren Computer an. Eine Überweisung wird erst dann ausgeführt oder ein Dauerauftrag wird erst dann angelegt, wenn Sie Ihre Girocard in das Gerät einführen und damit den Computer fürs Online-Banking freischalten.

Mein Tipp für Sie: Sperren Sie sich nicht gegen diese neuen Verfahren, auch wenn sie umständlicher sind als das normale TAN- und iTAN-Verfahren.

Denn sie bieten ein deutliches Plus an Sicherheit. Sollten Ihnen diese Möglichkeiten nicht reichen, so haben Sie die Möglichkeit, sich mit einer Versicherung zusätzlichen Schutz im Internet zu verschaffen.

10. November 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".