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Online-Banking erlebt Aufschwung bei der Nutzung

Online Banking findet Zulauf bei Jung und Alt, da die Bedienung kundenfreundlicher ist und oft Zeiteinsparungen und günstige Konditionen vorliegen. Trotz einiger kritischer Stimmen und den möglichen Gefahren wächst die Anzahl der Online-Kunden immer weiter an. In den letzten zehn Jahren gab es somit eine Steigerung von 30 auf 54 Prozent.

Banking-Trojaner haben noch zu leichtes Spiel

Sobald sensible Informationen wie beim Online-Banking im Netz landen, warten bereits Datenschädlinge darauf, sich auf dubiosen Wegen Zugang zum Konto zu verschaffen. In der Liste der Top 25 Online-Banking-Angriffsziele belegt Deutschland mit vier Prozent den vierten Platz. Die meisten Banking-Trojaner attackieren mit 48 Prozent die US-amerikanischen Banken und Finanzdienstleister.

Insgesamt sind 80 Prozent der Sicherheitseinstellungen, die weltweit von den Banken empfohlen werden, nicht ausreichend, um Maleware von Online-Banking Konten abzuwehren. 40 Prozent der obligatorischen Sicherheitsmaßnahmen seien außerdem anfällig für klassische Keylogger. Viele Sicherheitslücken entstehen allerdings durch unvorsichtiges Nutzerverhalten.

Bei den Deutschen zeige sich nur wenig Bereitschaft zur Verwendung von neuen Sicherheitsverfahren beim Online-Banking, wie eine aktuelle Studie namens „Trendmonitor Finanzdienstleistungen 2014“ des Marktforschungsinstituts Nordlight Research herausstellt.

Die meisten Nutzer würden an dem klassischen TAN-Verfahren iTAN und mTAN wie auch TAN-Generator festhalten, obwohl innovative Verfahren wie photoTAN oder BestSign mit höheren Sicherheitsstandards aufwarten. Die Bekanntheit der TAN-Verfahren und deren einfache Bedienbarkeit seien der Grund dafür, warum so wenige Nutzer auf andere Systeme umsteigen.

Schutz vor unberechtigten Kontozugriffen

Online-Banking hat zahlreiche Vorteile und ist letztlich so sicher wie die Maßnahmen, die Nutzer zum Schutz ihrer Daten ergreifen. Wichtig ist beispielsweise, niemals in Netzwerken und Communities Angaben über die eigene Person zu veröffentlichen, die auch nur den kleinsten Hinweis auf die Anmeldedaten zum Konto enthalten könnten.

Selbst eine ausgediente Betriebssoftware kann ein Leck darstellen. So wurden nach einer großen Hacker-Attacke in den USA herausgefunden, dass auf 52 Prozent der befallenen PC-Geräte noch das alte Windows XP installiert war. Zugangsdaten von 500 Millionen Online-Bankkonten konnten aufgrund veralteter Sicherheitsstandards bei Win XP gestohlen werden.


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Quelle

Betriebssoftware sowie Virenschutz und Firewalls sollten regelmäßig aktualisiert werden, damit sich keine Schadsoftware unbemerkt auf dem PC installieren kann. Die Sicherheitsmaßnahmen gelten ebenso beim mobilen Online-Banking.

Regeln für sicheres Online-Banking

Nutzer von Online-Banking haben neben konkreten Sicherheitsverfahren verschiedene Möglichkeiten, das Angriffsrisiko durch Trojaner oder Phishing-Software zu beschränken. Im Grunde handelt es sich bei den folgenden Maßnahmen um Vorkehrungen, die grundsätzlich eingehalten werden sollten. Denn Schadsoftware ist nicht erst seit Einführung von Online-Banking im Umlauf.

  • Der Browser sollte stets auf dem neuesten Stand sein und es sollte öfter geprüft werden, ob eine neue Browserversion aktiviert ist. Bei Browser wie Chrome und Firefox laufen die Updates für gewöhnlich automatisch, der Internet Explorer wird über Windows-Update aktualisiert.
  • Die Webadresse der Bank sollte manuell in die Adresszeile des Browsers eingetragen oder als Lesezeichen im Browser abgespeichert werden. Die Verbindung sollte jedes Mal verschlüsselt sein, zu erkennen ist das am Adressenkürzel https und einem vorangestellten Schloss-Symbol. Verschlüsselte Verbindungen sind bei einigen Browsern durch einen grünen Balken in der Adresszeile gekennzeichnet.
  • Persönliche Daten sollten ausschließlich über SSL-verschlüsselte Webseiten von bekannten Unternehmen weitergegeben werden.
  • Benutzernamen, Passwort, PIN oder TAN sollten weder über Mail versendet werden noch auf der Festplatte oder in der Cloud abgespeichert werden. Fürs Online-Banking sollten möglichst keine öffentlich zugänglichen PCs benutzt werden.
  • Das Passwort sollte nicht identisch sein mit den Passwörtern für andere Nutzerkonten. Zudem sollte der persönliche Eingangscode häufiger gewechselt werden.
  • Auf E-Mails, die angeblich von der Bank verschickt wurden, sollte nicht reagiert werden. Am besten ist es, solche fragwürdigen Mails sofort zu löschen. Links in der Mail sollten nicht angeklickt werden. Um die Herkunft des Links zu überprüfen, reicht es meist aus, den Link anzuscrollen und zu prüfen, ob die URL, die unten links auf dem Bildschirm erscheint, mit der Linkzeile in der Mail übereinstimmt.
  • Aufforderungen während der Banking-Sitzung, wie etwa die zur Durchführung von Testüberweisungen oder die zur Rücküberweisung von angeblichen eingegangenen Zahlungen, sollten ignoriert werden.
  • Nach jeder Banking-Aktion ist Ausloggen Pflicht. Überdies sollten Cache und Browserverlauf gelöscht werden.

Sollte es doch dazu kommen, dass sich Dritte am eigenen Konto vergehen, sollte die Bank bzw. Sparkasse umgehend informiert und eine Sperranzeige angefordert werden. Dadurch treten erst die Haftungsregelungen in Kraft.

Die Haftung für Zahlungen, die von Betrügern durchgeführt wurden, übernimmt grundsätzlich das Geldinstitut. Bankkunden haften bis maximal 150 Euro. Alle darüber hinausgehenden Verluste werden von der Bank beglichen.

1. November 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Markus Müller
Von: Markus Müller. Über den Autor

Markus Müller ist Experte für Vermögenaufbau und –absicherung und großem Interesse an genereller Finanzthematik.