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Online Banking – Versicherung gegen Sicherheitslücken?

Die Versicherungsindustrie stellt sich zunehmend auf Probleme im Internet und Schäden beim Online-Banking ein.

Ob sich aber eine Police lohnt, hängt – wie immer – vom Einzelfall ab. Einzelne Anbieter bieten speziellen Schutz zu Preisen, die eine derartige Versicherung ratsam erscheinen lassen.

Online-Banking – Phishing, Pharming & Co

So ist zwar Online-Banking seit der Einführung neuer Transaktionsnummern etwas sicherer geworden. Dennoch tritt die Nutzerzahl mit rund 45 Mio. Girokonten hierzulande auf der Stelle. Hautgrund: Sicherheitsbedenken.

Nach Angaben des Bundeskriminalamts werden jährlich ca. 5.300 Fälle von Phising- oder Pharming-Attacken gemeldet. Die Dunkelziffer wird ähnlich hoch geschätzt. Im Schnitt liegt der Schaden bei 4.800 € – Betrug bei der Abwicklung von Internet-Einkäufen eingerechnet.

Neue Sicherheitstechnik – die Täterseite schläft nicht

Die Furcht, Opfer krimineller Machenschaften zu werden, ist also nicht unbegründet. Auch aktuelle Sicherheitssysteme haben ihre Lücken. Die Täterseite rüstet schnell nach und nutzt Schwachstellen im Alltag.

Beispiel: Zum Transaktionsvorgang wurden die alten PIN- und TAN-Nummern durch neue Verfahren ersetzt. Beim mTAN-Verfahren (mobil-TAN) etwa wird eine Online-Überweisung per SMS ans Handy bestätigt.


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Doch wenn dieses verloren geht, haben gewiefte Hacker unter Umständen leichtes Spiel, die Zugangsdaten zum Konto herauszufinden. Davon abgesehen werden auch internetfähige Smartphones Ziel von Hackerattacken. Mit Trojanern lassen sich sämtliche Daten auslesen.

Fahrlässigkeit – schwierige Beweisführung für Opfer

Wer Opfer wird, muss die Attacke anzeigen. Dann haftet die Bank für den Schaden. Bei grober Fahrlässigkeit aber muss der Kunde selbst für den Schaden aufkommen. Doch wo die beginnt, kann im Einzelfall strittig sein.

Trotz Virenschutz und Firewall wird sie gerne unterstellt, wenn mit der richtigen PIN verfügt wurde. Diesen Anscheinsbeweis kann ein Betroffener kaum entkräften. Dazu müsste er die Vorgehensweise eines Täters kennen.

Online-Banking: Hausratversicherung mit eher mageren Angeboten

Hier kann der Blick in die Konditionen der eigenen Hausratversicherung helfen. In den meisten neueren Tarifen ist Diebstahl durch Datenmissbrauch enthalten. Die Details beim Online-Banking-Betrug werden jedoch unterschiedlich behandelt. In Sachen Fahrlässigkeit gibt es entweder Ausschlüsse, Abschläge oder eben teurere Varianten. Auch die Höhe der Erstattung variiert.

Die Allianz etwa zahlt, je nach Vertragstyp zwischen 0,5% und 2% der Deckungssumme. Bei angenommenen 65.000 € für eine 90 qm-Wohnung wären das höchstens 1.300 €. Die SIGNAL IDUNA wiederum ersetzt in der Tarif-Variante „Exklusiv“ bis zu 1.000 €.

Spezielle Internetschutz-Tarife im Kommen

Weil dies aber angesichts der bereits genannten durchschnittlichen Schäden von 4.800 € mager ist, ziehen einige Versicherer mit speziellen Angeboten nach.

CosmosDirekt bietet zum Beispiel für nur 7,90 €/Jahr einen „FinanzSchutz“ an. Der ist als weltweite Absicherung gegen alle Risiken im bargeldlosen Zahlungsverkehr gedacht und deckt Schäden bis zu 10.000 € ab.

Online Banking-Versicherung – Alltagsfehler einplanen

Der Sinn derartiger Versicherungen gegen Schäden beim Online-Banking wird verbreitet mit dem Argument der persönlichen Sorgfalt infrage gestellt. Doch dies sollte man an seinen eigenen Gewohnheiten und Schwächen im alltäglichen Umgang mit neuen Techniken festmachen.

Immerhin kennt sich nicht jeder mit neuen Betrugsmethoden aus. Wer beispielsweise auf einem manipulierten und geblockten Bank-Account landet, den er mit einer TAN-Nummer schnell freischalten will, mag zunächst an ein technisches Problem denken.

Besonders, wenn er nicht gerade aufgefordert wird, mehrere Nummern einzugeben. Ob hier noch grobe Fahrlässigkeit vorliegt, wird derzeit vor Gericht verhandelt.

15. Dezember 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.