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Online-Konsum: Shopping per Mausklick

Einkaufen, das geht inzwischen auch ganz einfach per Mausklick. Das Internet macht’s möglich. Eine nahezu unendliche Auswahl an Produkten und die bequeme Zustellung per Post sind große Vorteile, die immer mehr Menschen dazu bringen, online einzukaufen. Für Verbraucher ist es interessant, die Vor- und Nachteile des Online-Konsums zu kennen und sich auch mit den Folgen für den Einzelhandel auseinanderzusetzen.

Online-Konsum wird immer wichtiger

Ob Bücher, Kleidung oder Filme – immer mehr Menschen kaufen bei Amazon, Zalando & Co. im Internet ein. Wurden 1999 noch 1,25 Mrd. € Umsatz durch den sogenannten E-Commerce erwirtschaftet, so waren es 2005 bereits 14,5 Mrd. €, so der Handelsverband Deutschland. Im Jahr 2012 erzielte der Online-Handel sogar 29,5 Mrd. € Umsatz.

Online-Shopping – bequem, schnell und einfach

Mit den zahlreichen Shopping-Möglichkeiten im Internet ist der Konsum global geworden. Ob Filme aus Frankreich, Bücher aus den USA oder Musik aus Japan – nahezu alles kann inzwischen per Mausklick bestellt werden. Nicht nur die Auswahl im Internet ist grenzenlos, auch der Vergleich von Produkten funktioniert schneller und einfacher. Das hat natürlich auch Folgen für das Konsumverhalten der Verbraucher.

Wenn Verbraucher ein bestimmtes Produkt möglichst billig kaufen wollen, dann müssen sie nicht mehr unbedingt verschiedene Geschäfte besuchen, um die Preise zu vergleichen. Viele Händler nennen ihre Preise auf ihrer Website, hinzu kommen zahlreiche Händler, die nur über das Internet verkaufen.

Die Folgen für den Einzelhandel

Eine persönliche Beratung können Online-Händler zwar nicht bieten, allerdings sind oftmals Nutzer-Kommentare und -Bewertungen sowie Chat-Möglichkeiten bei der Kaufentscheidung hilfreich. Oft passiert es auch, dass sich Verbraucher in Fachgeschäften beraten lassen und danach online nach dem besten Angebot für ihr Wunschprodukt suchen – ein großes Problem für den Einzelhandel.

Selbst Kleidung und Schuhe werden häufig online bestellt. Stöbern, die Materialien anfassen und anprobieren wie im Geschäft kann man so zwar nicht, aber viele Anbieter locken inzwischen mit kostenlosem Versand und Rückversand.

Viele Experten glauben, dass der Online-Handel den klassischen Einzelhandel verdrängen wird. Dagegen spricht eine Studie der Unternehmensberatung Roland Berger zusammen mit ECE, dem Marktführer der innerstädtischen Shopping-Center in Europa, die 2013 veröffentlicht wurde.

Es sind immer noch zwei Drittel der Befragten, die sich mindestens alle 2 Wochen für einen Einkauf im Einkaufszentrum in der Innenstadt entscheiden und somit Stammkunden sind. Im Vergleich dazu kaufen lediglich um die 13% ähnlich oft im Internet ein.

Was Online-Konsum nicht kann

Allein oder in einer Gruppe durch die Stadt zu gehen und gemütlich einzukaufen, in Angeboten zu stöbern, sich nett mit einer Verkäuferin zu unterhalten, sich auch zu Spontankäufen verführen zu lassen oder kurz gesagt: aus dem Einkaufen ein Erlebnis zu machen – das ist etwas, was das Einkaufen per Mausklick nicht bieten kann.

Und wenn Verbraucher ein Produkt unbedingt sofort brauchen, dann steht immer noch eine gewisse Lieferzeit im Wege. Trotz der vielen Möglichkeiten hat das Online-Shopping also doch Grenzen.

11. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Lisa Mattil
Von: Lisa Mattil. Über den Autor

Lisa Mattil beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit den Themen private Finanzen, Vorsorge, Versicherung und Steuern. Als freie Journalisten hält sie sich auf diesem Gebiet ständig auf dem Laufenden.