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Online-Reisen und Touristik: Chancen für Anleger

Urlaubszeit ist bekanntlich Reisezeit. Mehr als 34 Millionen Deutsche buchen ihre Reise bereits im Internet, mit steigender Tendenz. Schon im Jahr 2013 wurden nach Berechnungen der Weltorganisation für Tourismus (UNWTO) weltweit erstmals mehr als 1 Milliarde grenzüberschreitende Reisen gezählt – 1950 waren es nur 25 Millionen.

Der weltweite Online-Reise- und Touristikmarkt hat inzwischen die Umsatzschwelle von 1.200 Mrd. US-$ überschritten. Ein großer Teil (36%) der gesamten Reisebuchungen in Europa entfällt inzwischen auf Online-Buchungen.

Online-Reisen und Touristik – ein gutes Geschäft, auch für Anleger

Ein gutes Geschäft für die führenden Online-Reise- und Touristikanbieter, aber auch für Anleger, die bereits früh auf große Online-Reiseagenturen und -Buchungsanbieter gesetzt haben, denn die Aktien von Expedia, Priceline & Co haben sich in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt.

Beispiel Expedia: der Pionier unter den Online-Reisebüros

Als eines der weltweit größten und auch ältesten Online-Reisebüros gilt die amerikanische Expedia. Das Unternehmen, zu dessen Tochterfirmen auch die Hotel-Suchmaschine Trivago gehört, hat seinen Umsatz in den letzten 20 Jahren (Gründung 1995) stetig gesteigert.

In 2015 dürfte Expedia die Umsatzmarke von 6 Mrd. US-$ überschreiten. In 2016 visiert das Unternehmen bereits die Umsatzmarke von 7 Mrd. US-$ an.

Beispiel Priceline Group: Unternehmen wirbt mit aggressiven Preisen

Noch größer ist der US-Rivale Priceline Group, der auch zu den Top 10 der größten Internetfirmen zählt. Der Online-Buchungsanbieter, zudem die Seiten Booking.com und Kayak.com gehören, hat mit seinem „Name Your Price“ System die Online-Reisebranche praktisch revolutioniert und gilt als einer der aggressivsten Player (Preisnachlässe von 40 bis 60%) am Markt.


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Kunden können ihren Preis nennen, den Sie für eine bestimmte Reise bezahlen wollen. Das Priceline-System sucht in der Datenbank nach Übereinstimmungen.

Inzwischen hat Priceline sein Angebot erweitert und bietet neben Flug- und Hotelbuchungen, auch Mietwagen und Tischreservierungen an. Schon in diesem Jahr dürfte bei Priceline die Umsatzmarke von 9 Mrd. US-$ fallen, im nächsten Jahr wird wohl die Umsatzmarke von 10 Mrd. US-$ überschritten.

Beispiel TripAdvisor: die weltweit größte Online-Reisecommunity

Die größte Online-Reisecommunity TripAdvisor gehört ebenfalls zu den Nutznießern des weltweiten Online-Reisebooms. Auf den Seiten des US-Unternehmens finden sich mehr als 220 Mio. Erfahrungsberichte von Reisenden über Restaurants, Hotels und zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Reisezielen.

Im Gegensatz zu Expedia und Priceline finanziert sich TripAdvisor vornehmlich aus Online-Werbeanzeigen, die rund zwei Drittel der Erlöse ausmachen. In 2016 dürfte TripAdvisor voraussichtlich die Umsatzmarke von 2 Mrd. US-$ ins Visier nehmen.

Beispiel cTrip.com: Chinas größte Online-Reiseagentur auf der Überholspur

Stark gewachsen ist in den vergangenen Jahren auch Chinas führende Online-Reiseagentur cTrip.com International. Durch den steigenden Wohlstand im Reich der Mitte steigt auch die Reiselust der Chinesen.

Schon in 2014 wurden nach Angaben des Marktforschers iResearch im gesamten chinesischen Online-Reisemarkt rund 308 Mrd. Yuan bzw. knapp 50 Mrd. US-$ ausgegeben – Tendenz steigend.

Die bereits profitable cTrip konnte von den steigenden Ausgaben profitieren und dürfte schon in 2016 deutlich mehr als 2 Mrd. US-$ umsetzen. Auch bei Priceline hat man das Potenzial von cTrip.com erkannt und in den letzten 18 Monaten insgesamt 750 Mio. US-$ in die Chinesen investiert.

Fazit: Online-Reisemarkt ist eine der wenigen Erfolgsgeschichten

Neben dem Online-Handel (Amazon, eBay) ist die Online-Buchung von Reisen eine der großen Erfolgsgeschichten, die das Internet hervorgebracht hat. Davon haben in den letzten Jahren auch große deutsche Reiseveranstalter wie die TUI AG profitiert.

Mit Expedia und Priceline Group haben sich allerdings zwei Marktführer etabliert, die den Markt auch in den nächsten Jahren dominieren dürften. Die Buchung von Reisen, Hotels und Mietwagen wird sich in Zukunft wohl eher noch weiter ins Internet verlagern. Auch in Schwellenländern dürfte mit dem steigenden wirtschaftlichen Wohlstand die Reisefreudigkeit zunehmen.

Unabhängige Studien gehen daher davon aus, dass die Einnahmen aus der weltweiten Tourismusbranche bis 2020 von aktuell 1,2 Billionen auf dann 1,9 Billionen US-$ klettern werden.

Grund genug für mutige Anleger nach günstigen Einstiegskursen Ausschau zu halten, denn der Online-Reise- und Tourismusmarkt hat in den vergangenen Jahren schon mehrmals seine Krisenbeständigkeit bewiesen. Denn vor allem bei den Deutschen gilt: Am Urlaub wird wenig gespart.

25. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands