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Optionen absichern – so geht’s mit der Kennzahl Delta

Mit Optionen kann man auf die Entwicklung verschiedenster Basiswerte wie Aktien spekulieren. Der Broker bzw. die Gegenseite erhält eine Prämie.

Geht die Erwartung auf, kann man die Option zum vorab vereinbarten Preis ausüben oder anderenfalls verfallen lassen. Geht es um den Kauf, erwirbt man eine Call-Option, zum Verkauf eine Put-Option. Beide lassen sich auch verkaufen.

Wie funktioniert Delta Hedging?

Natürlich kann eine Veränderung des Aktienkurses das Kalkül zunichte machen – es sei denn, man sichert sich über ein Delta Hedging ab. Doch wie funktioniert Delta Hedging und was steckt dahinter?

Begrifflich ist Hedging schlicht eine Absicherung. Das Delta ist eine der wichtigsten Kennzahlen für eine Option. Es beschreibt, wie sich der Wert einer Option ändert, wenn der Basiswert um eine Einheit variiert. Ziel ist letztlich, dass etwa bei einer Put-Option deren Ausübungspreis über dem der Aktie liegt. Dann ist man nämlich im Geld, je tiefer desto besser – umgekehrt bei einer Call-Option.


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Bei Calls kann das Delta zwischen 0 und 1 variieren, bei Puts zwischen 0 und -1. Bei einem Delta von 0,5 ändert sich die Option um 0,50 €, wenn sich der Aktienkurs um 1 € ändert. Bei dieser Überlegung ist im Fall von Optionsscheinen ein Bezugsverhältnis von 1:1 Voraussetzung.

Delta Hedging: ein Beispiel

Hat man zum Beispiel 1.000 Puts auf eine beliebige Aktie mit einem Delta von -0,6 gekauft und fällt deren Kurs um 1 €, so gewinnt die Option 600 € an Wert. Steigt die Aktie indes, ist die Option 600 € weniger wert. Umgekehrt steigt der Wert eines Calls um 600 € bei einem Delta von 0,6. Rutscht die Aktie jedoch ab, entsteht im gleichen Verhältnis ein Verlust.

An dieser Stelle kommt die Absicherung ins Spiel. Doch wie funktioniert nun das Delta Hedging? Beim Hedging würde man normalerweise zum Ausgleich einfach die Gegenposition eröffnen. Da es aber bei Optionen nicht immer möglich ist, das exakt gegenteilige Derivat zu erwerben, wird der Basiswert gekauft.

Im Beispiel der Puts würde man also 600 Aktien kaufen (0,6 *1.000), um die Wertänderung der Optionsposition auszugleichen. Die Position wird Delta-neutral gestellt.

Es kommt auf die Ausrichtung an

Der Kontrahent wiederum ist in der gegenteiligen Situation und hat ein positives Delta von 0,6. Er muss in diesem Fall 600 Aktien leer verkaufen. Es kommt also auf die Ausrichtung an. Setzt man auf fallende Kurse, kauft man Aktien nach. Setzt man auf steigende Kurse, verkauft man leer.

In anderen Worten: Geht es um den Verkauf einer Call- bzw. den Kauf einer Put-Option und zeigt sich ein negatives Delta, wird der Basiswert gekauft. Geht es um den Kauf einer Call- und den Verkauf einer Put-Option und zeigt sich ein positives Delta, wird der Basiswert leer verkauft.

Nicht ohne Aufwand

So einleuchtend das Delta Hedging erscheint, in der Paxis ist es nicht ohne Aufwand. Da sich die Kurse fortlaufend verändern, muss man ständig nachjustieren, um das Portfolio konstant zu halten.

Bei jedem Kauf und Verkauf entstehen Transaktionskosten. Zudem können Mindestordergrößen ein exaktes Vorgehen einschränken. Abgesehen davon müssen sich Anleger zunächst mit Leerverkäufen auskennen.

3. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.