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Optionen: Anlegen ohne Bank-Risiko

Optionen sind bankenunabhängig. Das Folgende kann Ihnen mit Optionen also nie (!) passieren. Lesen Sie ein Original-Zitat aus der Broschüre „KnowHow“, Ausgabe 11/2008, von Goldman Sachs: „Am 08. Oktober 2008 musste Goldman Sachs das Open-End-Short-Zertifikat auf die Volkswagen-Aktie kurzfristig kündigen … Denn Goldman Sachs sichert sich gegen das Kursrisiko ab.“

„Musste?“, frage ich da. Und ich beantworte die Frage eindeutig: Nicht „musste“, sondern „wollte“! Und was ist mit „Open-End“, also unbefristeter Laufzeit? Die Antwort gibt Goldman Sachs versuchsweise in derselben Broschüre: „Goldman Sachs als Emittent spekuliert nicht gegen den Anleger, sondern sichert sich gegen das Kursrisiko ab, was nicht in jeder Marktlage möglich ist.“

Bank sichert sich ab – Anleger steht im Regen

Alles klar? Eigentlich nichts! Ich ändere diesen Satz nur minimal und Sie haben sofort Klarheit. Mein Vorschlag: „Goldman Sachs als Emittent spekuliert gegen den Anleger und sichert sich gegen das Kursrisiko ab, was nicht in jeder Marktlage möglich ist.“ So ist es eindeutig – von mir geändert – aber auf den Punkt gebracht.

Ich interpretiere die Original-Aussage von Goldman Sachs folgendermaßen: Jedes Geschäft hat einen Gewinner und einen Verlierer. Goldman Sachs sichert sich ab. O.k. Läuft es für Goldman Sachs, läuft es meist gegen den Anleger.

O.k. Läuft es gegen Goldman Sachs, läuft es für den Anleger. Nicht mehr O.k. – Das Geschäft (open end!) wird gekündigt, und zwar kurzfristig! Wieder O.k. – aber einzig und allein für Goldman Sachs.

Goldman Sachs ist kein Einzelfall

Mir geht es hier nicht darum, einen Emittenten (Goldman Sachs) besonders zu kritisieren. Ich will Ihnen nur einmal einen Fall exemplarisch ausführlich darstellen. Weitere Beispiele in Kurzform:

Aus der Zeitschrift „Stern“, Ausgabe 45 vom 30.10.2008: „Viele Sparer verlieren Geld, weil sie falsch beraten wurden. Dahinter steckt Methode.“ Und: „Wir wollten sichere Anlagen und bekamen hoch riskante Aktien und Zertifikate.“ Zur Beratung durch einen Anlageberater der Citibank sagt der Stern: „Alle diese Informationen sind falsch, und der Bankberater müsste das auch wissen.“


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Aus dem Schwarzbuch Börse 2007, herausgegeben von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger: „Zertifikatehandel, Börse im Nachteil – Das Problem mit … unfairen Preisen … lässt sich nicht lösen, es sei denn, man stellt den gesamten Zertifikatehandel ein.“ Ja, Sie lesen richtig. Dort steht: „… es sei denn, man stellt den gesamten Zertifikatehandel ein.“

Aus Focus, Ausgabe 43, vom 20.10.2008: „Klaus-Peter Müller, Aufsichtsratschef der Commerzbank: Wir hätten nicht zulassen dürfen, dass Finanzprodukte so kompliziert werden, dass der Kunde sie nicht mehr versteht.“

Und direkt daneben: „Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank: Wir werden das Privatkundengeschäft weiter ausbauen und den Gewinn dieses Segments erhöhen.“ (Wer den erhöhten Gewinn zahlt, ist klar: der Anleger!) Aus der Wirtschaftswoche, Ausgabe 6 vom 02.02.2008: „Mit welchen Drücker-Methoden die Banken ihre Kunden ausnehmen.“

Lehman-Pleite als Präzedenzfall

Und als wenn es bis hierhin noch nicht genug wäre, kommt der Fall „Lehman Brothers“ erschwerend hinzu. Die Bank wurde insolvent. Investiertes Geld in Zertifikate dieser Bank ist verlorenes Geld. Die ganze Komplexität wird Ihnen deutlich, wenn Sie sich authentische Schicksale im Internet anschauen.

Da gibt es geradezu katastrophale Geschichten. Ein Zitat daraus: „Die Lehman-Brothers-Zertifikate wurden den Kunden aggressiv, oft auch über Telefonmarketing, angeboten und als Alternative zum (häufig zunächst ausdrücklich gewünschten) Festgeld als gleichermaßen sichere Anlageform verkauft.“

Nun gibt es auch schon ein erstes Gerichtsurteil dazu. Im ersten Prozess um Zertifikate der US-Pleitebank Lehman Brothers hat das Landgericht Frankfurt am Main am 28.11.2008 die Klage eines Rentnerehepaares abgewiesen. Dieses Paar hatte gegen die Frankfurter Sparkasse auf Schadenersatz geklagt. Nach Angaben des Gerichtes haben sie aber nicht beweisen können, beim Kauf der Wertpapiere falsch beraten worden zu sein.

Nun, ich vermute, dass sich so eine Pleite mit diesen Folgen so schnell nicht wiederholt. Der Schaden für die Emittenten ist jetzt schon sehr groß. Im Wiederholungsfall wäre er nahezu irreparabel. Aber jetzt kommt etwas ganz Entscheidendes hinzu: Ich habe gesagt, „ich vermute“.

Und auf diese Vermutung hin würde ich keinen einzigen Cent investieren. Und das ist auch meine dringende Empfehlung dazu: Investieren Sie in diese undurchsichtigen und manipulationsanfälligen Emittenten-Produkte keinen einzigen Cent! Dazu gehören: Zertifikate, Optionsscheine und CFDs. Denn wiederholen kann sich ein solcher Fall jederzeit.

Wenn Sie morgens aufstehen und in den Nachrichten hören: „Die XY-Bank ist pleite“, dann ist es zu spät. Ihr Geld, das Sie in Zertifikate dieser Bank investiert haben, ist weg.

Optionen als Anlage-Alternative

Die einzige gewinnbringende Alternative sind Optionen! Denn diese sind bankenunabhängig. Mit denen kann Goldman Sachs nicht gegen die Anleger spekulieren. Mit denen kann die Deutsche Bank nicht ihren Gewinn auf Kosten der Privatanleger erhöhen.

Es sei denn durch Handelsgebühren, die um mehrere 100% (!) über denen anderer Broker liegen. Aber da gibt es ja Alternativen. Und Optionen können nie wertlos verfallen, weil ein Emittent insolvent wird. Denn sie haben keinen Emittenten.

Optionen stellt die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger im eingangs genannten Schwarzbuch Börse 2007 als einziges positives Gegenbeispiel zum Zertifikatehandel dar. Sinngemäß steht dort: An der Terminbörse Eurex werden die Preise von Optionen durch die Börse mithilfe konkurrierender Marketmaker ermittelt.

Angebot und Nachfrage bestimmen den fairen Preis. In diesem Schwarzbuch Börse werden nur Optionen positiv erwähnt. Klar – denn es gibt zum bankenunabhängigen Investieren einfach keine Alternative zu Optionen.

6. Januar 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.