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Optionen-Handel für Einsteiger

Aller Anfang ist schwer, heißt es. Wirklich schwer ist der Einstieg in den Optionen-Handel nicht, trotzdem gilt es ein „paar Hürden“ zu nehmen. Hier sind die ersten Schritte, die zum Optionen-Handel führen.

Voraussetzung für den Optionen-Handel

Um Optionen zu handeln, benötigen Sie über Ihre Bank oder Ihren Broker einen Zugang zur Terminbörse Eurex (nicht Stuttgarter Euwax) und zu den US-Börsen für Optionen.

Depot-Eröffnung beim Broker

Der erste Schritt ist also die Einrichtung eines Depots, mit dem Sie Optionen (nicht Optionsscheine) an Terminbörsen handeln können.

Mehr zum Thema: Optionen sind besser als Optionsscheine: 3 unschlagbare Gründe

Das geht eventuell bei Ihrer Hausbank. Aus Erfahrung weiß ich aber, dass das eher die Ausnahme ist. Auch etliche „gängige“ Broker bieten den Optionen-Handel nicht an. Also müssen Sie gegebenenfalls ein neues Depot eröffnen.

Broker, die ich für den Handel an der deutschen Terminbörse Eurex und an US-Terminbörsen empfehle, sind (in alphabetischer Reihenfolge): Agora Direct, Cap Trader, Interactive Brokers und Lynxbroker. Und für Investoren, die „nur“ an der Eurex handeln wollen, empfehle ich auch Cortal Consors.


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Geld auf Depot einzahlen

Der nächste Schritt ist ganz banal. Sie zahlen einen bestimmten Betrag auf das Verrechungskonto des Depots ein. Wie viel? Ganz einfach:

„Wenig Geld“ beim Broker einzahlen

Zahlen Sie „wenig“ Geld ein. „O.k.“, würde Warren Buffett sagen, „nehme ich erst mal nur 10 Millionen.“ Ein anderer fragt sich, ob 1.000 € ausreichen.

„Wenig Geld“, ist keine feste Größe. Ich empfehle einen Betrag, der für Sie „Spielgeld“ ist. Zum Start sollte er aber trotzdem nicht weniger als 2.000 € betragen. 5.000 € sind jedoch ausreichend, um den Optionen-Handel kennen zu lernen.

Realtime-Kurse für US-Markt und europäischen Markt freischalten

Als nächstes sollten Sie die Kursdaten für den US-Markt (ich setze voraus, Sie wollen da handeln) und für die Eurex freischalten. Das kostet pro Monat (je nach Broker) um 10 € Gebühren je Markt. Ich empfehle das aber dringend. Schon ein guter Kauf- oder Verkaufskurs pro Monat holt die Gebühren schnell wieder rein.

Für Sparfüchse: Je nach Broker können Sie diese Kurse für glatte Monate abbestellen. Wenn Sie also z.B. einen ganzen Monat (z.B. durch Urlaub) nicht handeln, können Sie sich die Gebühren sparen.

Optionen-Handel: Anleitung oder nicht?

Wenn Sie keine Erfahrung mit Optionen haben und ohne Anleitung (z.B. durch den Optionen-Profi) handeln wollen, meine Empfehlung: Machen Sie sich erst mit den grundlegenden Eigenschaften von Optionen vertraut.

Wenn Sie „streng nach Anleitung“ handeln, müssen Sie die Funktionsweise von Optionen nicht vollständig verinnerlicht haben, es hilft Ihnen aber.

Optionen-Handel: Alles ist neu

Bei den meisten Brokern wird der Optionen-Handel über das Internet abgewickelt. Die Broker stellen Ihnen dafür eine Software zur Verfügung. Diese Software (Tradingmaske, Handelsmaske) laden Sie typischerweise von der Internetseite Ihres Brokers auf Ihren Computer.

Die Installation auf Ihren Computer erfolgt fast automatisch und wird durch Hinweisfenster der Software unterstützt.

Nun sitzen Sie vor der für Sie möglicherweise neuen Handelsmaske. Ich kann Ihnen versichern: So wie Sie, fühlen sich anfangs alle. Eine eventuell verwirrende Vielfalt von Menüpunkten, blinkenden Zahlen und anderen Informationen. Mir ging es vor nun schon vielen Jahren nicht anders. Und: Alle haben es geschafft.

Sie schaffen es also auch.

Mehr zum Thema: Wie gut kennen Sie sich mit Optionen aus? Wir testen Ihr Wissen!

3. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.