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Optionen und Futures: Alles Wesentliche auf einen Blick

Optionen und Futures werden an speziellen Terminbörsen gehandelt. In Deutschland ist das die Eurex.

Optionen und Futures: Gemeinsamkeiten

Optionen und Futures werden nicht von Banken emittiert. Damit können Optionen und Futures nicht in Ihren Kursen manipuliert werden, so wie beispielsweise Optionsscheine und Zertifikate.

Mehr zum Thema: Optionen sind besser als Optionsscheine: 3 unschlagbare Gründe

Optionen und Futures bieten somit jederzeit faire Preise und eignen sich hervorragend für bankenunabhängige Trades.

Optionen: Kurzüberblick

Kontraktgröße, Basispreis und Laufzeit sind standardisiert. Eine Option gibt Ihrem Käufer (Inhaber) das Recht, einen Basiswert zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Der Inhaber ist aber nicht dazu verpflichtet.

Der Verkäufer einer Option, die sich nicht im Depot befindet(Stillhalter), geht dagegen eine Verpflichtung ein, den Basiswert zu liefern (Call) oder abzunehmen (Put), sofern die Gegenseite dies verlangt.

In der Regel wird ein solcher effektiver Ausgleich nur in absoluten Ausnahmefällen durchgeführt. Offene Positionen werden meist vor Zeitablauf am Markt glattgestellt.


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Futures: Kurzüberblick

Futures sind Terminkontrakte. Käufer und Verkäufer verpflichten sich, eine bestimmte Anzahl eines Basiswertes (z.B. Aktie, Währung, Rohstoff (Gold, Silber, Öl) oder Index) bei Fälligkeit zu einem festgelegten Preis zu handeln.

Bei Futures gehen also beide Seiten eine Verpflichtung ein. Das ist der wichtigste Unterschied zu Optionen. Auf Grund dieser Verpflichtung ist das jeweilige Risikoprofil bei Futures anders. Genauer:

Die Unterschiede beider Hebelprodukte

Optionen und Futures unterscheiden sich dadurch, dass es eine einseitige Verpflichtung bei Optionen (Stillhalter) gibt und eine beidseitige Verpflichtung bei Futures.

Die Nachschusspflicht

Bei gekauften Optionen ist das maximale Risiko auf den bezahlten Kaufpreis begrenzt. Eine Nachschusspflicht ist dabei ausgeschlossen. Bei ungedeckten Stillhaltergeschäften ist eine Nachschusspflicht möglich.

Futures haben immer eine Nachschusspflicht. Das Risiko ist also erheblich größer als bei gekauften Optionen.

Kombiniertes Trading für Profis attraktiv

Eine Kombination von Optionen und Futures für ambitionierte Trader bietet hohe Gewinnchancen. So lassen sich durch die richtigen Kombinationen von Optionen und Futures Risiken strikt begrenzen und trotzdem hohe Gewinne erzielen.

Optionen und Futures: 2 Strategien für Profis

1. Strategie

Sie gehen long in einem Future. Gleichzeitig kaufen Sie die „richtige“ Anzahl Puts auf denselben Basiswert relativ weit aus dem Geld. Steigen die Kurse, gewinnt Ihr Future schnell mehr als die relativ billigen Puts aus dem Geld verlieren. Kursrücksetzer können Sie aussitzen.

Fällt der Basiswert aber deutlich, bis hin zum Crash, erzielen die Puts ab einem vorher definierten Kurs mehr Gewinn als der Futures verliert.

Diese Strategie mit Optionen und Futures lässt sich natürlich auch genau umgekehrt handeln: Short im Future und Calls aus dem Geld auf denselben Basiswert .

2. Strategie

Sie traden einen Basiswert, bei dem Sie von dauerhaft steigenden Kursen ausgehen. Sie gehen ausschließlich long in diesem Future.

Als Basis aller Trades legen Sie sich langlaufende Puts auf diesen Basiswert ins Depot. Diese liegen dort und wirken wie eine Versicherung. Dreht es irgendwann und läuft gegen Sie, kann Ihr Depot nie „geschreddert“ werden.

Optionen und Futures: Strategien wie im Schachspiel

Die o.a. skizzierten Strategien sind nur 2 von „unendlich“ vielen Möglichkeiten. Wenn Sie Spaß am Tüfteln haben, können Sie Kombinationen von Optionen und Futures entwerfen, die einem Schachspiel gleichen.

Sie variieren das Risiko und die Gewinnchancen und Sie sind für volatile und ruhige Marktphasen bis hin zum Stillstand der Märkte gut aufgestellt. Und am Ende haben Sie mit dem Spaß am strategischen Vorgehen auch noch ein Depot mit ständigen Gewinnen. Optionen und Futures lassen sich ideal kombinieren.

Am besten testen Sie die Möglichkeiten in einer eigenen Simulation oder in einem Börsenspiel.

17. Februar 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.