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Optionen und Zertifikate – der Vergleich

„Auf alles, was von Banken ausgedacht ist, verzichte ich. … Inzwischen weiß ich, da verdienen immer nur die Banken.“

Das sagte Pater Anselm Grün in einem Interview mit dem Handelsblatt (Ausgabe vom 23.03.2012).

„Alles, was von Banken ausgedacht ist“, dazu gehören natürlich auch Zertifikate mit ihren vielen Spielarten.

Kurz zu Pater Anselm Grün

Pater Anselm Grün ist seit 1974 Mönch im Benediktinerorden und seit 1977 Vermögensverwalter seines Ordens. Er hat mehr als 200 Bücher geschrieben. Diese haben eine Gesamtauflage von 17 Millionen. Damit gehört Grün zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren.

Das Geld seines Klosters legt Pater Anselm Grün oft auch spekulativ an der Börse an. Anselm Grün hat jahrzehntelange Börsenerfahrung und Millionen Menschen hören ihm zu. Was er zu sagen hat, hat Gewicht. Grün sagt das Richtige: „Auf alles, was von Banken ausgedacht ist, verzichte ich.“ Und das lässt sich einfach belegen.

Optionen ./. Zertifikate – der Vergleich

Zertifikate sind Finanzinstrumente und Hebelprodukte. Zertifikate habe eine enorme Hebelwirkung. Das ist wie bei Optionen. Also lohnt ein Vergleich.

Vergleich Optionen ./. Zertifikate:

Zertifikate mit Totalverlustrisiko durch Emittenten-Pleite

Optionen und Zertifikate unterscheiden sich in einem Punkt ganz gravierend voneinander.

  • Optionen haben keine Emittentin
  • Zertifikate haben Emittentinnen

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Im Vergleich Optionen ./. Zertifikate, ein unschlagbarer Vorteil für Optionen.

Denn alle Finanzderivate von Emittentinnen beinhalten immer das Totalverlustrisiko durch Insolvenz der Emittentin.

Gerade in der erneut hoch kochenden Schuldenproblematik vieler Banken ist das ein Risiko, das Sie nicht vernachlässigen dürfen. Vor Kauf eines Zertifikates gilt es also zu prüfen, wie sicher ein Emittent eines Zertifikates ist. Eine unmögliche Aufgabe.

Vergleich Optionen ./. Zertifikate: Manipulierbarkeit der Kurse bei Zertifikate

Optionen haben keine Emittentin. Folglich werden Kurse von Optionen auch nicht durch Emittentinnen manipuliert. Zertifikate haben Emittentinnen und Sie handeln diese direkt mit der Emittentin.

Also handeln Sie im wahrsten Sinne des Wortes immer gegen die Bank. Dadurch können die Kurse der Zertifikate manipuliert werden. Das geht indirekt, z.B. über Nichterreichbarkeit des Emittenten, ausgeweitete Spreads oder so genannte Rollverluste bei Endlos-Zertifikaten etc.

Vergleich Optionen ./. Zertifikate: Beide erzielen Gewinne auch bei fallenden Märkten

Beide Produkte (Optionen und Zertifikate) können Sie nutzen, um bei fallenden Märkten Gewinne zu erzielen.

Vergleich Optionen ./. Zertifikate: Handelsplätze

Zertifikate handeln Sie direkt mit der Emittentin. Die dadurch entstehende Intransparenz wird regelmäßig von unabhängiger Seite, z.B. der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK), scharf gerügt. Optionen werden an transparenten Terminbörsen gehandelt.

Vergleich Optionen ./. Zertifikate: Optionen sind in USA Standard, Zertifikate nicht erlaubt

In den USA sind Zertifikate wegen ihrer Manipulationsanfälligkeit verboten. So müssen Sie z.B. auf der Internetseite von Goldman Sachs per Mausklick bestätigen (Originalkopie von der Internetseite von Goldman Sachs):

Ich bestätige, dass ich meinen Wohnsitz in Deutschland oder Österreich habe. Diese Internet-Seiten dürfen nur von Personen genutzt werden, die ihren Wohnsitz in dem von Ihnen gewählten Land haben.

Der Nutzer verpflichtet sich, diese Internet-Seiten nicht mehr zu nutzen, wenn er seinen Wohnsitz in Zukunft nicht mehr in diesem Land haben sollte.

Nicht umsonst gibt es in den USA das geflügelte Wort vom „stupid german money“ (dummes deutsches Geld). Den US-Bürgern verboten, den „dummen Deutschen“ kann man das Geld aus der Tasche ziehen. Daran beteiligen sich nicht nur US-Banken, sondern auch namhafte große europäische und deutsche Banken.

Optionen hingegen sind in den USA, im Mutterland der Börsen, zugelassen und Standardprodukte für die Nutzung von Hebelkraft an den Börsen.

Fazit im Vergleich Optionen ./. Zertifikate:

Emittentin und die daraus resultierenden Risken sind das K.o.-Kriterium

Im Vergleich Optionen ./. Zertifikate gibt es etliche Kriterien (Hebelkraft, Gewinn-Chancen bei fallenden Märkten etc.), die ähnlich sind. Aber die Nachteile bei Zertifikaten: Emittentinnen und deren Manipulationsmöglichkeiten sowie das Insolvenzrisiko der Emittentinnen sind klare K.o.-Kriterien für Zertifikate.

Meine Empfehlung: Die K.o.-Kriterien sind dermaßen gravierend, dass ich dringend abrate, Zertifikate zu handeln. Dazu passt die eingangs zitierte Aussage von Pater Amseln Grün: „Auf alles, was von Banken ausgedacht ist, verzichte ich. … Inzwischen weiß ich, da verdienen immer nur die Banken.“

Es gibt die bessere Alternative. Optionen: Keine Kursmanipulation möglich, Terminbörsen jederzeit erreichbar und ein Insolvenzrisiko einer Emittentin gibt es auch nicht.

Zum guten Schluss: Heute vor 194 Jahren, also am 20.04.1818 (Tag nicht verifiziert), kam der US-amerikanische Schriftsteller Josh Billings zur Welt. Er schrieb:

„Schweigen ist das am schwierigsten zu widerlegende Argument.“

Ich denke, meine Argumente gegen Zertifikate und für Optionen sind auch kaum zu widerlegen. Aber jetzt beende ich meinen Kommentar mit diesem starken Argument von Josh Billings und schweige (für heute) . . .

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

20. April 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.