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Optionsschein-Erklärung: Wichtige Fachbegriffe und Kennzahlen

Bei Optionsscheinen gibt es bestimmte Fachbegriffe und Kennzahlen, über die interessierte Anleger zumindest grob Bescheid wissen sollten, bevor sie in Optionsscheine investieren.

Mehr zum Thema: Börsen ABC: Optionsschein, verständlich erläutert (Video)

Bezugsverhältnis: Wie viele Optionsscheine berechtigen zum Kauf/Verkauf?

Nicht immer berechtigt ein Optionsschein zum Kauf oder Verkauf einer Aktie oder eines sonstigen Basiswerts in vorher definierter Menge zum vereinbarten Preis. Manchmal brauchen Anleger auch 10 oder 100 Optionsscheine, um dieses Recht auszuüben. Wie viele Sie brauchen, drückt das Bezugsverhältnis aus:

  • Ein Bezugsverhältnis von 1:10 (0,1) bedeutet: Sie brauchen am Fälligkeitstag 10 Optionsscheine für eine Aktie.
  • Ein Bezugsverhältnis von 1:100 (0,01) bedeutet: Sie brauchen am Fälligkeitstag 100 Optionsscheine für eine Aktie.

Laufzeit/Fälligkeit: Wann können Sie die Option ausüben?

Die Laufzeit beziehungsweise das Fälligkeitsdatum sagt Ihnen, wann Sie die Option ausüben können, sprich wann Sie den Basiswert zum vorher vereinbarten Preis kaufen oder verkaufen können. Üblich sind bei Optionsscheinen Laufzeiten zwischen 1 zu 3 Jahren.


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Hierbei gilt: Je länger die Laufzeit, desto besser. 2 bis 3 Jahre sollten es sein, Optionsscheine mit kürzerer Laufzeit empfehlen wir in der Regel nicht. Das hat gute Gründe: Im Laufe von 2 oder 3 Jahren kann sich ein Kurs, der sich zunächst nicht so entwickelt, wie Sie es vermutet haben, auch wieder erholen.

Mehr zum Thema: Das sollten Sie außerdem bei Optionsscheinen berücksichtigen

Sie als Anleger haben – bei Fehlinvestments – die Möglichkeit, noch rechtzeitig auszusteigen, bevor Sie sich riesige Verluste einhandeln. Hinweis: Sie müssen den Optionsschein nicht bis zum Laufzeitende (Fälligkeit) halten.

Wenn der Optionsschein vorzeitig Ihr Gewinnziel erreicht hat, oder wenn der Optionsschein in die falsche Richtung läuft, können Sie dieses Wertpapier so einfach wie eine Aktie über die Börse verkaufen.

Mehr zum Thema: Optionen sind besser als Optionsscheine: 3 unschlagbare Gründe

Basispreis: Welcher Kurs gilt bei Fälligkeit?

Der Basispreis ist der Kurs des Basiswerts bei Fälligkeit, auf den die Wette abzielt. Es handelt sich dabei um den Basiswert-Kurs, zu dem die Option ausgeübt werden kann. Der Basispreis ist somit bei Calls die Kursschwelle, die der Basiswert überschreiten muss, damit Sie Gewinne machen. Bei Puts machen Sie nur dann Gewinne, wenn der Kurs bei Fälligkeit unter dem Basispreis liegt.

Aufgeld: Ab wann kommen Sie in die Gewinnzone?

Das Aufgeld sagt Ihnen, um wie viel Prozent der Basiswert (bei Calls) steigen oder (bei Puts) fallen muss, damit Sie in die Gewinnzone kommen. Üblich ist es auch, diesen Wert als „Aufgeld pro Jahr“ anzugeben, das Aufgeld also durch die Restlaufzeit in Jahren zu teilen. Damit ist klar: Das Aufgeld ändert sich ständig mit den Kursbewegungen, die der Basiswert vollzieht.

Beträgt beispielsweise das Aufgeld eines Optionsscheins mit 3-jähriger Restlaufzeit aktuell 10 %, heißt das: Wenn der Basiswert binnen 3 Jahren noch um 10 % oder mehr steigt, machen Sie bei Fälligkeit Gewinne. Das Aufgeld pro Jahr liegt in diesem Fall bei 3,33 %.

Omega-Hebel: Wie sehr wird die Kursbewegung des Basiswerts verstärkt?

Je höher der Omega-Hebel, desto mehr verstärkt der Optionsschein die Kursbewegungen des Basiswerts. Ein Omega-Hebel von 2,5 bedeutet:

  • Bei Calls wird ein Kursanstieg oder -verfall um das 2,5-fache verstärkt.
  • Bei Puts geschieht das Gleiche, nur dass sich der Wert des Optionsscheins entgegen dem Kursverlauf des Basiswerts entwickelt.

Der Omega-Hebel ist nicht fix, sondern schwankt ständig. Allerdings wird aus einem Omega-Hebel von 2,5 nicht plötzlich ein Omega-Hebel von 10, das brauchen Sie nicht zu befürchten. Die Größenordnung bleibt in etwa gleich.

Mehr zum Thema: So hebeln Optionsscheine die Rendite

Wichtig: Schauen Sie nur auf den Omega-Hebel

Verwechseln Sie den Omega-Hebel nicht mit dem theoretischen Hebel. Der theoretische Hebel ist eine Kennzahl für Fachleute, sie ist aber fast wertlos, wenn es darum geht zu beurteilen, wie stark ein Optionsschein die prozentuale Kursbewegung des Basiswerts tatsächlich hebelt.

Mehr zum Thema: Optionsscheine: Wissenswertes auf einen Blick

31. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.