MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Optionsschein: Negativer Hebel-Effekt als Risiko

Die Hebelwirkung von Optionsscheinen ermöglicht es, schon mit geringem Kapitaleinsatz in kurzer Zeit hohe Gewinne zu erzielen.

Allerdings wirkt die Hebelwirkung auch in die entgegengesetzte Richtung.

Liegt man mit der eigenen Markterwartung falsch, kann es zu hohen Verlusten bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen.

Optionsschein und negativer Hebel – Die Auswirkung

In der Regel ist der Preis des Optionsscheins im Verhältnis zu dem Preis des Basiswertes relativ gering.

Infolgedessen lösen Preisveränderungen beim Basiswert oft prozentual eine stärkere Veränderung im Preis des Optionsscheins aus.

Dieser Effekt wird als Hebelwirkung oder Leverage-Effekt bezeichnet. Dadurch partizipiert der Inhaber eines Optionsscheins überdurchschnittlich hoch an Kursgewinnen wie auch an Kursverlusten des Basiswertes.

Mehr dazu: So funktionieren Hebelzertifikate und Optionsscheine

Der negative Hebel ist nicht definiert

Der Ausdruck negativer Hebel ist nicht explizit definiert, sondern dient zur Beschreibung der negativen Entwicklung bei Hebelprodukten.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Bei der Kursentwicklung des Optionsscheins wird der negative Hebel in diesem Fall als Bewegung in die entgegengesetzte Richtung der Spekulationsidee verstanden.

Bei einem Call-Optionsschein bedarf es eines fallenden Basiswertes um von einem negativen Hebel zu sprechen. Bei einem Put-Optionsschein ist dies genau andersherum.

Man kann es auch einfacher ausdrücken: der Hebeleffekt wirkt immer in beide Richtungen, positiv wie negativ. Der Hebel selber bleibt dabei zunächst gleich hoch, es ändert sich nur das Vorzeichen.

Die negative Hebelwirkung an einem Optionsschein – ein Beispiel

Die allgemeine Formel zur Berechnung der Hebelwirkung lautet:

Ein Beispiel: Der Aktienkurs der Siemens AG liegt bei 75 Euro. Der Basispreis eines Call-Optionsscheins ist mit 70 Euro angesetzt. Der derzeitige Wert des Optionsscheins liegt bei 6 Euro und das Optionsverhältnis beträgt 1:1.

Eingesetzt in die obige Formel erhält man: (75 * 1) / 6 = 12,5

Steigt oder fällt die Aktie um 1 Prozent, dann bewegt sich der Wert des Optionsscheines in diesem Beispiel um 12,5 Prozent nach oben oder unten. Der Hebel beträgt 12,5.

Hierbei liegt nun auch das Risiko des „negativen Hebels“.

Bewegt sich der Kurs des Basiswertes entgegen der spekulierten Richtung, so entwickelt sich mit jedem Prozentpunkt, den der Basiswert in die „falsche“ Richtung macht, der Wert des eigenen Scheins um das 12,5-fache negativ.

Mehr dazu: Optionen und Optionsscheine: Eine Übersicht

Das Risiko im Optionsscheinhandel begrenzen

Der Handel mit Optionsscheinen birgt im Endeffekt also die gleiche Chance und das gleiche Risiko, nämlich den überproportionalen Gewinn oder Verlust.

Daher sollten Sie unter anderem darauf achten, dass der Hebel – vor allem bei wenig Erfahrung mit dem Handel mit Optionsscheinen – nicht zu hoch ist.

Außerdem sollten Sie niemals ihr gesamtes Tradingkapital in eine Anlage stecken. Investieren Sie nur einen kleinen Anteil in einen Optionsschein und lösen Sie sich emotional von diesem Einsatz. Verwenden Sie nur Geld, welches Sie nicht mehr benötigen. Um größere Verluste oder gar einen Totalverlust zu vermeiden sollten Sie überlegen, Stopp-Loss Verkaufsorders zu nutzen.

Generell ist der Handel mit Optionsscheinen auch für Privatanleger interessant, jedoch sollte man vorher bereits über einen gewissen Erfahrungsschatz mit Börsengeschäften verfügen.

10. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.