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Optionsschein – Risiken, die man kennen sollte

Eine Option ist ein Recht darauf, eine Sache in der Zukunft zu einem vorab vereinbarten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.

Deswegen fallen Optionen und deren Vertrag, die Optionsscheine, in die Kategorie von Termingeschäften.

Einfach ausgedrückt handelt es sich um eine Wette über den Kursverlauf einer Sache in der Zukunft.

Mehr dazu: Optionsschein – Hebelberechnung zeigt Chancen und Risiken

Das kann der Wert einer Aktie sein, eines Rohstoffes oder einer anderen Sache. Wichtig ist, dass es sich bei einer Option um eine Möglichkeit handelt.

Sie ist ein Recht und keine Pflicht. Daher entscheidet der Käufer einer Option, ob er sie ausübt oder die Möglichkeit verfallen lässt.

Optionen spielen an den globalen Finanzmärkten eine entscheidende Rolle.

Put und Call

Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Arten von Optionsscheinen: Put- und Call-Optionen.

Ein Put-Optionsschein bietet die Möglichkeit, die zu Grunde liegende Sache, den so genannten Basiswert, zu verkaufen.


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Bei einem Call-Optionsschein besitzt der Inhaber die Möglichkeit, einen bestimmten Basiswert nachzufragen, also zu kaufen.

Das Vertragsende ist untergeordnet

Optionsscheine sind entgegen ihrer ursprünglichen Zwecksetzung der Absicherung gegen Kursschwankungen heutzutage in erster Linie Handelsgüter der Finanzindustrie.

Nur selten wird der mögliche Kauf oder Verkauf des Basiswertes realisiert.

Optionsscheine heute sind Wetten

Optionsscheine sind heute vorwiegend ein spekulatives Finanzprodukt.

Für den auf Sicherheit bedachten Anleger, der langfristig denkt, sind sie weniger geeignet, weil ihre Laufzeit in der Regel bei maximal zwei Jahren liegt.

Da Optionsscheine von den ihnen zu Grunde liegenden Basiswerten abgeleitet sind, fallen sie in die Kategorie von Derivaten.

Mehr zum Thema: Optionen sind besser als Optionsscheine: 3 unschlagbare Gründe

Wie bei anderen Derivaten auch kann der Anleger, wenn es schlecht läuft, sein gesamtes investiertes Kapital verlieren.

Die Option des Gewinns…

Ein Beispiel mag verdeutlichen, wie bei einer Option die Möglichkeit von Gewinnen zu Verlusten – bis hin zum Totalverlust führen kann.

Angenommen, die Aktie von Fair-Enterprises liegt bei 50 Euro.

Man spekuliert nun, dass der Basiswert im Kurs steigen wird, glaubt also beispielsweise, dass die Aktie von Fair-Enterprises in zwei Jahren steigt und am Ende 75 Euro wert ist.

Der Anleger kauft eine Call-Option, die Möglichkeit also, die Aktie in der Zukunft zum Preis von 50 Euro zu kaufen.

Dafür zahlt der Anleger natürlich einen Aufpreis. Denn die Gegenpartei wettet mit und setzt darauf, dass der Käufer die Wette verliert. Steigt die Aktie nun wirklich, so steigt auch der Wert der Option.

…und die Option des Totalverlustes

Wenn sie aber fällt, ist das investierte Geld verloren.

Denn sinkt der Aktienkurs von Fair Enterprises unter 50 Euro, hat niemand Interesse daran, eine Option zum Kauf der Aktie für 50 Euro zu kaufen.

Also sinkt der Wert der Option auf Null. Natürlich ist der Käufer der Option auch jetzt nicht verpflichtet, die Option einzulösen.

Da der Kauf der Option aber Gebühren gekostet hat, bleibt der Käufer auf seinen Gebühren sitzen. Er hat also einen Totalverlust seines investierten Geldes zu beklagen.

2. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Fehr
Von: Michael Fehr. Über den Autor

Michael Fehr wirkt seit fast zwei Jahrzehnten am internationalen Finanzplatz Frankfurt, ist ausgewiesener Finanz- und Wirtschaftsjournalist: Er arbeitete unter anderem für die Deutsche Börse AG, das ARD-Börsenstudio und die Financial Times Deutschland.