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Optionsschein: So kann man den theoretischen Wert schnell abschätzen

Allein die Bezeichnung „theoretischer Wert“ deutet schon darauf hin, dass es in der Praxis meistens anders aussieht. Der theoretische Wert eines Optionsscheins lässt aber  Rückschlüsse zu, wie ein Schein derzeit bewertet ist. Hierbei geht es um das Verhältnis zwischen Basispreis, Kurs des Basiswerts, Restlaufzeit und historischer Volatilität des Basiswerts.

Optionsschein: Berechnung des theoretischen Werts

Das Wechselspiel aus den oben genannten Faktoren ist sehr komplex. Glücklicherweise braucht man in der Regeln nicht allzu viele Informationen, um den theoretischen Wert des Optionsscheins berechnen zu können. Vielmehr reicht eine gute Abschätzung in diesem Fall aus und verrät genug darüber, ob der Optionsschein für einen Kauf empfehlenswert ist.

Wer es lieber komplex und detailliert mag: Die Wirtschaftswissenschaftler Fischer Black und Myron Samuel Scholes haben 1973 ein System namens „Black-Scholes-Modell“ geschaffen. Durch deren finanzmathematische Berechnung lässt sich der faire Wert eines Optionsscheins kalkulieren.

Innerer Wert

Für die Abschätzung – die im Börsenalltag völlig ausreicht – nimmt man den inneren Wert des Optionsscheins. Der Einfachheit halber setzt man ihn mit dem theoretischen Wert gleich.


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Den inneren Wert bestimmt man aus der aktuellen Kursdifferenz zwischen Basiswert und Basispreis. Multipliziert wird das Ergebnis mit dem Bezugsverhältnis zwischen Optionsschein und Basiswert.

Nehmen wir als Beispiel einen Call-Optionsschein auf Siemens. Der Basispreis – zu dem man während der Optionsfrist eine Aktie beziehen kann – beträgt in unserem Fall 70 €. Wenn sich der Kurs der Siemens-Aktie bei 80 € befindet, liegt der theoretische Wert des Optionsscheins bei 10 €. Hier finden Sie alles zum Thema Optionsschein-Laufzeit

Das hat auch einen einleuchtenden Hintergrund: Über den Optionsschein könnte man die Aktie 10 € günstiger kaufen, als wenn man sie direkt an der Börse bezieht. Diese Differenz drückt also den inneren Wert oder fairen Wert des Optionsscheins aus.

Europäische und amerikanische Optionen

Es gibt noch eine kleine Besonderheit bei den unterschiedlichen Ausübungen. Die europäische Ausübung der Optionsscheine besagt, dass man nicht vorzeitig die Aktie kaufen darf. Erst nach Ablauf der Optionsfrist ist ein Kauf möglich.

Bei der amerikanischen Ausübung hingegen kann man jederzeit von seinem Recht Gebrauch machen und Aktien erwerben. Dadurch kann bei einem amerikanischen Optionsschein der innere Wert maximal so hoch sein wie der theoretische Wert eines  Optionsscheins.

Anderes dagegen ist es bei europäischen Optionsscheinen. Dort kann der innere Wert auch größer sein als der theoretische. Grund dafür ist die verbotene vorzeitige Ausübung.

Optionsschein: Theoretischer Wert

Die Abschätzung läuft letztlich darauf hinaus, dass man wissen möchte, ob der Optionsschein unter- oder überbewertet ist. Mit der Berechnung des inneren Wertes kann man den theoretischen Wert grob bestimmen.

Nimmt man das obige Beispiel mit der Siemens-Aktie, wäre ein entsprechender Optionsschein mit einem Preis von 11 € überbewertet. In dem Fall ist der Schein zu teuer, weil man mehr zahlen müsste, als der innere Wert aktuell beträgt.

Im Idealfall findet man Optionsscheine, die sich sehr nah am fairen Wert bewegen und diese sind dann auch ein Investment wert.

11. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.